Putz-Hacks sind einfache Methoden mit Alltagsmaterialien, die das Putzen schneller, einfacher oder gründlicher machen. Die folgenden zehn Methoden haben sich bewährt: Sie sind nicht neu, sparen aber Zeit und Geld. Testen Sie jede neue Methode an empfindlichen Oberflächen zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Duschkopf mit Essig entkalken
Ein verkalkter Duschkopf verteilt das Wasser ungleichmäßig und verliert an Druck. Sie entkalken ihn, ohne ihn abzuschrauben: Füllen Sie einen Gefrierbeutel zur Hälfte mit Haushaltsessig, stülpen Sie ihn über den Duschkopf, sodass die Düsen im Essig liegen, und befestigen Sie ihn mit einem Gummiband. Lassen Sie das Ganze über Nacht einwirken. Am Morgen nehmen Sie den Beutel ab und spülen den Duschkopf mit klarem Wasser. Bei starkem Kalk wiederholen Sie die Prozedur. Bei verchromten oder empfindlich beschichteten Armaturen prüfen Sie vorher, ob Essig die Oberfläche angreift; im Zweifel verdünnen Sie den Essig mit Wasser im Verhältnis eins zu eins.
Musik beim Putzen
Wer beim Putzen Musik hört, findet die Arbeit weniger anstrengend und bleibt länger dabei. Ein gleichmäßiger Rhythmus gibt den Bewegungen einen Takt und lenkt die Aufmerksamkeit von der eintönigen Arbeit ab. Legen Sie eine Playlist mit Liedern an, die Sie gut kennen und die ein flottes Tempo haben. Sie können sich auch eine Zeitvorgabe machen: Zwei oder drei Lieder für die Küche, zwei für das Bad. So behalten Sie den Überblick, ohne auf die Uhr zu schauen.
Backpulver für Matratzen und Polster
Matratzen und Polstermöbel nehmen Schweiß und Gerüche auf, lassen sich aber nicht einfach in die Waschmaschine stecken. Streuen Sie eine dünne Schicht Natron oder Backpulver auf die Fläche und lassen Sie sie mehrere Stunden, am besten über Nacht, einwirken. Danach saugen Sie das Pulver gründlich mit dem Staubsauger ab. Das Pulver bindet Feuchtigkeit und neutralisiert Gerüche. Für einen frischen Duft können Sie dem Pulver vor dem Aufstreuen ein paar Tropfen ätherisches Öl untermischen. Bei Flecken hilft diese Methode nicht; dafür brauchen Sie eine gezielte Fleckbehandlung.
Mikrowelle mit Zitrone reinigen
Eingetrocknete Speisereste in der Mikrowelle lassen sich schwer abwischen. Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser und dem Saft einer halben Zitrone hinein und erhitzen Sie sie für zwei bis drei Minuten bei hoher Leistung, bis das Wasser kocht und Dampf entsteht. Lassen Sie die Mikrowelle danach noch fünf Minuten geschlossen, damit der Dampf die Rückstände aufweicht. Danach wischen Sie die Innenwände mit einem feuchten Tuch aus. Der Zitronendampf löst den Schmutz und neutralisiert gleichzeitig Gerüche. Achten Sie darauf, dass die Schüssel mikrowellengeeignet ist und nicht überläuft.
Abfluss mit Natron und Essig reinigen
Ein langsam ablaufender Abfluss entsteht oft durch Fett- und Seifenreste, die sich an den Rohrwänden ablagern. Geben Sie eine halbe Tasse Natron direkt in den Abfluss und gießen Sie danach eine halbe Tasse Essig darüber. Es schäumt kurz auf und löst die Ablagerungen an. Lassen Sie die Mischung einige Minuten einwirken und spülen Sie anschließend mit heißem Wasser nach. Diese Methode ist schonender als chemische Abflussreiniger und eignet sich für die regelmäßige Pflege. Bei einem komplett verstopften Abfluss hilft sie nicht; dann brauchen Sie eine Rohrspirale oder den Klempner.
