Wer wissen will, wohin das Geld am Monatsende verschwindet, erstellt einen Haushaltsplan. Der Plan listet alle Einnahmen und Ausgaben pro Monat auf und zeigt, welche Posten viel kosten. Sie brauchen keine Buchhaltungskenntnisse. Als Grundlage genügen Kontoauszüge, die Banking-App und die Rechnungen, die im Haushalt ankommen.
Fertige Vorlagen und Haushaltsbuch-Apps geben die Struktur vor; Sie tragen nur Ihre Zahlen ein. Ob Sie mit Stift und Papier, einer Tabelle oder einer App arbeiten, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie investieren wollen und wo Sie Ihre Ausgaben erfassen möchten.
Warum sich ein Haushaltsplan lohnt
Die Preise für Lebensmittel, Energie und andere Grundbedarfsgüter steigen. Wer seine Ausgaben nicht kennt, merkt oft erst auf dem Kontoauszug, dass mehr Geld abfließt als geplant. Ein Haushaltsplan zeigt, wo Sie mehr ausgeben als gedacht. So finden Sie Sparpotenzial oder entscheiden bewusst, welche Kosten bleiben dürfen.
Schon nach dem ersten Monat sehen Sie den Nutzen. Sobald Sie wissen, was jede Kategorie kostet, setzen Sie konkrete Obergrenzen, etwa für Lebensmittel oder Freizeit, und prüfen am Monatsende, ob Sie sie eingehalten haben.
Das gehört in Ihren Haushaltsplan
Ein Haushaltsplan funktioniert nur, wenn er vollständig ist. Listen Sie zuerst alle Einnahmen auf: Lohn, Gehalt, Renten, Kindergeld und andere regelmäßige Zahlungen. Danach folgen die Ausgaben. Teilen Sie die Ausgaben in feste und flexible Posten ein. Feste Ausgaben sind Miete, Versicherungen, Strom, Abos und Ratenzahlungen. Sie kommen jeden Monat in ähnlicher Höhe vor. Flexible Ausgaben sind Lebensmittel, Kleidung, Benzin, Freizeit und Restaurants. Bei diesen Posten sehen Sie zuerst, wo Geld versickert.
Tragen Sie im ersten Monat jede Ausgabe ein und arbeiten Sie nicht mit groben Schätzungen. Viele Vorlagen rechnen automatisch aus, wie viel vom Einkommen nach allen Ausgaben übrig bleibt. Kennen Sie diesen Restbetrag, legen Sie einen realistischen Betrag zum Sparen fest.
Vorlagen nehmen Ihnen die Rechenarbeit ab
Wer keine App nutzen möchte, findet fertige Vorlagen für Tabellenprogramme. Die Verbraucherplattform Finanztip bietet einen Haushaltsplan zum kostenlosen Herunterladen an. Die Tabelle enthält Kategorien für die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben und rechnet die Summen automatisch aus. Sie tragen nur noch Ihre Zahlen ein.
Auch ein einfaches Blatt Papier genügt. Sie notieren Einnahmen und Ausgaben nach Monaten sortiert und rechnen am Monatsende selbst zusammen. Das dauert etwas länger, zwingt Sie aber, jeden Posten bewusst wahrzunehmen. Wer seine Finanzen lieber unterwegs erfasst, sammelt Belege und Beträge in einer einfachen Notiz-App und überträgt sie am Monatsende in die Tabelle.
Haushaltsbuch-Apps erfassen Ausgaben unterwegs
Wer Ausgaben direkt an der Kasse notieren will, nutzt besser eine Haushaltsbuch-App. Stiftung Warentest hat verbreitete Haushaltsbuch-Apps für Android und iOS geprüft. Die Basisversionen sind kostenlos, für die Vollversion mit mehr Funktionen verlangen die Anbieter meist Geld.
Nicht nur der Preis zählt. Achten Sie darauf, dass die App auf Ihrem Handy läuft und Sie sich in der Oberfläche zurechtfinden. Die Testergebnisse beziehen sich auf eine Auswahl verbreiteter Apps, nicht auf das gesamte Angebot. Preise und Funktionen ändern sich regelmäßig. Ein Blick in den Store lohnt sich vor dem Kauf.
So finden Sie die passende Vorlage oder App
Drei Fragen helfen bei der Entscheidung. Erstens: Wie viel Aufwand wollen Sie betreiben? Für eine monatliche Übersicht reicht eine Vorlage, die Sie am Computer ausfüllen. Zweitens: Wo fallen Ihre Ausgaben an? Wer viel unterwegs einkauft und Belege schnell vergisst, profitiert von einer App, weil sie das Erfassen direkt am Ort erleichtert. Drittens: Was darf das Werkzeug kosten? Tabellenvorlagen sind meist kostenlos, Apps verlangen für den vollen Funktionsumfang häufig eine Gebühr.