Weiße T-Shirts, Bettwäsche und Handtücher bekommen nach einigen Wäschen einen grauen Film. Waschmittelreste, Schmutzpartikel und Kalk lagern sich auf den Fasern ab. Hauptursache ist falsche Pflege: das falsche Waschmittel oder eine falsche Dosierung.
Wer weiße Wäsche getrennt wäscht, ein Pulver-Vollwaschmittel verwendet und die Waschmittelmenge an Wasserhärte und Trommelfüllung anpasst, verhindert den Grauschleier.
Weiße Wäsche getrennt waschen
Der erste Schritt gegen den Grauschleier: Sortieren Sie die Wäsche vor dem Waschgang. Weiße Wäsche gehört ausschließlich zu weißer Wäsche in die Trommel. Bunte oder dunkle Textilien geben beim Waschen Farbstoffe ab. Diese setzen sich auf den hellen Fasern ab und lassen sie mit der Zeit grau oder stumpf erscheinen. Lassen Sie neue, stark färbende Kleidungsstücke die ersten Wäschen allein laufen.
Stark verschmutzte oder ölige Wäsche, etwa Arbeitskleidung oder Handtücher mit Make-up-Resten, waschen Sie separat. Die Schmutzpartikel lösen sich sonst im Wasser und lagern sich auf den weißen Textilien wieder ab. Sortieren Sie die Wäsche nach Verschmutzungsgrad. So verhindern Sie, dass Schmutz von einer Ladung auf die nächste übergeht.
Pulver statt Flüssigwaschmittel
Für weiße Wäsche ist pulverförmiges Vollwaschmittel die richtige Wahl. Das Pulver enthält Bleichmittel, optische Aufheller und Vergrauungsinhibitoren, die den Weißgrad erhalten. Optische Aufheller lagern sich auf den Fasern ab und reflektieren das Licht, wodurch die Wäsche heller wirkt. Die Bleichmittel lösen organische Flecken, die sich sonst als Grauschleier auf den Fasern absetzen.
Flüssigwaschmittel und Gelkissen enthalten diese Bestandteile nicht oder nur in geringer Menge. Sie waschen weiße Wäsche schlechter und lassen sie schneller vergrauen. Verwenden Sie für weiße Wäsche, die bei 60 bis 90 Grad gewaschen wird, immer ein Vollwaschmittelpulver. Colorwaschmittel sind für helle Wäsche ungeeignet, weil ihnen die optischen Aufheller und Bleichmittel fehlen.
Dosierung nach Wasserhärte
Die Waschmittelmenge hängt von der Wasserhärte ab. Hartes Wasser enthält mehr Kalk, der die Waschwirkung beeinträchtigt. Deshalb braucht hartes Wasser mehr Waschmittel, weiches Wasser weniger. Die Dosiertabelle auf der Verpackung nennt die passende Menge für weiches, mittleres und hartes Wasser.
Die Wasserhärte Ihres Wohnorts erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger oder auf der Jahresabrechnung. In Deutschland wird sie in Grad deutscher Härte angegeben. Wenn Sie die Härte kennen, orientieren Sie sich an der entsprechenden Spalte der Dosiertabelle. Wer die Wasserhärte ignoriert und immer gleich dosiert, bekommt bei hartem Wasser einen Grauschleier durch zu wenig Waschmittel. Bei weichem Wasser entstehen Rückstände durch zu viel.
Trommelfüllung bestimmt die Menge
Die Dosierangaben auf der Verpackung gelten für eine voll beladene Trommel. Ist die Trommel nur halb gefüllt, braucht die Ladung entsprechend weniger Waschmittel, bei einer halben Ladung etwa die Hälfte der Menge. Mehr Waschmittel als nötig wäscht nicht besser. Überschüssiges Waschmittel setzt sich auf den Fasern ab, bildet einen Grauschleier und reizt empfindliche Haut. Zudem belasten die Rückstände die Waschmaschine und die Umwelt.
Auf aggressive Bleichmittel verzichten
Bei hartnäckigem Grauschleier verwenden viele Chlorbleiche oder starke Sauerstoffbleichen. Für empfindliche Textilien wie Wolle, Seide oder Elastan sind diese Mittel ungeeignet. Sie greifen die Fasern an, machen sie brüchig und zerstören die Elastizität. Prüfen Sie vor jeder Behandlung das Pflegeetikett und verwenden Sie milde Methoden.
Ein schonender Weg: Waschen Sie die Wäsche zusätzlich mit Vollwaschmittelpulver bei der höchsten für das Textil zulässigen Temperatur. Bei empfindlichen Stoffen weichen Sie die Wäsche vor dem Waschen in lauwarmem Wasser mit etwas Vollwaschmittel ein. Verzichten Sie bei weißen Textilien grundsätzlich auf Chlorbleiche, wenn das Pflegeetikett sie nicht ausdrücklich erlaubt.