Ein Duschvorhang hält das Bad trocken, sammelt aber Seifenreste, Hautschuppen und Staub. Ohne regelmäßiges Waschen entstehen daraus Flecken und Schimmel. Das Duschwasser spült den Vorhang nicht sauber. Waschen Sie ihn mehrmals im Jahr in der Waschmaschine und trocknen Sie ihn richtig. Dann bleibt er sauber, glatt und länger brauchbar.

Warum sich Schmutz und Schimmel bilden

Der Duschvorhang schützt vor Spritzwasser und Zugluft, kommt dabei aber ständig mit Schmutz und Keimen in Kontakt. Rückstände von Duschgel und Shampoo bleiben an der Oberfläche haften, und die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad begünstigt Schimmel und Bakterien. Ohne regelmäßige Reinigung setzen sich Ablagerungen fest. Der Vorhang verfärbt sich oder riecht unangenehm. Waschen Sie ihn deshalb mehrmals pro Jahr, also etwa alle zwei bis drei Monate, je nachdem, wie oft Sie duschen.

Pflegeetikett prüfen

Bevor Sie den Vorhang in die Maschine geben, lesen Sie das Pflegeetikett. Die meisten Duschvorhänge bestehen aus Polyester oder PEVA (einer Kunststofffolie), einige aus Baumwolle oder Leinen. Das Etikett nennt die maximale Waschtemperatur und sagt, ob Maschinenwäsche erlaubt ist. Bei PEVA-Vorhängen reicht oft das Abwischen mit einem feuchten Tuch, weil sich das Material bei höheren Temperaturen verformt. Steht auf dem Etikett, dass Maschinenwäsche nicht erlaubt ist, reinigen Sie den Vorhang von Hand mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel.

Das richtige Waschprogramm

Waschen Sie den Vorhang bei niedriger Temperatur im Schonwaschgang. Entfernen Sie vorher alle Metallringe und Haken, denn sie rosten und hinterlassen braune Flecken. Wählen Sie eine kurze Schleuderzeit oder verzichten Sie ganz auf das Schleudern. Legen Sie zwei oder drei saubere Handtücher mit in die Trommel, dann reibt der Vorhang beim Waschen besser an ihnen ab und die Maschine läuft ruhiger. Überladen Sie die Trommel nicht, sonst knittert der Vorhang stark und wird nicht richtig sauber.

Essig und Natron verwenden

Ein mildes Waschmittel reicht für den normalen Schmutz. Bei hartnäckigen Seifenresten oder leichten Verfärbungen geben Sie eine Tasse weißen Essig in das Weichspülerfach, denn Essig löst Kalk und Seifenablagerungen. Auch Natron hilft: Eine halbe Tasse in der Trommel bindet Gerüche. Mischen Sie Essig niemals mit Bleichmittel, und testen Sie die Zugabe bei bunten Vorhängen zuerst an einer unauffälligen Stelle. Essig und Natron reinigen die Oberfläche, beseitigen aber keinen Schimmel, der schon tief im Gewebe sitzt.

Richtig trocknen

Hängen Sie den Vorhang direkt nach dem Waschen wieder an die Stange, ziehen Sie ihn vollständig auseinander und lassen Sie ihn bei geöffneter Tür oder gekipptem Fenster trocknen. So entstehen keine Knitterfalten, und der Vorhang bleibt glatt. Erlaubt das Pflegeetikett den Trockner, können Sie bei niedriger Temperatur trocknen, aber das Trocknen an der Luft ist schonender. Lagern Sie einen feuchten Vorhang niemals zusammengefaltet, denn Feuchtigkeit in den Falten fördert Schimmelbildung.

Wann ein Ersatz sinnvoll ist

Hat der Vorhang starke Schimmelflecken, die auch nach dem Waschen nicht verschwinden, Risse oder einen muffigen Geruch, der nicht abgeht, sollten Sie ihn ersetzen. Waschen holt einen beschädigten Vorhang nicht zurück, und verschimmeltes Gewebe gibt Sporen an die Raumluft ab. Ein neuer Vorhang kostet wenig und ist die bessere Wahl, als immer wieder an einem beschädigten Stück zu arbeiten.