Ein Haushaltshelfer spart Geld, wenn er ein Problem löst, das immer wieder auftritt. Zum Beispiel, wenn er den Warmwasser- oder Stromverbrauch senkt, einen Doppelkauf verhindert oder Ihnen hilft, Küchenaufgaben häufiger selbst zu erledigen.
Zeitersparnis allein senkt die Kosten nicht. Entscheidend sind der Preis, ob der Helfer zu Ihrem Alltag passt und ob Sie bereits etwas für dieselbe Aufgabe besitzen.
Bedarf vor dem Kauf prüfen
Kaufen Sie erst, wenn Sie ein konkretes Problem benennen können: Duschen Sie lange mit viel Warmwasser? Brennt eine Lampe täglich mehrere Stunden? Bleiben Fernseher und Spielkonsole eingeschaltet und verbrauchen Strom, obwohl Sie sie nicht nutzen? Oder erledigen Sie eine bestimmte Küchenarbeit so oft, dass ein passendes Gerät Ihnen den Alltag erleichtern würde?
Schauen Sie danach, was Sie bereits im Haushalt haben. Ein weiterer Mixer, Zerkleinerer oder Spezialaufsatz bringt wenig, wenn ein Gerät im Schrank die Aufgabe bereits übernimmt. Bei Küchengeräten zählen auch Platzbedarf und Reinigung: Ein Helfer, den Sie jedes Mal umständlich hervorholen und säubern müssen, bleibt leichter ungenutzt. Mehr Funktionen lohnen sich nur, wenn Sie sie tatsächlich verwenden.
Wasser und Strom senken
Ein Sparduschkopf lässt weniger Wasser durch und kann so den Warmwasserverbrauch senken. Die Verbraucherzentrale nennt rund 20 Euro als Richtwert für die Anschaffung und ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 50 Prozent beim Warmwasserverbrauch. Das ist keine Garantie für eine Halbierung der gesamten Wasser- oder Energiekosten. Wie lange Sie duschen und welche Temperatur Sie wählen, beeinflusst das Ergebnis. Auch die Art der Warmwasserbereitung spielt eine Rolle.
Achten Sie beim Kauf auf die angegebene Durchflussmenge. Die Verbraucherzentrale empfiehlt weniger als 9 Liter pro Minute; Bezeichnungen wie „Eco“ oder „sparsam“ sagen allein wenig aus. Bei einem hydraulischen Durchlauferhitzer muss der Durchfluss zum Gerät passen. Solche Geräte benötigen oft mindestens 8 Liter pro Minute, deshalb sollten Sie vor dem Kauf die Herstellerangaben prüfen.
Auch der Wechsel zu LED-Lampen kann sich rechnen, wenn eine Lampe lange brennt. In einer Beispielrechnung der Verbraucherzentrale kostet eine täglich vier Stunden genutzte 60-Watt-Glühlampe bei einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde rund 35,20 Euro Stromkosten im Jahr. Eine 6-Watt-LED kommt bei denselben Annahmen auf 3,52 Euro. Die Rechnung gilt für genau diese Leistung, Nutzungsdauer und Strompreis. Tauschen Sie deshalb zuerst häufig genutzte Lampen aus und ersetzen Sie funktionierende Leuchtmittel nicht allein wegen eines pauschalen Sparversprechens.
Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft, mehrere Geräte gemeinsam vollständig vom Netz zu trennen. Das ist etwa bei Fernseher und Receiver oder bei einer Spielekonsole sinnvoll, wenn sie sonst im Bereitschaftsbetrieb bleiben. Wie viel Sie damit sparen, hängt vom tatsächlichen Verbrauch der angeschlossenen Geräte ab. Bei OLED-Fernsehern kann nach dem Ausschalten vorübergehend noch Strom für interne Vorgänge benötigt werden. Beachten Sie dazu die Bedienungsanleitung.
Stromverbrauch vor dem Kauf messen
Ein Strommessgerät zeigt, wie viel Strom ein einzelnes Gerät verbraucht. Damit prüfen Sie vor dem Kauf einer Steckdosenleiste oder dem Austausch eines Geräts, ob sich die Maßnahme lohnt. Verbraucherzentralen verleihen solche Geräte vielerorts. Das Messgerät hilft Ihnen, die Kosten einzuschätzen; selbst spart es keinen Strom.
Berechnen Sie anhand Ihres Strompreises, was der gemessene Verbrauch kostet. So sehen Sie, ob ein Gerät im Bereitschaftsbetrieb relevant ist oder ob sich die erwartete Ersparnis kaum auf die Rechnung auswirkt. Für eine Steckdosenleiste gibt es keine allgemeine Rückzahlungszeit, weil die angeschlossenen Geräte und ihre Nutzung von Haushalt zu Haushalt verschieden sind.
Küchenhelfer passend auswählen
Ein Küchenhelfer ist besonders dann nützlich, wenn er eine häufige Aufgabe erleichtert, die Sie sonst aufschieben oder mit mehreren Geräten erledigen. Backen Sie regelmäßig, kann eine Küchenmaschine passen. Bereiten Sie nur gelegentlich größere Mengen zu, reicht vielleicht ein vorhandenes Gerät. Wie viel Zeit Sie sparen, hängt von Ihrem Haushalt ab.
Schreiben Sie vor dem Kauf auf, welche Aufgabe das Gerät übernehmen soll und wie oft sie anfällt. Vergleichen Sie anschließend den Platzbedarf, die Reinigung und die Kosten für notwendiges Zubehör. Ein günstiges Grundgerät wird teuer, wenn Sie für Ihre tatsächliche Nutzung mehrere Aufsätze dazukaufen müssen. Prüfen Sie auch, ob sich das Gerät reparieren lässt und ob Ersatzteile erhältlich sind. Ein funktionierendes Gerät allein wegen eines effizienteren Modells zu ersetzen, rechnet sich nicht automatisch.
Sparversprechen prüfen
Seien Sie vorsichtig bei Steckdosenprodukten, die den Stromverbrauch des ganzen Haushalts angeblich pauschal senken. Verbraucherzentralen warnen vor sogenannten Stromsparboxen ohne belegten Spareffekt. Eine schaltbare Steckdosenleiste funktioniert anders: Sie trennt angeschlossene Geräte vom Stromnetz, statt den Verbrauch allgemein zu senken.
Für jede Anschaffung hilft eine kurze Prüfung: Welches konkrete Problem löst der Helfer? Wie oft nutzen Sie ihn? Was kostet er einschließlich Zubehör? Gibt es bereits etwas im Haushalt, das dieselbe Aufgabe erfüllt? Bei Wasser- und Stromsparern sollten Sie zusätzlich auf messbare Angaben wie Durchfluss oder Leistung achten.