Ein Notvorrat hilft, einige Tage ohne Einkauf und ohne Versorgung von außen auszukommen. Er besteht aus Wasser, Lebensmitteln und persönlichen Dingen. Sie brauchen ihn, wenn Sie das Haus nicht verlassen können, etwa bei Hochwasser, starkem Schneefall, Sturm oder Krankheit. Auch bei einem größeren Stromausfall oder unterbrochenen Lieferketten ist er nützlich.
Die passende Zusammenstellung hängt vom Haushalt ab. Eine Einzelperson braucht weniger als eine Familie mit Kindern. Wer einen Hund oder eine Katze hält, plant das Tierfutter mit ein. So lassen sich Wasser, Lebensmittel und persönliche Dinge für jede Lebenssituation zusammenstellen.
Wasser, Lebensmittel und persönliche Dinge planen
Ein Notvorrat besteht aus drei Teilen: Wasser zum Trinken und Kochen, Lebensmittel, die ohne Kühlung und Strom auskommen, und Dinge, die Sie persönlich brauchen. Zu den persönlichen Dingen gehören Medikamente, Hygieneartikel, Batterien und alles, was für Babys oder Haustiere nötig ist.
Der wichtigste Grundsatz: Lagern Sie, was Sie wirklich nutzen. Fertiggerichte, die niemand in der Familie mag, helfen nicht weiter. Bauen Sie den Vorrat aus Lebensmitteln auf, die Sie ohnehin regelmäßig essen, und tauschen Sie sie beim Einkauf regelmäßig aus. So bleibt der Vorrat frisch und Sie müssen nichts wegwerfen.
Notvorrat für Singles
Wer allein lebt, braucht keinen großen Vorrat, aber einen durchdachten. Ein realistisches Beispiel: Im Winter fällt viel Schnee, die Straßen sind tagelang nicht geräumt, und Sie können nicht einkaufen. Oder Sie liegen mit einer Grippe im Bett und möchten niemanden bitten, für Sie einzukaufen.
Planen Sie für diese Tage Wasser ein, das zum Trinken und Kochen reicht, sowie Lebensmittel, die Sie auch sonst essen. Gut geeignet sind Nudeln, Reis, Haferflocken, Dosengemüse, Suppen, Brotaufstriche und haltbare Milch oder Haferdrink. Dazu kommen Kaffee oder Tee, wenn Sie das täglich trinken. Denken Sie an Ihre Medikamente. Eine Packung mehr im Schrank hilft an einem Feiertag oder bei einer geschlossenen Apotheke.
Der Stauraum ist bei Singles oft klein. Eine Kiste unter dem Bett oder ein Regalfach im Schrank reichen für einen Vorrat von einigen Tagen. Wichtig ist, dass Sie die Vorräte sehen und regelmäßig benutzen, sonst vergessen Sie sie und das Mindesthaltbarkeitsdatum läuft ab.
Notvorrat für Familien
In einem Haushalt mit Kindern steigt der Bedarf, weil mehrere Personen versorgt werden müssen. Ein Beispiel: Ein schwerer Sturm kündigt sich an, Schulen und Kitas bleiben geschlossen, und die Familie verbringt mehrere Tage zu Hause. In dieser Zeit essen und trinken alle mehr, als Sie schätzen.
Rechnen Sie pro Person mit dem, was an einem normalen Tag auf den Tisch kommt, und nehmen Sie das als Grundlage für den Vorrat. Bei Kindern gehören auch Dinge dazu, die sie zuverlässig essen, etwa Nudeln mit Tomatensauce, Obst aus dem Glas oder Kekse. Wenn ein Baby zur Familie gehört, kommen Säuglingsnahrung, Brei und Windeln dazu. Auch Kinderarzneimittel wie Fiebersaft gehören in den Vorrat, wenn Sie so etwas regelmäßig brauchen.
Ein Familienvorrat braucht einen festen Platz, zum Beispiel ein Regal im Keller oder in der Speisekammer. Ordnen Sie die Vorräte so an, dass Sie die älteren Produkte zuerst verbrauchen. Wenn der Vorrat größer wird, hilft eine Liste, was vorhanden ist und was nachgekauft werden muss.
Notvorrat für Tierhalter
Wer Hund, Katze oder Kleintiere hat, muss die Tiere in die Planung einbeziehen. Bei Hochwasser oder einem Stromausfall kann es passieren, dass Geschäfte geschlossen bleiben und Sie kein Futter bekommen. Der Tierfuttervorrat sollte genauso lange reichen wie Ihr eigener Vorrat.
Lagern Sie das gewohnte Futter, nicht eine unbekannte Sorte, denn ein Futterwechsel kann bei empfindlichen Tieren Magenprobleme auslösen. Dazu kommen Wasser für das Tier und Dinge, die Sie im Notfall brauchen, etwa Katzenstreu, Kotbeutel, Medikamente oder ein Ersatzgeschirr. Wenn Sie ein Kleintier wie ein Meerschweinchen halten, gehört auch Heu oder ein anderes Grundfutter dazu, das ohne Kühlung lagerfähig ist.
Ein Beispiel: Bei einem längeren Stromausfall im Winter fällt auch die Heizung aus. Dann braucht das Tier einen warmen Platz und Sie benötigen eine Transportbox, falls Sie mit dem Tier ausweichen müssen. Überlegen Sie solche Fälle, bevor sie eintreten, und legen Sie die Dinge griffbereit ab.
Notvorrat regelmäßig auffrischen
Ein Notvorrat funktioniert nur, wenn er gepflegt wird. Kontrollieren Sie alle paar Monate das Mindesthaltbarkeitsdatum und ersetzen Sie, was abläuft. Am einfachsten ist es, den Vorrat in den normalen Einkauf einzubauen: Kaufen Sie zwei Packungen Nudeln, verbrauchen Sie die ältere, und stellen Sie die neue nach hinten.
Passen Sie den Vorrat an Veränderungen in Ihrem Leben an. Wenn ein Baby geboren wird, wenn Sie ein Haustier aufnehmen oder wenn sich Ihre Medikamente ändern, gehört das in die Planung. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle: Im Sommer brauchen Sie mehr Wasser, im Winter vielleicht mehr Kerzen und Batterien für die Beleuchtung.
Der Vorrat hilft nicht nur im Katastrophenfall. Wenn Sie krank sind, wenn das Auto in der Werkstatt steht oder wenn Sie einfach keine Zeit zum Einkaufen haben, greifen Sie auf den Vorrat zurück. So rechnet sich die Lagerung auch im Alltag.