Nach ein paar Wochen liegt im Tiefkühler eine Tüte, und niemand erkennt mehr, was darin steckt. Ohne Beschriftung wird die vorsorglich eingefrorene Suppe zu einem unbekannten Klumpen, den niemand verwenden will. Die Lösung: Beschriften Sie jede Verpackung vor dem Einfrieren mit Inhalt und Einfrierdatum. Dann finden Sie sich zurecht, verbrauchen die Vorräte rechtzeitig und werfen weniger weg.

Inhalt und Einfrierdatum aufs Etikett schreiben

Ein gutes Etikett trägt mindestens zwei Angaben: den Inhalt und das Einfrierdatum. Schreiben Sie den Inhalt genau auf. Aus „Suppe" wird besser „Kürbissuppe", aus „Fleisch" wird „Schweinegulasch, roh". Je genauer die Angabe, desto leichter fällt später die Entscheidung, was es zum Abendessen gibt.

Das Einfrierdatum zeigt, wie lange das Lebensmittel schon lagert. Ergänzen Sie ein Verbrauchsdatum, das zur Lebensmittelart passt. Fisch und Hackfleisch sollten Sie früher verbrauchen als Brot oder Gemüse. Wer das Datum direkt aufs Etikett schreibt, muss später nicht rechnen.

Bei Portionen hilft zusätzlich die Mengenangabe. Ein Beutel mit „Blaubeeren" und einer Mengenangabe lässt sich direkt in ein Rezept einplanen. Bei selbst Gekochtem schreiben Sie dazu, ob das Gericht roh oder gegart eingefroren wurde und ob es nach dem Auftauen nur noch erwärmt werden muss.

Verpackung gegen Gefrierbrand

Die Beschriftung nützt wenig, wenn die Verpackung das Gefriergut nicht schützt. Verwenden Sie Gefrierbeutel, Gefrierfolie oder Gefrierdosen, die für den Tiefkühler geeignet sind. Verpackungen von anderen Lebensmitteln, etwa Margarine- oder Frischkäsedosen, sind in der Regel nicht zum Einfrieren geeignet, weil sie bei Kälte spröde werden oder nicht dicht schließen.

Drücken Sie vor dem Verschließen so viel Luft wie möglich aus den Beuteln. Lufteinschlüsse führen zu Gefrierbrand. Das Gefriergut bekommt trockene, graue Stellen und verliert an Geschmack. Wenn Sie in Portionen einfrieren, verpacken und beschriften Sie jede Portion einzeln. So können Sie später die passende Menge auftauen, ohne den ganzen Vorrat anzutasten.

So beschriften Sie richtig

Beschriften Sie jede Verpackung, bevor sie in den Gefrierschrank kommt. Auf einer gefrorenen, beschlagenen Oberfläche haftet kein Stift, und ein nasses Etikett löst sich. Schreiben Sie also direkt nach dem Abfüllen, solange die Verpackung trocken und glatt ist.

Für die Beschriftung eignen sich wasserfeste Stifte und spezielle Gefrieretiketten. Normale Papieretiketten und handelsübliche Klebestreifen halten der Kälte und Feuchtigkeit oft nicht stand. Auf Gefrierbeutel schreiben Sie am besten mit einem Permanentmarker direkt auf den Beutel oder auf ein Gefrieretikett. Bei Gefrierdosen gehört die Beschriftung auf den Deckel oder die Seite, damit Sie sie lesen können, ohne die Dose herauszuheben.

Wenn Sie mehrere gleiche Lebensmittel einfrieren, etwa verschiedene Suppen oder Beeren, unterscheiden Sie die Etiketten zusätzlich durch das Einfrierdatum. So erkennen Sie auf einen Blick, welches Paket Sie zuerst verbrauchen sollten.

Ordnung im Tiefkühler halten

Die Beschriftung allein schafft noch keine Ordnung. Sortieren Sie das Gefriergut nach Kategorien, etwa Fleisch, Gemüse, Obst, Brot und fertige Gerichte, und legen Sie die Kategorien in feste Schubladen oder Körbe. Neue Vorräte stellen Sie nach hinten, ältere nach vorne. So wandert das älteste Gefriergut zuerst in den Topf.

Eine Inventarliste an der Gefrierschranktür hilft zusätzlich. Notieren Sie darauf, was eingefroren wurde, wann und bis wann Sie es verbrauchen sollten. Streichen Sie Positionen, die Sie entnehmen, und ergänzen Sie neue. Die Liste zeigt auf einen Blick, was vorhanden ist, und verhindert, dass Sie doppelt einkaufen oder Vorräte vergessen. Gemeinsam mit dem Einfrierdatum auf den Etiketten hilft sie, ältere Vorräte zuerst einzuplanen und rechtzeitig zu verbrauchen.