Backofen mit Backpulver-Paste reinigen
Verkrustete Rückstände im Backofen lassen sich mit einer Paste aus Backpulver und Wasser lösen. Mischen Sie die beiden Zutaten zu einer dickflüssigen Paste und streichen Sie sie auf die verschmutzten Stellen. Lassen Sie die Paste über Nacht einwirken. Am nächsten Tag wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab; hartnäckige Reste lösen sich mit einem Schwamm. Wichtig: Ziehen Sie Handschuhe an und spülen Sie die Flächen gründlich nach, damit keine Pulverreste zurückbleiben. Bei selbstreinigenden Backöfen mit Pyrolyse-Funktion ist diese Methode überflüssig, weil der Ofen die Rückstände selbst verbrennt.
Kalkflecken mit Zitronensäure entfernen
Kalkflecken auf Wasserhähnen und Duschkabinen entstehen durch hartes Wasser. Zitronensäure in Pulverform löst sie zuverlässig. Lösen Sie einen Esslöffel Zitronensäure in einem Liter warmem Wasser auf und wischen Sie die betroffenen Stellen mit einem Tuch ab. Nach kurzer Einwirkzeit spülen Sie mit klarem Wasser nach. Zitronensäure ist aggressiver als Essig und greift empfindliche Oberflächen wie Naturstein oder unbeschichtetes Aluminium an. Verwenden Sie sie deshalb nur auf Glas, Edelstahl und Keramik und testen Sie die Lösung zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Staubsaugerdüse mit Kamm reinigen
Haare und Fäden wickeln sich um die Bürstenwalze des Staubsaugers, und die Saugleistung lässt nach. Ein grober Kamm, etwa ein alter Haarkamm oder eine spezielle Reinigungsbürste, entfernt die Verwicklungen schneller als die Finger. Führen Sie den Kamm zwischen den Borsten entlang und ziehen Sie die Haare heraus. Bei vielen Staubsaugern lässt sich die Walze auch herausnehmen und unter fließendem Wasser abspülen. Prüfen Sie vorher in der Anleitung, ob Ihre Walze dafür geeignet ist. Reinigen Sie die Walze regelmäßig, etwa einmal im Monat, damit der Staubsauger seine volle Leistung behält.
Spülmaschine mit Essig entkalken
Auch die Spülmaschine braucht Pflege, sonst setzen sich Kalk und Fett in den Leitungen ab. Stellen Sie eine Tasse mit Haushaltsessig aufrecht in den oberen Korb und lassen Sie einen leeren Spülgang bei hoher Temperatur laufen. Der Essig entkalkt die Leitungen und löst Fettreste. Führen Sie diese Behandlung etwa alle zwei Monate durch. Bei Maschinen mit einem sehr empfindlichen Innenraum aus Aluminium oder unbeschichtetem Metall kann Essig Schäden verursachen; in diesem Fall verwenden Sie ein handelsübliches Maschinenpflegemittel. Ein zusätzlicher Spülgang mit einem Spülmaschinenreiniger im Spülmittelfach entfernt hartnäckige Fettablagerungen.
Fenster mit Zeitungspapier polieren
Fenster und Spiegel werden streifenfrei, wenn Sie sie nach dem Wischen mit zerknülltem Zeitungspapier trockenreiben. Das Papier saugt die Feuchtigkeit auf und hinterlässt keine Fusseln wie manche Tücher. Wischen Sie das Glas zuerst mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel oder Glasreiniger, dann polieren Sie mit dem Zeitungspapier nach. Achten Sie darauf, dass das Papier nicht zu nass wird, sonst zerfällt es. Bei beschichteten Gläsern, etwa mit einer Schutzschicht gegen Schmutz, kann das Papier die Beschichtung angreifen; hier verwenden Sie besser ein Mikrofasertuch.