Ein Badlüfter saugt feuchte Luft aus dem Badezimmer ab und leitet sie nach draußen. In Bädern ohne Fenster ist er die einzige Möglichkeit, Feuchtigkeit und Gerüche loszuwerden. Mit der Zeit setzen sich Staub, Hautschuppen und Fettpartikel auf dem Gitter und den Lüfterflügeln ab. Dort bilden sich Bakterien und Schimmel, die die Luftqualität verschlechtern und die Leistung verringern.

Den Lüfter reinigen Sie in kurzer Zeit mit Hausmitteln: Strom abschalten, Abdeckung abnehmen.

Warum Staub dem Lüfter schadet

Ein verschmutzter Lüfter bewegt weniger Luft. Der Staub auf den Flügeln verringert ihre Wirkung, der Motor muss mehr arbeiten und verbraucht mehr Strom. Gleichzeitig dient der Schmutz als Nährboden für Schimmel und Bakterien. Der Luftstrom soll die Feuchtigkeit abtransportieren, verteilt aber die Keime im Raum. In einem Bad ohne Fenster steigt dadurch das Schimmelrisiko an Wänden und Fugen deutlich. Regelmäßige Reinigung beugt dem vor, hält die Luftzirkulation effizient und verlängert die Lebensdauer des Geräts.

Strom abschalten und Arbeitsplatz schützen

Bevor Sie Hand anlegen, schalten Sie den Strom für den Lüfter ab. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Sie schalten den Sicherungsautomaten im Sicherungskasten aus oder Sie ziehen, falls vorhanden, den Stecker des Geräts. Viele Badezimmerlüfter haben keinen Stecker, weil sie fest verdrahtet sind. Dann schalten Sie die zugehörige Sicherung ab und prüfen mit einem Spannungsprüfer, ob wirklich kein Strom mehr anliegt. Der Schritt ist nötig, weil der Motor bei einigen Modellen automatisch startet, sobald die Luftfeuchtigkeit steigt.

Legen Sie auf dem Boden unter dem Lüfter ein altes Handtuch oder Zeitungspapier aus. Beim Abnehmen der Abdeckung fallen Staubflocken und lose Ablagerungen heraus, die sonst den Boden verschmutzen. Wenn Sie den Lüfter in der Dusche oder Badewanne reinigen möchten, legen Sie den Abfluss zu, damit keine Schmutzreste hineingelangen.

Abdeckung abnehmen

Die Abdeckung des Lüfters sitzt entweder mit Schrauben oder mit einer Klick-Verbindung. Wenn die Abdeckung mit Schrauben befestigt ist, lösen Sie diese mit einem passenden Schraubendreher, meist einem Kreuzschlitz. Wenn die Abdeckung mit einer Klick-Verbindung befestigt ist, fassen Sie sie an zwei gegenüberliegenden Seiten und ziehen sie vorsichtig nach vorne ab. Bei manchen Modellen müssen Sie die Abdeckung zusätzlich leicht drehen, um sie aus der Halterung zu lösen. Wenn Sie unsicher sind, schauen Sie in die Bedienungsanleitung des Geräts. Sie verrät, welcher Mechanismus bei Ihrem Modell verbaut ist.

Staub und Ablagerungen entfernen

Die Abdeckung und die Lüfterflügel reinigen Sie getrennt. Für die Abdeckung genügt meist warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Weichen Sie sie kurz ein, wenn sich hartnäckige Ablagerungen gebildet haben, und bürsten Sie sie mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm ab. Anschließend spülen Sie sie mit klarem Wasser ab und lassen sie vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder anbringen.

Die Lüfterflügel im Inneren erreichen Sie mit einem Staubsauger mit schmaler Düse. Saugen Sie die Flügel und den Bereich um den Motor vorsichtig ab. Für festsitzenden Staub hilft ein weicher Pinsel oder ein Pinselaufsatz des Staubsaugers. Vermeiden Sie Wasser im Inneren des Geräts. Der Motor und die Elektronik vertragen keine Feuchtigkeit. Wenn die Flügel stark verklebt sind, wischen Sie sie mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab, das Sie gut ausgewrungen haben. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in den Motor läuft. Bei sehr hartnäckigen Belägen können Sie ein Wattestäbchen mit etwas Reinigungsalkohol verwenden.

Wie oft reinigen?

Eine feste Vorgabe gibt es nicht, aber als Orientierung gilt: Reinigen Sie den Lüfter etwa alle drei bis sechs Monate. In Haushalten mit mehreren Personen, in denen das Bad täglich genutzt wird, oder in Räumen mit viel Staub ist das kürzere Intervall sinnvoll. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt auch daran, dass das Gitter sichtbar staubig ist oder die Abluftleistung nachlässt. Wenn Sie den Lüfter regelmäßig reinigen, bleibt der Aufwand gering, weil sich keine dicken Schichten bilden können.