Ein Haushaltsplan zeigt, wie viel Geld nach den festen Kosten für variable Ausgaben und Ersparnisse übrig bleibt. Er listet alle Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts auf. So sehen Sie, wie viel Geld Sie ausgeben können und wofür Sie es ausgeben.
Der Aufbau des Haushaltsplans hängt von der Haushaltsform ab. Ein Single-Haushalt hat andere Ausgaben als ein Paar-Haushalt oder eine Familie. Die Grundregeln bleiben aber gleich. Liegen die festen Kosten unter einem angemessenen Anteil des Nettoeinkommens, bleibt Platz für variable Ausgaben und Ersparnisse. Eine angemessene Sparquote ist eine solide Basis.
Was ein Haushaltsplan leistet
Ein Haushaltsplan trennt die festen Kosten von den variablen: Miete, Strom, Versicherungen, Handyvertrag und andere regelmäßige Zahlungen sind fest, Lebensmittel, Transport, Freizeit und persönliche Anschaffungen sind variabel. Diese Trennung zeigt, wo Sie sparen können, wenn am Monatsende wenig übrig bleibt.
Ein Haushaltsrechner, der im Browser läuft und keine Eingaben überträgt, hilft dabei. Sie wählen den Haushaltstyp, bekommen typische Startwerte und passen sie an Ihre eigenen Zahlen an. Das Ergebnis ist eine erste Orientierung, keine persönliche Beratung.
Beispiel 1: Single-Haushalt
Ein Single trägt alle Kosten allein. Der Plan ist übersichtlich. Die Gefahr ist, dass die festen Kosten einen großen Teil des Einkommens ausmachen, weil niemand die Miete teilt. Der Plan beginnt mit dem Nettoeinkommen, dann folgen die festen Kosten, danach die variablen Ausgaben und am Ende die Ersparnisse.
Als Single müssen Sie bei den festen Kosten entscheiden. Liegen sie über einem angemessenen Anteil des Nettoeinkommens, wird der Plan eng. Dann prüfen Sie zuerst, ob Sie Verträge kündigen oder wechseln können, bevor Sie an der Sparquote sparen. Eine gewisse Sparquote ist ein guter Anfang, auch wenn weniger möglich ist.
Beispiel 2: Paar-Haushalt
Bei einem Paar geht es zuerst um die Frage, wie Sie das Geld verwalten. Sie haben drei Möglichkeiten: ein gemeinsames Konto für alle Kosten, getrennte Konten mit einer gemeinsamen Haushaltskasse oder eine Mischung aus beiden. Die Entscheidung hängt davon ab, wie Sie die Ausgaben teilen wollen.
Der Plan für ein Paar enthält gemeinsame feste Kosten wie Miete, Strom und Versicherungen sowie gemeinsame variable Ausgaben für Lebensmittel und Haushalt. Jede Person behält einen Betrag für persönliche Ausgaben, den sie nicht rechtfertigen muss. Die Ersparnisse legen Sie gemeinsam fest, zum Beispiel für eine Reise oder eine größere Anschaffung.
Die Schwierigkeit ist, dass die Spargewohnheiten unterschiedlich sind. Eine Person spart mehr, die andere gibt lieber aus. Ein gemeinsamer Plan macht die Erwartungen sichtbar und verhindert Streit. Die Regel zu den festen Kosten gilt auch hier, nur dass Sie die gemeinsamen Kosten auf beide Einkommen verteilen.
Beispiel 3: Familien-Haushalt
Der Familien-Haushalt hat die meisten Kategorien und die geringste Flexibilität. Zu den festen Kosten kommen Ausgaben für Kinder, wie Betreuung, Schulmaterial und Kleidung. Hinzu kommen größere Anschaffungen und ein Puffer für unerwartete Ausgaben. Wenn die Waschmaschine kaputt geht oder das Kind krank wird, brauchen Sie Geld, das nicht im normalen Plan vorgesehen ist.
Der Plan listet zuerst die festen Kosten auf, dann die variablen für Lebensmittel, Haushalt und Freizeit, dann die Kinderkosten und einen Pufferbetrag. Eine Sparquote in einem angemessenen Bereich ist ein Ziel, aber sie ist nicht immer erreichbar. Wenn die festen Kosten über einem angemessenen Anteil liegen, prüfen Sie die Verträge, bevor Sie an der Ersparnis sparen.
Der Unterschied zum Single- und Paar-Haushalt ist der Puffer. Eine Familie braucht Rücklagen, weil unvorhergesehene Ausgaben häufiger auftreten. Rechnen Sie den Puffer als festen Posten in den Plan ein, nicht als Rest, der am Monatsende übrig bleibt.
Die drei Grundregeln für jeden Haushalt
Die drei Beispiele folgen denselben Regeln. Die erste ist die Grenze für feste Kosten: Liegen die festen Kosten unter einem angemessenen Anteil des Nettoeinkommens, bleibt genug Raum für variable Ausgaben und Ersparnisse. Liegen sie darüber, wird der Haushalt eng, besonders bei unerwarteten Kosten.
Die zweite Regel ist die Sparquote. Eine Sparquote in einem angemessenen Bereich des Einkommens nach allen Ausgaben ist eine solide Basis, kleinere Beträge sind ein Anfang.
Die dritte Regel betrifft die Anpassung. Einen Haushaltsplan sollten Sie regelmäßig überprüfen. Wenn sich das Einkommen ändert, ein Kind dazu kommt oder Sie umziehen, müssen Sie die Kategorien neu bewerten.