Ein Haushalts-Redaktionsplan ist ein Kalender, in dem Sie festlegen, welche Inhalte rund um Putzen, Waschen, Lagern und Ordnung wann erscheinen. Dadurch müssen Sie nicht spontan nach Ideen suchen. So veröffentlichen Sie für einen privaten Blog, einen Instagram-Kanal oder einen Newsletter regelmäßig, ohne dass Ihnen die Themen ausgehen.

Sie brauchen kein teures Programm: Eine einfache Tabelle oder eine kostenlose App genügt, sobald Sie die Grundstruktur einmal angelegt haben.

Diese Spalten gehören in Ihren Redaktionsplan

Bevor Sie ein Tool auswählen, sollten Sie festlegen, welche Spalten Ihr Plan braucht. Eine bewährte Grundstruktur enthält das Veröffentlichungsdatum, das Thema, die Kategorie (Reinigen, Waschen, Lagern, Ordnung), das Format (Text, Video, Liste) und den Status (Idee, in Arbeit, fertig). Dazu kommt ein Feld für die benötigten Materialien oder Fotos, damit Sie vor dem Erstellen des Beitrags wissen, was Sie vorbereiten müssen.

Ein Beispiel: Sie planen für März einen Beitrag über das Frühjahrsputz-Konzept. In der Spalte "Material" notieren Sie, dass Sie Fotos von Ihrem Vorratsschrank brauchen und ein paar konkrete Reinigungsmittel nennen wollen. Diese Notiz hilft Ihnen, den Beitrag an einem ruhigen Nachmittag zu erstellen, statt am Veröffentlichungstag hektisch Fotos zu suchen.

Welches Tool passt zu Ihnen

Welches Tool passt, hängt davon ab, ob Sie allein arbeiten oder mit einer zweiten Person. Auch wichtig ist, ob Sie lieber am Computer oder am Handy planen.

Notion eignet sich gut, wenn Sie eine Datenbank mit Kalenderansicht möchten. Sie legen eine Tabelle an, deren Zeilen Ihre Beitragsideen sind, und wechseln mit einem Klick in die Kalenderansicht. Notion funktioniert im Browser und als App, die Grundversion ist für private Nutzung kostenlos. Der Nachteil: Die Einrichtung dauert etwas, weil Sie die Datenbank selbst bauen müssen.

Trello arbeitet mit Karten auf einer Pinnwand. Jede Karte ist ein Beitrag, Sie verschieben sie von der Spalte "Ideen" über "In Arbeit" zu "Veröffentlicht". Das ist besonders anschaulich, wenn Sie mehrere Beiträge gleichzeitig betreuen. Für einen einzelnen Blog reicht die kostenlose Version.

Google Sheets oder Excel sind die einfachste Lösung, wenn Sie keine neue Software lernen möchten: Sie legen eine Tabelle mit den genannten Spalten an und sortieren nach Datum. Der Vorteil liegt in der Flexibilität: Sie können Formeln einbauen, die Ihnen zum Beispiel automatisch anzeigen, welche Beiträge noch ohne Text sind. Für die Zusammenarbeit mit einer Partnerin oder einem Partner funktioniert Google Sheets gut, weil mehrere Personen gleichzeitig bearbeiten können.

Ein Papier-Planer ist keine schlechte Wahl, wenn Sie gern handschriftlich arbeiten. Ein Jahreskalender mit großen Kästchen reicht; Sie schreiben die Themen direkt in die Kalenderwochen. Der Nachteil ist, dass Sie nichts verschieben können, ohne zu radieren oder neu zu schreiben. Für einen ersten Plan mit wenigen Beiträgen pro Monat ist das trotzdem eine gute Startmöglichkeit.

So erstellen Sie eigene Vorlagen

Sie müssen keine fertige Vorlage kaufen. Eine einfache Tabelle, die Sie einmal aufbauen, erfüllt denselben Zweck. Legen Sie die Spalten an, die Sie brauchen, und füllen Sie die ersten zwölf Zeilen mit Monatsnamen. In die Zellen tragen Sie später Ihre Themen ein.

Eine hilfreiche Ergänzung ist eine zweite Tabelle für wiederkehrende Aufgaben. Dort listen Sie auf, welche Haushaltsthemen saisonal wichtig sind: Fensterputzen im Frühjahr, Wäsche von Winterjacken im März, Einmach-Saison im August, Vorratsschrank ausmisten vor Weihnachten. Diese Liste dient als Ideenquelle, aus der Sie jeden Monat ein oder zwei Themen in den Redaktionsplan übernehmen.

