Die Biotonne und der Küchenmülleimer riechen, weil feuchte Abfälle darin verrotten. Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen die Zersetzung, im Sommer am schnellsten. Der Geruch ist unangenehm, aber kein Gesundheitsrisiko.

Wenn Sie die Behälter regelmäßig leeren, auswischen, trocknen lassen und frische Einlagen einlegen, bleiben sie dauerhaft geruchsarm. Dafür reicht eine kurze Wochenroutine.

Warum die Tonne riecht

Mikroorganismen zersetzen Küchenabfälle. Dabei arbeiten sie umso schneller, je feuchter und wärmer der Inhalt ist. Dadurch entstehen mehr Geruchsstoffe. Drei Umstände verstärken den Geruch: Flüssigkeit im Abfall, hohe Temperaturen und lange Abstände zwischen den Leerungen. Im Sommer kommen zwei Probleme zusammen. Es fällt mehr feuchter Bioabfall an, zum Beispiel Melonenschalen und Obst- und Gemüsereste. Die Hitze lässt ihn schneller verrotten. Stellen Sie die Biotonne an einen schattigen Platz. Das bremst die Zersetzung. Der Geruch gehört zur natürlichen Verrottung und ist für die Gesundheit unbedenklich.

Wochenroutine gegen Gerüche

Die einfachste Reihenfolge ist: leeren, auswischen, trocknen, frisch einlegen. Für die Biotonne ist der günstigste Moment direkt nach dem Leertermin. Die Tonne ist dann ohnehin leer. Sie erreichen alle Ecken und müssen nichts umräumen. Für den Küchenmülleimer gilt derselbe Ablauf, nur öfter: Wischen Sie ihn jedes Mal aus, wenn Sie die Einlage wechseln.

  1. Leeren. Entleeren Sie die Tonne nach der Abholung vollständig. Entfernen Sie gleich lockere Blätter und Reste, die in Ecken oder am Rand kleben. Bleibt feuchtes Material zurück, riecht die Tonne nach wenigen Tagen wieder.
  2. Auswischen. Wischen Sie den Innenraum mit warmem Wasser und etwas Spülmittel oder einem Schuss Essig aus. Ein weicher Lappen reicht, für die Ecken hilft eine Bürste mit langem Stiel. Wischen Sie auch den Rand und die Deckelinnenseite, denn dort setzt sich gerne Flüssigkeit ab. Spülen Sie mit klarem Wasser nach. Aggressive Reiniger und Desinfektionsmittel brauchen Sie nicht.
  3. Trocknen. Lassen Sie die Tonne vollständig trocknen, bevor die nächste Einlage hineinkommt. Stellen Sie sie offen und auf den Kopf oder wischen Sie sie mit einem trockenen Tuch aus. Nur eine trockene Tonne bleibt geruchsarm. Eine ausgewischte Tonne, die noch feucht befüllt wird, riecht trotzdem wieder.
  4. Frisch einlegen. Legen Sie eine trockene Einlage ein: einen Papierbeutel für die Biotonne, einen Papierbeutel oder Zeitungspapier für den Küchenmülleimer. Papier nimmt Feuchtigkeit auf und hält den Boden trocken. Welche Beutel für die Biotonne erlaubt sind, regelt Ihre Gemeinde. Richten Sie sich danach.

Die Reihenfolge lohnt sich, weil jeder Schritt den nächsten vorbereitet. Eine leere Tonne lässt sich leicht auswischen. Eine trockene Tonne hält die frische Einlage sauber.

So bleibt der Küchenmülleimer frisch

Den Küchenmülleimer befüllen Sie häufiger als die Biotonne. Er steht außerdem in der warmen Wohnung. Deshalb braucht er dieselbe Routine in kürzeren Abständen. Mit einem kleineren Behälter leeren Sie öfter. So verhindern Sie, dass nasse Abfälle tagelang stehen. Wickeln Sie feuchte Küchenabfälle wie Melonenschalen oder benutzte Kaffeefilter am besten gleich in Zeitungspapier, bevor sie in den Eimer wandern. Das bindet Flüssigkeit und hält den Boden trocken. Auch ein Blatt Zeitung am Boden fängt Feuchtigkeit auf und erleichtert später das Auswischen. Gießen Sie überschüssige Flüssigkeit aus Dosen oder Gläsern ab, bevor sie in den Eimer kommen. Ein Deckel hält den Geruch zurück, solange der Eimer zu ist. Stellen Sie ihn nicht in die pralle Sonne oder direkt neben den Herd, denn Wärme beschleunigt die Geruchsbildung.

So übersteht die Biotonne den Sommer

Bei hohen Temperaturen reicht die Wochenroutine allein oft nicht aus. Stellen Sie die Tonne in den Schatten, damit sie sich nicht aufheizt. Halten Sie den Deckel geschlossen, damit kein Regenwasser hineinläuft. Eine Lage Zeitungspapier am Boden fängt Flüssigkeit auf, die aus dem Abfall austritt. Verpacken Sie feuchte Küchenabfälle in Papierbeutel oder in Zeitungspapier, bevor Sie sie in die Tonne geben. Papier nimmt Feuchtigkeit auf und hält den Inhalt trockener. Lassen Sie Kaffeesatz und Teebeutel vor dem Entsorgen kurz abtropfen. Geben Sie sehr nasse Abfälle erst in die Tonne, wenn sie angetrocknet sind.

Kaffeesatz und Essig als Geruchshelfer

Kaffeesatz und Essig mildern den Geruch. Beide ersetzen keine Reinigung. Etwas trockener Kaffeesatz auf dem Boden der Tonne nimmt Feuchtigkeit auf und hält den Geruch eine Weile in Grenzen. Ein Schuss Essig im Spülwasser entfernt beim Auswischen Geruchsreste und verfliegt, sobald die Tonne trocken ist. Beide Mittel sind günstig und unbedenklich. Wenn Sie nur Kaffeesatz einstreuen und selten leeren, werden Sie den Geruch nicht los. Beide Mittel überbrücken höchstens ein paar Tage bis zum nächsten Leertermin.