Die meisten Haushalte haben mehr Reinigungsmittel im Schrank, als sie verbrauchen. Ofen-Spray, Spezialreiniger, Glasreiniger, Polstermousse und Allzweckreiniger füllen den Putzschrank. Für die meisten Aufgaben reichen aber wenige Grundprodukte.

Beim Entkalken von Wasserkocher oder Kaffeemaschine, beim Trocknen von Geräten und bei der Lagerung von Reinigungsmitteln tauchen immer dieselben Fragen auf. Die Antworten hängen stark vom Material und Gerätetyp ab. Manche schnelle Lösung schadet mehr, als sie nützt.

Welche Reinigungsmittel Sie brauchen

Ein gut sortierter Vorrat besteht aus nur vier bis fünf Produkten: Allzweckreiniger für Oberflächen, Spülmittel für Fett und Geschirr, Scheuermittel für hartnäckige Verschmutzungen, Glasreiniger für Fenster und Spiegel und Entkalker für Geräte mit Wasserführung. Spezialreiniger für jeden einzelnen Untergrund sind meist überflüssig, weil die Grundprodukte die Arbeit ebenfalls erledigen.

Beim Fensterputzen reicht ein Gemisch aus warmem Wasser und einem Spritzer Spülmittel. Tragen Sie die Lösung mit einem Mikrofasertuch auf und ziehen Sie sie mit einem Abzieher ab. Wichtig ist, das Tuch nicht zu nass zu machen und nach jedem Zug die Gummilippe abzuwischen. So bleiben keine Schlieren zurück.

Bei eingebrannten Speiseresten auf dem Herd weichen Sie die Stelle zunächst mit warmem Wasser ein. Danach löst ein Scheuerschwamm oder ein Ceranfeldschaber den Rest. Aggressive Ofenreiniger greifen die Beschichtung an. Sie sind nur für stark verschmutzte Backöfen nötig. Auf Ceranfeldern verzichten Sie auf Scheuermittel, weil sie Mikrokratzer hinterlassen. In diesen setzt sich später Schmutz fest.

Kalk schonend entfernen

Kalk entsteht, wenn Sie hartes Wasser erhitzen. Die gelösten Mineralien bleiben dann als weiße Ablagerungen zurück. In Wasserkocher, Kaffeemaschine, Bügeleisen und Armaturen setzt sich der Kalk mit der Zeit fest und verringert die Leistung. Am schonendsten entfernen Sie ihn mit Zitronensäure oder Essigessenz, verdünnt mit Wasser.

Für den Wasserkocher füllen Sie eine Mischung aus einem Teil Essigessenz und zwei Teilen Wasser bis zur Markierung und kochen sie auf. Lassen Sie die Lösung etwa eine halbe Stunde einwirken. Dann schütten Sie sie aus und spülen den Kocher zweimal mit klarem Wasser aus. Gründliches Nachspülen ist wichtig, denn Essigreste verändern den Geschmack des nächsten Wassers.

Kaffeemaschinen entkalken Sie am besten mit einem handelsüblichen Entkalker, der für das Gerät freigegeben ist. Hausmittel wie Essig können Dichtungen und Schläuche angreifen. Führen Sie den Entkalkungsdurchlauf ohne Kaffeepulver durch. Spülen Sie anschließend zwei- bis dreimal mit klarem Wasser, bis kein Entkalkergeruch mehr wahrnehmbar ist. Wie oft die Maschine entkalkt werden muss, steht in der Bedienungsanleitung. Bei täglicher Nutzung sind das meist alle zwei bis drei Monate.

Bei empfindlichen Materialien ist Vorsicht nötig, denn Zitronensäure und Essig greifen Naturstein, Aluminium und manche Emaille-Oberflächen an. Für Armaturen aus verchromtem Metall verwenden Sie besser einen milden Kalklöser aus dem Handel. Sie können die Stelle auch mit einer halben Zitrone einreiben und gründlich nachspülen. Bei Natursteinwaschbecken meiden Sie säurehaltige Mittel ganz, weil sie die Oberfläche anätzen.