Für die Inhalte selbst können Sie sich eine Checkliste anlegen, die bei jedem Beitrag gleich bleibt. Zum Beispiel: Titel, Einleitung, Schritt-für-Schritt-Anleitung, Materialliste, Sicherheitshinweis, Fazit. Diese Struktur beschleunigt das Schreiben, weil Sie nicht jedes Mal neu überlegen müssen, welche Abschnitte ein Beitrag braucht.

Themen für den Redaktionsplan finden

Die besten Themen entstehen aus Ihrem eigenen Haushalt. Beobachten Sie eine Woche lang, welche Aufgaben Sie wiederholt erledigen: Wäsche sortieren, Spülmaschine einräumen, Vorräte prüfen, Schränke ausmisten. Jede dieser Aufgaben lässt sich in einen Beitrag verwandeln, zum Beispiel "So sortieren Sie Wäsche richtig" oder "Was gehört in den Vorratsschrank, was nicht".

Eine zweite Quelle sind die Jahreszeiten. Ein Redaktionsplan, der die Monate berücksichtigt, wirkt natürlicher und hilft Ihren Lesern, die Inhalte direkt umzusetzen. Das Ausmisten nach Weihnachten passt in den Januar, das Wechseln der Garderobe in den Mai, das Einlagern von Sommerkleidung in den September und das Vorbereiten der Wohnung für den Winter in den November.

Eine dritte Quelle sind Fragen, die Ihnen Freunde oder Bekannte stellen. Wenn jemand fragt, wie Sie Ihre Gewürze ordentlich lagern oder warum Ihre Handtücher weich bleiben, ist das ein Thema für einen Beitrag. Notieren Sie solche Fragen sofort in Ihrem Plan, denn sie zeigen, was Ihre Leser wirklich interessiert.

Was Sie vor dem ersten Beitrag klären sollten

Bevor Sie den ersten Beitrag veröffentlichen, legen Sie fest, wie oft Sie veröffentlichen möchten. Ein Beitrag pro Woche ist für die meisten Hobby-Blogger realistisch. Wer weniger Zeit hat, startet mit zwei Beiträgen pro Monat. Wichtig ist nur, dass der Rhythmus durchhaltbar ist. Es ist besser, alle zwei Wochen einen guten Beitrag zu veröffentlichen als jede Woche einen halbfertigen.

Klären Sie außerdem, welche Art von Inhalten Sie zeigen möchten. Ein Beitrag über das Reinigen der Dunstabzugshaube funktioniert mit Fotos, ein Beitrag über die richtige Lagertemperatur für Obst braucht vielleicht eine Tabelle. Wenn Sie Videos planen, notieren Sie im Redaktionsplan, welche Aufnahmen Sie brauchen und ob Sie eine zweite Person für die Kamera einplanen müssen.

Achten Sie auf Sicherheit: Bei Reinigungsthemen sollten Sie angeben, welche Mittel sich nicht mischen lassen, etwa Chlorbleiche und saure Reiniger. Bei Lagerthemen gehört dazu, welche Lebensmittel nicht in den Kühlschrank gehören. Diese Hinweise machen Ihre Beiträge wertvoll, weil sie echte Fehler verhindern.

So planen Sie den ersten Monat

Für den Start empfehle ich, einen Monat mit vier Beiträgen zu planen. Wählen Sie je einen Beitrag aus den Kategorien Reinigen, Waschen, Lagern und Ordnung. So testen Sie, welche Themen Ihnen liegen und welche Formate Ihre Leser annehmen.

Ein Beispiel für einen solchen Monat: In der ersten Woche schreiben Sie über das Reinigen der Waschmaschine mit einem einfachen Hausmittel. Danach erklären Sie, wie Sie Bettwäsche richtig falten und lagern. In der dritten Woche zeigen Sie, wie ein Vorratsschrank sortiert aussieht, und in der vierten geben Sie eine Anleitung zum Ausmisten des Badezimmerschranks. Nach diesem Monat wissen Sie, wie viel Zeit jeder Beitrag braucht und ob Ihr Rhythmus passt.

Wenn Sie merken, dass ein Thema mehr Zeit braucht als geplant, verschieben Sie es im Redaktionsplan einfach auf den nächsten Monat. Der Plan ist ein Werkzeug, keine Verpflichtung. Er soll Ihnen helfen, regelmäßig zu veröffentlichen, ohne Sie unter Druck zu setzen.