Wer wenig Zeit hat, will den Putzaufwand klein halten. Fünf einfache Routinen ohne Spezialgeräte funktionieren im normalen Haushalt und halten das Zuhause sauber, ohne viel Zeit zu kosten. Eine perfekte Blitzblank-Optik ist dafür nicht nötig.

Mit der Pomodoro-Technik in kurzen Einheiten putzen

Die größte Hürde beim Putzen ist oft der Anfang. Die Pomodoro-Technik, ursprünglich eine Lernmethode, hilft, diese Hürde zu überwinden. Sie teilt die Arbeit in kurze, klar begrenzte Zeiteinheiten. Nach jeder Einheit folgt eine fünfminütige Pause. Fürs Putzen bedeutet das: Sie stellen einen Timer auf eine Zeiteinheit und reinigen in dieser Zeit nur einen Raum oder einen abgegrenzten Bereich, etwa die Küchenarbeitsplatte oder das Bad. Nach der Pause folgt die nächste Einheit.

Die klare Zeitgrenze nimmt den Druck: Sie wissen genau, wann die Einheit endet, und müssen sich nicht durch eine lange Putzaktion ohne festes Ende quälen. Nach zwei oder drei Einheiten haben Sie sichtbar mehr Ordnung geschaffen, ohne sich überfordert zu fühlen. Die Methode eignet sich besonders für Tage, an denen die Motivation fehlt. Wer lieber durcharbeitet, kann die Pausen weglassen und einfach weiterputzen.

Die Klobürste gleich mitreinigen

Die Toilettenbürste gehört zu den unangenehmsten Reinigungsutensilien, weil sie nach dem Gebrauch oft verschmutzt in der Halterung steht. Ein einfacher Trick spart den zusätzlichen Reinigungsschritt: Stellen Sie die Bürste nach der Toilettenreinigung in die Schüssel, während Sie mit Natron oder Essig arbeiten. Das Reinigungsmittel, das Sie ohnehin für die Toilette verwenden, löst dabei auch den Schmutz an der Bürste. Nach kurzer Einwirkzeit spülen Sie die Bürste mit der Toilettenspülung ab und stellen sie sauber zurück.

Voraussetzung ist, dass Sie die Toilette ohnehin mit Natron oder Essig reinigen. Wer handelsübliche Reiniger mit Chlor oder anderen aggressiven Zusätzen verwendet, sollte die Bürste nicht dauerhaft in der Schüssel liegen lassen, da die Chemikalien das Material angreifen können. Bei der Natron-oder-Essig-Variante ist die Bürste nach dem Spülen hygienisch sauber, und Sie sparen sich das separate Reinigen der Bürste.

Zimmerpflanzen vom Regen reinigen lassen

Staub setzt sich auf den Blättern von Zimmerpflanzen ab, sieht unschön aus und stört außerdem die Photosynthese. Sie müssen die Blätter dann nicht einzeln abwischen: Stellen Sie die Pflanzen bei einem warmen Sommerregen nach draußen. Ein Platz auf dem Balkon oder der Terrasse genügt, und der Regen wäscht den Staub von den Blättern. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit und das natürliche Regenwasser tun den Pflanzen zusätzlich gut, denn Regenwasser enthält weniger Kalk als Leitungswasser.

Das Abstellen im Regen setzt einen Balkon oder eine Terrasse sowie passendes Wetter voraus. Wer beides nicht hat, kann die Pflanzen alternativ unter der Dusche mit lauwarmem Wasser abbrausen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nach dem Regen nicht in der prallen Mittagssonne stehen, denn Wassertropfen auf den Blättern wirken wie Brenngläser und können die Blätter verbrennen. Stellen Sie die Pflanzen am besten an einen schattigen oder halbschattigen Platz.

Putzplan in drei Zyklen

Statt jeden Tag alles zu putzen, konzentriert sich ein effektiver Putzplan auf die sogenannten Hotspots: Küche, Bad oder Toilette, Schlafzimmer und Wohnzimmer. Diese Bereiche putzen Sie in drei Zyklen. Die tägliche Sichtreinigung beseitigt nur, was sofort ins Auge fällt, etwa Krümel auf der Arbeitsplatte, die benutzte Kaffeetasse oder das Handtuch im Bad. Die wöchentliche Unterhaltsreinigung kümmert sich um die gröberen Aufgaben wie Staubsaugen, Wischen und das Reinigen von Waschbecken und Toilette. Die monatliche Grundreinigung übernimmt dann die Details, die seltener geputzt werden, etwa Fensterbänke, Schränke oder den Bereich hinter der Toilette.

Der feste Rhythmus des Putzplans sorgt für eine klare Aufgabenverteilung und nimmt Ihnen die tägliche Entscheidung ab, was zu tun ist. Die tägliche Sichtreinigung hält die Wohnung einigermaßen sauber und kostet wenig Zeit. Die wöchentliche und monatliche Reinigung verhindert, dass sich hartnäckiger Schmutz ansammelt, der sich später nur mit großem Aufwand entfernen lässt. Ein schriftlicher Plan, etwa auf dem Kühlschrank, hilft, den Überblick zu behalten.

Reinigungsmittel griffbereit lagern

Viel Zeit geht beim Putzen verloren, wenn Sie erst nach den passenden Reinigungsmitteln suchen. Wer für jeden Bereich einen kleinen Vorrat an Ort und Stelle hat, spart sich den Weg durch die Wohnung. Im Bad liegt ein Allzweckreiniger mit Mikrofasertuch griffbereit. In der Küche stehen Spülmittel und Schwamm, im Flur liegt ein Staubtuch. So beginnen Sie sofort mit der Reinigung, sobald Sie den Raum betreten, und müssen nicht erst in den Abstellraum gehen.

Kleine Vorräte pro Raum sparen unnötige Wege, besonders in Wohnungen mit mehreren Räumen. Entscheidend ist, dass die Vorräte klein und übersichtlich bleiben, damit sie nicht selbst zum Ordnungsproblem werden. Ein kleines Tablett oder eine Box pro Raum hält die Utensilien zusammen und lässt sich bei Bedarf schnell nachfüllen. Wer sparsam sein möchte, kauft die Reiniger in Nachfüllpackungen und füllt die kleinen Behälter in jedem Raum wieder auf.