Geräte richtig trocknen und lagern

Nach der Reinigung müssen Geräte vollständig trocken sein, bevor Sie sie wegräumen. Restfeuchtigkeit in geschlossenen Schränken führt zu Schimmel und unangenehmen Gerüchen. Gespülte Teile wie Siebträger, Dampfgarer-Einsätze oder Mixerbehälter stellen Sie auf ein Abtropfgitter und lassen sie an der Luft trocknen. Tücher und Schwämme hängen Sie so auf, dass sie von beiden Seiten belüftet werden.

Reinigungsmittel lagern Sie kühl, trocken und außerhalb der Reichweite von Kindern. Ein Schrank unter der Spüle ist nicht ideal, weil durch die Nähe zu Wasserleitungen dort Feuchtigkeit eindringen kann. Besser geeignet ist ein höher gelegener Schrank oder eine verschließbare Box. Verschließen Sie die Originalverpackungen dicht, damit keine Dämpfe entweichen und sich keine Kristalle bilden.

Bei elektrischen Geräten wie Staubsaugern oder Dampfbügeleisen sollten Sie das Wasser aus dem Tank ablassen, wenn Sie die Geräte längere Zeit nicht benutzen. Stehendes Wasser fördert Kalkablagerungen und Bakterienwachstum. Das Bügeleisen entleeren Sie nach dem Gebrauch, sobald es abgekühlt ist, und stellen es aufrecht hin. So läuft keine Restfeuchtigkeit auf die Bügelsohle.

Waschmaschine und Trockner richtig pflegen

Fast alle Waschmaschinen waschen die Wäsche sauber. Sie unterscheiden sich bei Strom- und Wasserverbrauch und bei der Lebensdauer. Damit die Maschine dauerhaft zuverlässig arbeitet, lassen Sie die Tür nach jedem Waschgang offen, sodass die Trommel trocknen kann. Die Gummidichtung wischen Sie regelmäßig mit einem trockenen Tuch aus. Dort sammeln sich Restwasser und Flusen, die mit der Zeit muffig riechen.

Die Waschmittelschublade ziehen Sie gelegentlich heraus und spülen sie unter fließendem Wasser ab. Rückstände von Weichspüler und Waschmittel verkleben die Schublade und können zu Dosierfehlern führen. Einmal im Monat können Sie einen Leerlauf bei hoher Temperatur mit einem Maschinenreiniger durchführen. Dabei lösen Sie Fett- und Kalkablagerungen in den Leitungen.

Bei Wäschetrocknern gilt seit Juli 2025 ein neues Energielabel, das die Effizienz anders bewertet als zuvor. Wenn Sie einen älteren Trockner ersetzen möchten, lohnt ein Blick auf die neuen Kennzeichnungen. Über die Lebensdauer unterscheiden sich die Stromkosten deutlich. Reinigen Sie nach jedem Trocknungsgang das Flusensieb. Ein verstopftes Sieb verlängert die Trockenzeit und erhöht den Verbrauch. Bei Wärmepumpentrocknern müssen Sie außerdem den Kondensator und den Wärmetauscher regelmäßig von Flusen befreien. Sonst sinkt die Leistung spürbar.

Wann sich ein Neukauf lohnt

Eine Umfrage unter vielen Haushalten zeigt: Die Zufriedenheit mit großen Haushaltsgeräten hängt stark von der Marke ab. Besitzer von Geräten der Marken AEG oder Bauknecht meldeten überdurchschnittlich häufig Störungen. Wenn Ihr Gerät schon mehrfach repariert werden musste und die Ersatzteile teuer sind, kann sich ein Austausch eher rechnen als eine weitere Reparatur.

Vergleichen Sie bei der Neuanschaffung nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch den Energieverbrauch. Gerade bei Waschmaschinen und Trocknern zeigen sich Effizienzunterschiede über zehn Jahre hinweg in der Stromrechnung. Prüfen Sie außerdem, ob das Gerät zu Ihrem Haushalt passt. Eine zu kleine Waschmaschine führt zu mehr Waschgängen. Eine zu große verbraucht bei Teilladungen unnötig Wasser und Strom.