Vorhänge hängen das ganze Jahr in Staub und Sonnenlicht, in Küchen oft zusätzlich im Fettdunst. Weiße Stoffe bekommen davon einen grauen Schleier, bunte wirken matt, manchmal riechen sie muffig. Waschen Sie die Gardinen regelmäßig, dann bleiben sie frisch. Bei den meisten modernen Stoffen reicht ein Schonwaschgang bei 30 Grad, Handwaschen ist unnötig.

Hängen Sie die Vorhänge danach feucht auf, sparen Sie sich das Bügeln: Das Gewicht des feuchten Stoffs glättet die Falten beim Trocknen. Weil feuchte Wäsche die Raumluft belastet, gehört richtiges Lüften zu dieser Methode dazu.

Wie oft waschen und was Sie vorher prüfen

Zwei- bis viermal im Jahr ist für die meisten Haushalte ein guter Rhythmus. Das klingt nach wenig, reicht aber, weil Vorhänge nicht direkt am Körper getragen werden und nur langsam verschmutzen. In der Küche setzt sich Fett auf dem Stoff ab. Deshalb waschen Sie Küchenvorhänge öfter.

Nehmen Sie die Vorhänge erst kurz vor dem Waschen ab. Wer sie über Wochen zusammengelegt aufbewahrt, bekommt hartnäckige Knitterfalten, die sich später nur schwer entfernen lassen. Schütteln Sie die Stoffe vor dem Waschen kräftig aus und bürsten Sie empfindliche Dekorstoffe leicht ab, damit grober Staub nicht im Waschwasser hängen bleibt. Prüfen Sie außerdem das Pflegeetikett. Dort steht, ob der Vorhang maschinenwaschbar ist und welche Temperatur er verträgt. Diese Herstellerangabe hat immer Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.

Im Schonwaschgang bei 30 Grad waschen

Die meisten Vorhänge waschen Sie bei 30 Grad im Schon- oder Feinprogramm. Das Programm bewegt den Stoff weniger und schont Farbe und Gewebe. Bei empfindlichen Stoffen wie Voile oder Spitze legen Sie die Vorhänge in ein Wäschenetz, damit sie sich nicht in der Trommel verheddern und nicht an anderen Teilen reiben. Metallhaken, Ringe und Bleistreifen nehmen Sie vorher ab. Sie zerren am Stoff und können auf feinen Geweben Spuren hinterlassen.

Für weiße Gardinen eignet sich ein spezielles Gardinenwaschmittel, für bunte Vorhänge ein mildes Fein- oder Colorwaschmittel. Füllen Sie die Trommel nicht zu voll, damit jeder Vorhang Platz hat, sich zu bewegen. Stellen Sie außerdem eine niedrige Schleuderdrehzahl ein. Dann kommen die Vorhänge feucht aus der Maschine, knittern weniger und sind bereit zum Aufhängen. Handwäsche brauchen Sie nur bei Stoffen, die laut Etikett nicht in die Maschine dürfen.

Vorhänge feucht aufhängen

Hängen Sie die Vorhänge direkt nach dem Waschen auf, solange sie noch feucht sind. Der Stoff ist dann weich, und sein Eigengewicht zieht beim Trocknen die meisten Falten glatt. Schütteln Sie jeden Vorhang einmal kräftig aus, streichen Sie Nähte und Saum glatt und hängen Sie ihn gerade an die Gardinenstange. Ziehen Sie die unteren Ecken leicht nach unten, damit der Stoff gleichmäßig fällt. Bei dünnen Geweben wie Voile trocknet das Material schnell, darum glätten Sie diese Vorhänge besonders zügig von Hand. Schwere, dicht gewebte Stoffe glätten sich durch ihr Eigengewicht beim Trocknen fast von selbst.

Bleiben nach dem Trocknen einzelne Falten, hilft ein Bügeleisen mit der auf dem Etikett angegebenen Temperatur oder ein Handdampfglätter. Knitterfalten, die durch langes Lagern entstanden sind, lassen sich durch feuchtes Aufhängen meist nicht mehr herausziehen. Diese Vorhänge bügeln Sie vor dem Aufhängen oder behandeln sie mit Dampf.

Beim Trocknen richtig lüften

Feuchte Vorhänge geben beim Trocknen in der Wohnung viel Wasser an die Raumluft ab. Ohne Luftaustausch steigt die Luftfeuchtigkeit. An kalten Stellen setzt sich Kondenswasser ab, und auf Dauer entsteht Schimmel an Fensterrahmen, Wänden und hinter den Gardinen. Deshalb müssen Sie beim feuchten Aufhängen richtig lüften.

Stoßlüften hilft am schnellsten: Öffnen Sie die Fenster mehrmals am Tag für ein paar Minuten ganz, am besten quer, sodass Luft durchziehen kann. Ein gekipptes Fenster über Stunden bringt weniger Feuchtigkeitsaustausch und kostet mehr Heizenergie. Im Schlafzimmer lüften Sie vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen kräftig. Halten Sie die Türen zu kühleren Räumen geschlossen, damit warme, feuchte Luft dort nicht an den kalten Oberflächen kondensiert. Pflanzen, ein Aquarium oder trocknende Wäsche geben im Wohnzimmer zusätzlich Feuchtigkeit ab. Deshalb reicht es dort nicht, nur gelegentlich das Fenster zu öffnen. Solange die Vorhänge trocknen, wiederholen Sie das kurze Stoßlüften einfach, bis der Stoff vollständig trocken ist.