Ein Notvorrat besteht aus Lebensmitteln und Getränken für den Fall, dass Sie nicht einkaufen können: etwa bei Unwetter, Krankheit oder Strom- und Wasserausfall. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für zehn Tage zu planen. Rechnen Sie dabei mit etwa zwei Litern Flüssigkeit und etwa 2200 Kilokalorien pro Person und Tag.
Am zuverlässigsten halten Sie den Vorrat frisch, indem Sie ihn ständig verbrauchen und auffüllen. Haltbarkeitstabellen brauchen Sie dafür nicht.
Wie viel Wasser pro Person?
Für die Planung rechnet das BBK mit etwa zwei Litern Flüssigkeit pro Person und Tag. Diese Menge deckt das Trinken und die Zubereitung von Mahlzeiten ab. Sie müssen nicht die gesamten zwei Liter als Wasser einlagern: Auch Saft, Tee und Suppen zählen, und ein Teil der Flüssigkeit steckt im Essen. Planen Sie trotzdem mit zwei Litern, damit der Vorrat sicher reicht.
Der Wert ist ein Richtwert für einen normalen Tag. Bei körperlicher Arbeit, großer Hitze oder Krankheit steigt der Bedarf. Planen Sie in solchen Fällen großzügiger oder legen Sie zusätzliche Getränke in den Vorrat.
Wasserbedarf für den Haushalt berechnen
Die Rechnung ist einfach: Sie multiplizieren zwei Liter pro Person und Tag mit der Personenzahl und der Anzahl der Tage. Für zwei Personen und zehn Tage sind das 40 Liter, für vier Personen 80 Liter. Das BBK legt seiner Empfehlung zehn Tage zugrunde. Wenn Sie auch längere Ausfälle abdecken möchten, planen Sie entsprechend mehr.
Für die Lagerung haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie kaufen Wasser in Flaschen und lagern es, oder Sie füllen Leitungswasser in saubere, verschließbare Behälter. Beschriften Sie selbst befüllte Behälter mit dem Abfülldatum. So wissen Sie, wann Sie den Vorrat erneuern sollten.
Wie lange hält Wasser?
Wasser in verschlossenen Flaschen ist sehr lange haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Flasche bezieht sich auf Geschmack und Qualität, nicht auf ein Sicherheitsrisiko. Wichtig sind saubere Behälter und eine kühle, dunkle, trockene Lagerung. Wärme und Licht beeinträchtigen Geschmack und Qualität.
Wenn Sie Leitungswasser selbst abfüllen, gibt es kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Dann hilft ein fester Rhythmus: Erneuern Sie den Wasservorrat regelmäßig, am besten im selben Turnus wie den Lebensmittelvorrat. Trinken Sie das eingelagerte Wasser im Alltag auf und füllen Sie die Behälter wieder auf. So bleibt der Vorrat frisch, ohne dass Sie sich an Tabellen halten müssen.
Wie lange halten Lebensmittel?
Wie lange Lebensmittel im Notvorrat halten, lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es hängt vom Produkt, von der Verpackung und von der Lagerung ab. Für die Menge rechnen Sie wie beim Wasser mit einer Planungsgröße: etwa 2200 Kilokalorien pro Person und Tag. Deshalb kaufen Sie am besten nur, was Sie und Ihre Familie ohnehin essen, und nehmen Sie diese Produkte in den normalen Speiseplan auf. So bleibt der Vorrat frisch und Sie werfen nichts weg.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Qualitätsdatum. Viele Lebensmittel sind danach noch genießbar, aber Geschmack, Farbe und Konsistenz lassen nach. Lagern Sie Vorräte kühl, trocken und dunkel. Beim Einräumen gilt: Neue Packungen nach hinten, ältere nach vorne, damit Sie zuerst verbrauchen, was schon länger liegt. Lagern Sie außerdem nur so viel, wie Sie innerhalb der Haltbarkeit verbrauchen können.
Was noch in den Vorrat gehört
Ein Notvorrat besteht nicht nur aus Wasser und Essen. Denken Sie auch an Hygieneartikel wie Seife, Toilettenpapier und Zahnpasta. Denken Sie auch an die Bedürfnisse der Personen in Ihrem Haushalt: Allergien bestimmen, welche Lebensmittel Sie einlagern. Für Babys gehört Babykost dazu, für Tiere ein Vorrat an Futter.
Wenn jemand regelmäßig Medikamente nimmt, klären Sie mit der Ärztin oder dem Arzt, ob Sie einen kleinen Reservevorrat anlegen können. Auch das gehört zu einem Vorrat, der zu Ihrem Leben passt.