Der Duschvorhang wird im Badezimmer am schnellsten schmutzig. Seifenreste, Hautschuppen, Kalk aus dem Wasser und Staub setzen sich in den Falten fest. In feuchter Umgebung entstehen daraus schnell Schimmelflecken. Regelmäßiges Waschen hält den Vorhang sauber und verlängert seine Lebensdauer.
Genauso wichtig ist das Lüften nach dem Duschen, denn hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Schimmel an Wänden, Fugen und am Vorhang selbst. Beides gehört zusammen: ein sauberer Vorhang und ein trockenes Badezimmer.
Warum der Duschvorhang so schnell verschmutzt
Die meisten Duschvorhänge bestehen aus Kunststoff, häufig aus Polyester. Das Material trocknet schnell, Schimmel hat es schwer. Trotzdem sammeln sich mit der Zeit Ablagerungen: Shampoo- und Duschgelreste, Kalk aus hartem Leitungswasser und Staub, der an den feuchten Oberflächen kleben bleibt. Besonders in den Falten des Vorhangs entstehen dabei dunkle Verfärbungen, die oft als Trauerränder bezeichnet werden. Wenn der Vorhang dauerhaft feucht bleibt, siedeln sich dort Pilze und Bakterien an, die sich beim nächsten Duschen im Raum verteilen.
Ein beschichteter Duschvorhang ist robust und hält bei guter Pflege lange. Deshalb lohnt sich regelmäßiges Reinigen mehr als ein früher Austausch. Wegwerfen müssen Sie den Vorhang erst, wenn sich Schimmel nicht mehr entfernen lässt oder das Material brüchig wird.
Kunststoff- und Stoffvorhänge getrennt behandeln
Bevor Sie den Vorhang in die Waschmaschine geben, prüfen Sie das Pflegeetikett. Es gibt an, ob der Vorhang maschinenwaschbar ist und welche Temperatur er verträgt. Plastikvorhänge und Stoffvorhänge brauchen unterschiedliche Behandlung.
Ein Vorhang aus Kunststoff oder mit Kunststoffbeschichtung verträgt keinen heißen Waschgang und keinen Schleudergang mit hoher Drehzahl. Die Hitze verformt das Material, und starkes Schleudern kann Risse verursachen. Wählen Sie einen Schonwaschgang bei niedriger Temperatur und wenig Schleudern. Ein Stoffvorhang aus Polyester oder Baumwolle hält mehr aus, aber auch hier gilt: Das Pflegeetikett entscheidet. Bei empfindlichen Stoffen hilft ein Wäschesack, um den Vorhang vor Beschädigungen zu schützen.
Verzichten Sie auf Bleichmittel und aggressive Reiniger, wenn das Etikett sie nicht ausdrücklich erlaubt. Sie können die Beschichtung angreifen und den Vorhang porös machen. Ein normales Flüssigwaschmittel reicht aus.
Nach dem Waschen richtig trocknen
Nach dem Waschgang hängen Sie den Vorhang sofort wieder auf, am besten an der Duschstange im Badezimmer. Dort kann er auslaufen und trocknen, ohne dass sich Falten festsetzen. Ein Vorhang, der flach in der Maschine liegen bleibt, verklebt und bekommt Knitterstellen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.
Wenn der Vorhang nach dem Waschen noch Seifenreste oder einen muffigen Geruch hat, kann ein zweiter Spülgang helfen. Bei hartnäckigen Verfärbungen an einzelnen Stellen können Sie diese vor dem Waschen mit einer milden Seifenlösung und einer weichen Bürste behandeln. Reiben Sie dabei vorsichtig, damit die Beschichtung nicht beschädigt wird.
Nach dem Duschen das Fenster ganz öffnen
Die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer sollte nach dem Duschen wieder auf einen Wert zwischen 50 und 70 Prozent sinken. Liegt sie dauerhaft höher, kondensiert Feuchtigkeit an kalten Wänden und Fenstern, und Schimmel findet ideale Bedingungen. Der wirksamste Weg, die Feuchtigkeit loszuwerden, ist Stoßlüften: Öffnen Sie das Fenster vollständig und lassen Sie die feuchte Luft nach draußen ziehen.
Ein gekipptes Fenster reicht dafür nicht aus. Bei Kippstellung strömt nur wenig Luft. Die Feuchtigkeit bleibt im Raum, und die Fensterlaibung kühlt ständig aus. Die Heizung muss das ausgleichen. Das kostet Energie und bringt beim Entfeuchten kaum etwas. Besser ist es, das Fenster für einige Minuten weit zu öffnen, bis die Luft im Raum deutlich trockener ist. Bei starker Feuchtigkeit nach dem Duschen können Sie die Tür zum Badezimmer schließen, damit die Feuchtigkeit nicht in angrenzende Räume zieht.
Wann und wie oft Sie lüften sollten
Lüften Sie das Badezimmer nach jeder Dusche und nach jedem Bad. Zusätzlich reicht es, zwei- bis dreimal täglich kurz zu lüften, auch wenn niemand geduscht hat. Das gilt auch bei Regen: Draußen ist die Luft dann zwar feucht, aber meist immer noch trockener als die verbrauchte Raumluft im Badezimmer.
In Neubauten und frisch sanierten Wohnungen müssen Sie häufiger lüften als in Altbauten. Neuere Gebäude sind besser gedämmt und dichter gebaut, dadurch entweicht Feuchtigkeit langsamer. Wenn Sie in einer solchen Wohnung leben, reicht das morgendliche und abendliche Stoßlüften oft nicht aus. Planen Sie zusätzliche Lüftungsphasen ein, besonders in den ersten Jahren nach dem Einzug, bis sich die Bausubstanz an das Raumklima angepasst hat.