Bei jedem Trocknungsgang bleiben Flusen, Staub und Faserreste im Gerät zurück. Bleiben sie liegen, staut sich die Wärme. Die Trocknungszeit verlängert sich, und die Flusen können sich entzünden. Regelmäßiges Reinigen von Flusensieb, Kondensator und Lüftungsschlitzen hält den Trockner sicher und senkt den Stromverbrauch, weil die warme Luft ungehindert zirkuliert.

Das Flusensieb nach jeder Trocknung leeren, den Kondensator je nach Nutzung ein- bis zweimal im Jahr reinigen.

Warum Flusen und Staub zur Brandgefahr werden

Ein Trockner arbeitet mit hoher Wärme und feuchter Luft. Flusen und Staub, die sich über Monate oder Jahre ansammeln, sind brennbar. Kommt zusätzlich ein Defekt an der Elektrik oder ein Hitzestau dazu, können sich die Rückstände entzünden. Viele Brände entstehen erst nach mehreren Jahren Betrieb, wenn sich in Ecken und am Kondensator eine dicke Schicht gebildet hat, die niemand mehr sieht.

Die häufigsten Auslöser sind Kurzschlüsse in der Steuerung und brennbare Teile im Inneren, etwa Kunststoffbauteile oder die angesammelten Flusen. Ein verstopftes Sieb oder ein verschmutzter Kondensator sorgt dafür, dass die warme Luft nicht mehr abziehen kann. Das Gerät wird heißer als vorgesehen, und genau diese Hitze ist der Ausgangspunkt für Brände.

Flusensieb nach jedem Trocknen leeren

Das Flusensieb sitzt bei den meisten Geräten direkt in der Tür oder knapp dahinter. Es fängt die Faserreste auf, die die Kleidung beim Trocknen verliert. Leeren Sie es nach jedem Durchgang, auch wenn nur wenige Flusen sichtbar sind. Ein volles Sieb verlängert die Trockenzeit spürbar, weil der Luftstrom behindert wird.

Die Reinigung selbst dauert nicht einmal eine Minute. Schalten Sie den Trockner aus und lassen Sie ihn kurz abkühlen. Dann öffnen Sie die Tür, ziehen das Sieb heraus und streifen die Flusen mit der Hand oder einem trockenen Tuch ab. Für eine gründliche Reinigung öffnen Sie das Sieb, falls es zweiteilig ist, und spülen es unter fließendem Wasser aus. Bei starken Ablagerungen hilft etwas Spülmittel. Trocknen Sie das Sieb vollständig, bevor Sie es wieder einsetzen.

Kondensator ein- bis zweimal im Jahr reinigen

Beim Kondensationstrockner wird die feuchte Luft durch einen Wärmetauscher geführt, den Kondensator. Dort schlägt sich das Wasser nieder und fließt in den Wassertank. Der Kondensator sitzt meist hinter einer Klappe im unteren Bereich des Geräts und ist über Jahre hinweg starken Verschmutzungen ausgesetzt. Staub und Flusen setzen sich zwischen den Lamellen fest und bilden eine isolierende Schicht. Je dicker diese Schicht wird, desto schlechter gibt der Kondensator die Wärme ab, und desto länger muss der Trockner laufen.

Reinigen Sie den Kondensator ein- bis zweimal pro Jahr, bei sehr häufiger Nutzung auch öfter. Ziehen Sie zuerst den Netzstecker. Öffnen Sie die Klappe, nehmen Sie den Kondensator heraus und spülen Sie ihn unter lauwarmem Wasser ab. Halten Sie ihn dabei so, dass das Wasser durch die Lamellen fließt und den Staub herausspült. Verwenden Sie kein scharfes Werkzeug und keine Bürste mit harten Borsten, weil die Lamellen empfindlich sind und sich leicht verbiegen. Lassen Sie den Kondensator vollständig trocknen, bevor Sie ihn zurücklegen.

Lüftungsschlitze und Abluftschlauch freihalten

Ablufttrockner führen die feuchte Luft über einen Schlauch nach draußen. Bei diesen Geräten sammeln sich Flusen nicht nur im Sieb, sondern auch im Abluftschlauch. Prüfen Sie den Schlauch mindestens einmal im Jahr und entfernen Sie Ablagerungen. Ein verstopfter Schlauch lässt die Feuchtigkeit nicht mehr abziehen. Die Trocknungszeit steigt, und der Trockner überhitzt.

Bei Kondensationstrocknern müssen die Lüftungsschlitze am Gerät frei bleiben. Staub, der von außen angesaugt wird, verschmutzt den Kondensator zusätzlich. Stellen Sie den Trockner deshalb nicht auf einen Teppich, weil die Bodenschlitze sonst blockiert werden. Halten Sie einen Abstand von einigen Zentimetern zu Wänden und Möbeln ein, damit die Luft zirkulieren kann.

Pflegeetikett prüfen und Wäsche sortieren

Nicht jedes Kleidungsstück gehört in den Trockner. Prüfen Sie vor jedem Durchgang das Pflegeetikett. Synthetische Materialien, besonders Artikel mit Schaumstoffeinlagen wie Schulterpolstern, können in der Hitze beschädigt werden oder sich verformen. Auch empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide trocknen besser an der Luft.

Sortieren Sie die Wäsche nach Material und Gewicht, bevor Sie sie in den Trockner geben. Schwere Sachen wie Jeans und leichte Blusen trocknen unterschiedlich schnell. Wer alles zusammen wirft, muss entweder länger trocknen oder riskiert, dass feine Stoffe überhitzen. Eine gleichmäßige Befüllung sorgt dafür, dass die Luft gut durch die Trommel strömt und die Wäsche gleichmäßig trocknet.