Wenn am Monatsende wenig Geld übrig bleibt, notieren Sie mit einem Haushaltsplan Ihre regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben. So erkennen Sie, welche Kosten jeden Monat anfallen und welche Ausgaben Sie beeinflussen können.

Der Plan spart nicht automatisch Geld. Mit wenigen Einträgen pro Woche und einem kurzen Monatscheck erkennen Sie, ob Sie etwa bei Lebensmitteln, Mobilität oder Freizeit weniger ausgeben oder Geld für ein Sparziel zurücklegen können.

Budget für den Monat berechnen

Notieren Sie zuerst Ihre regelmäßigen Nettoeinnahmen und festen Kosten, zum Beispiel Miete, Strom, Versicherungen und Abos. Auch Rechnungen, die nur einmal oder zweimal im Jahr anfallen, gehören in die Planung: Addieren Sie den Jahresbetrag und teilen Sie ihn durch zwölf. Diesen Monatsbetrag legen Sie für die Rechnung zurück.

Die Rechnung lautet:

Einnahmen – feste Ausgaben – Rücklagen für unregelmäßige Kosten = Budget für laufende Ausgaben und Sparziele

Davon bezahlen Sie Lebensmittel, Mobilität, Freizeit und andere Ausgaben, deren Höhe sich ändern kann. Wenn Sie einen Wochenrahmen brauchen, teilen Sie dieses Budget grob durch vier. Der Wert bietet eine grobe Orientierung und ergibt keine genaue Aufteilung für jeden Kalendermonat.

Ziehen Sie die veränderlichen Ausgaben vom verfügbaren Budget ab. Den verbleibenden Betrag können Sie für Rücklagen nutzen. Das Ergebnis ist keine Vorgabe für Ihren Haushalt. Wenn nach den notwendigen Ausgaben nichts übrig bleibt, zeigt der Plan diese Grenze ebenfalls klar.

Jede Woche kurz prüfen

Legen Sie einen festen Wochentag fest, an dem Sie Belege und Kontoausgaben durchsehen. Sortieren Sie die Ausgaben nach wenigen Kategorien, etwa Lebensmittel, Mobilität und Freizeit. So sehen Sie, welche Ausgaben den Wochenrahmen bereits beansprucht haben.

Eine kurze Wochenroutine kann so aussehen:

  • Belege und Kartenzahlungen den passenden Kategorien zuordnen.
  • Vor dem Einkauf Vorräte und anstehende Termine prüfen.
  • Nach dem Einkauf den Kassenbon ansehen und auffällige Ausgaben notieren.

Tragen Sie auch kleine Barzahlungen ein. Sonst fehlt ein Teil der Ausgaben, und der Vergleich mit Ihrem Budget wird ungenau. Sie brauchen dafür kein aufwendiges System: Ein Heft, eine Tabelle oder eine Haushaltsbuch-App reicht, wenn Sie die Einträge regelmäßig pflegen.

Einkäufe für die Woche planen

Bevor Sie den Speiseplan erstellen, prüfen Sie, was bereits im Kühlschrank und Vorratsschrank liegt und bald verbraucht werden sollte. Legen Sie anschließend grob fest, welche Mahlzeiten Sie zubereiten möchten. Schreiben Sie nur die fehlenden Zutaten auf die Einkaufsliste und planen Sie Mengen passend zur Zahl der Personen.

Verwenden Sie die Liste beim Einkauf als Orientierung. Ein Angebot lohnt sich für Ihren Haushalt nur, wenn Sie das Produkt tatsächlich brauchen und aufbrauchen. Dasselbe gilt für Großpackungen: Ein niedrigerer Preis pro Menge hilft nicht, wenn ein Teil davon verdirbt oder ungenutzt bleibt. Planen Sie Reste für eine weitere Mahlzeit ein und kaufen Sie frische Lebensmittel so, dass Sie sie rechtzeitig verbrauchen.

Ein geplanter größerer Einkauf kann spontane Besorgungen verringern und ist laut Verbraucherzentrale meist günstiger als viele kleine Einkäufe. Das hängt aber vom Bedarf und den Einkaufsgewohnheiten ab. Kontrollieren Sie anschließend kurz den Kassenbon. So sehen Sie, ob Sie im geplanten Rahmen geblieben sind.

Monatsausgaben mit dem Budget vergleichen

Vergleichen Sie zum Monatsende Ihre tatsächlichen Ausgaben mit den geplanten Beträgen. Prüfen Sie, welche Kategorien regelmäßig über dem Budget liegen und wo Geld übrig blieb. Passen Sie für den nächsten Monat eine konkrete Kategorie an, statt den gesamten Plan auf einmal umzubauen.

Wenn nach den notwendigen Ausgaben Geld frei bleibt, legen Sie fest, ob es in eine Rücklage oder ein bestimmtes Sparziel fließt. Halten Sie auch fest, wenn eine unerwartete Rechnung den Plan verändert hat. So können Sie im nächsten Monat eine passende Rücklage einplanen, statt dieselbe Ausgabe als Überraschung zu behandeln.