Nach dem Mixen bleiben fast immer Rückstände am Boden des Behälters. Sie setzen sich unter den Klingen und an der Dichtung ab. Ein kurzes Ausspülen löst sie nicht zuverlässig. Der Messerblock ist das Unterteil mit den scharfen Klingen. Die Dichtung ist der weiche Ring aus Silikon oder Gummi zwischen Behälter und Messerblock. Sie verhindert, dass Flüssigkeit in den Motor läuft.

Ohne regelmäßige Reinigung trocknen die Reste an. Der Behälter riecht dann muffig, und die Dichtung wird undicht. Die Lösung ist eine einfache Routine: Spülen Sie den Behälter nach jedem Gebrauch aus, schrauben Sie den Messerblock ab, wenn das Modell es zulässt, und säubern Sie Dichtung und Gewinde mit weichen Hilfsmitteln. Dafür reichen warmes Wasser, Spülmittel, ein weiches Tuch, eine Flaschenbürste und bei Bedarf eine alte, weiche Zahnbürste.

Warum der Behälterboden schwer sauber wird

Beim Mixen erzeugen die Klingen einen Sog. Der zieht einen Teil der Flüssigkeit unter die Klingen und in das Gewinde am Behälterboden. Der schmale Spalt zwischen Messerblock und Behälter ist mit einem Schwamm nicht zu erreichen. Die Unterseite der Klingen bleibt unsichtbar, weil der Behälter nach unten eng wird. Bleibt die Stelle feucht, entsteht nach einigen Tagen ein muffiger Geruch. Trocknen die Reste ein, lassen sie sich nur mit Druck lösen.

Die Dichtung nimmt dabei Fett und winzige Partikel auf. Ist die Dichtung verklebt, schließt sie schlechter, und Flüssigkeit tritt am Boden aus. Regelmäßige Reinigung hält den Behälter hygienisch sauber und erhält Leistung und Lebensdauer des Mixers.

Ausstecken, zerlegen, vorspülen

Ziehen Sie vor jeder Reinigung den Netzstecker. Die Klingen im Messerblock sind scharf, und ein Mixer, der versehentlich startet, richtet mehr Schaden an, als man abfangen kann. Fassen Sie den Messerblock nur am Kunststoffgehäuse an, nie an den Klingen. Den Sockel mit dem Motor und das Netzkabel reinigen Sie nur mit einem leicht feuchten Tuch und trocknen beides danach ab. Hersteller wie KitchenAid weisen darauf hin, Sockel und Netzkabel niemals ins Wasser zu legen.

Spülen Sie den Behälter direkt nach dem Gebrauch vor. Füllen Sie lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel hinein und lassen Sie den Mixer kurz laufen. Das löst Rückstände, bevor sie antrocknen. Bei sehr fettigen Inhalten lassen Sie den Behälter einige Minuten mit Spülwasser stehen, bevor Sie weiterarbeiten.

Ob Sie den Messerblock abnehmen können, hängt vom Modell ab. Bei den meisten Standmixern lässt sich der gesamte Boden gegen den Uhrzeigersinn abschrauben. Bei manchen Modellen müssen Sie zusätzlich eine Kunststoffmutter lösen. Folgen Sie in dem Fall der Anleitung des Herstellers. Wenn der Messerblock fest verbaut ist, verzichten Sie auf die Demontage und arbeiten stattdessen mit der Flaschenbürste.

Messerblock reinigen und trocknen

Halten Sie den abgeschraubten Messerblock unter fließendes warmes Wasser und spülen Sie die Klingen von beiden Seiten ab. Für Rückstände direkt am Klingenansatz eignet sich die Flaschenbürste, weil sie auch die Unterseite erreicht. Den Gewindegang am Behälter und am Messerblock säubern Sie mit einer weichen Zahnbürste oder einem Wattestäbchen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Mitte des Messerblocks läuft, wo die Welle zum Motor führt. Dort sitzt ein Lager, das von innen nicht getrocknet werden kann. Wischen Sie diese Unterseite mit einem feuchten Tuch ab, statt sie unter den Wasserstrahl zu halten.

Bei Modellen mit fest verbautem Messerblock bleibt der untere Rand erreichbar. Kippen Sie den Behälter über dem Spülbecken, geben Sie etwas Spülwasser hinein und bürsten Sie den Bereich rund um die Klingen aus. Anschließend spülen Sie den Boden von außen ab.

Der Messerblock gehört nur dann in die Spülmaschine, wenn die Anleitung es ausdrücklich erlaubt. Die hohe Temperatur und der Wasserdruck können das Lagerfett auswaschen und die Dichtung angreifen. Im Zweifel spülen Sie von Hand. Trocknen Sie Messerblock, Behälter und Dichtung gut ab, bevor Sie den Mixer wieder zusammensetzen. Feuchte Dichtungen entwickeln schnell muffige Gerüche.

Dichtung prüfen und bei Schäden ersetzen

Bei vielen Modellen lässt sich der Dichtungsring mit den Fingern aus dem Messerblock oder dem Behälter herausziehen. Nutzen Sie dafür kein Messer und keinen Schraubendreher. Die Kante der Nut wird dabei leicht beschädigt. Reinigen Sie den Ring in warmem Spülwasser und prüfen Sie ihn dabei. Ein intakter Ring ist gleichmäßig elastisch und hat keine Risse. Flache Stellen, Risse oder eine poröse, steife Oberfläche bedeuten, dass der Ring ausgetauscht werden sollte, auch wenn er noch nicht tropft.

Ersatzringe bestellen Sie über den Hersteller oder den Ersatzteilservice. Bestellen Sie sie passend zur Modellnummer Ihres Mixers. Beim Wiedereinsetzen achten Sie darauf, dass der Ring flach und ohne Verdrehungen in der Nut liegt. Wenn er schief oder gequetscht sitzt, läuft Flüssigkeit seitlich aus, obwohl der Ring selbst in Ordnung ist. Ziehen Sie den Messerblock anschließend handfest an, nicht mit Gewalt. Prüfen Sie den Sitz mit etwas Wasser im Behälter. Tropft nichts, ist der Zusammenbau dicht.

Hausmittel gegen Ablagerungen und Gerüche

Für hartnäckige Verschmutzungen brauchen Sie keine Spezialreiniger. Hersteller wie Bosch nennen vier einfache Hausmittel: Zitronenschale gegen Gerüche, Speiseöl gegen Verfärbungen, Essig gegen Kalk und Backpulver gegen hartnäckigen Schmutz.

Gegen Kalk füllen Sie den Behälter mit Wasser und etwas Essig. Lassen Sie die Mischung einige Minuten stehen oder mixen Sie kurz durch, und spülen Sie gründlich nach. Backpulver verrühren Sie mit etwas Wasser zu einer Paste und reiben damit eingetrocknete Stellen ein. Eine Zitronenschale mit etwas Wasser kurz gemixt vertreibt Gerüche. Verfärbte Kunststoffteile polieren Sie mit einem Tropfen Speiseöl auf einem weichen Tuch. Danach nehmen Sie das Öl mit einem trockenen Tuch ab.

Nehmen Sie keine Scheuerschwämme und keine abrasiven Reiniger. KitchenAid warnt davor, weil diese die Kunststoffoberflächen zerkratzen. Nach jeder Behandlung mit Essig oder Backpulver spülen Sie Behälter und Messerblock gründlich mit klarem Wasser aus, damit keine Rückstände in das nächste Mixgut gelangen.