Kunststofffensterrahmen vergilben durch UV-Licht, Temperaturschwankungen und Ablagerungen aus der Raumluft. Mit milden Reinigern und weichen Tüchern bekommen Sie die meisten Rahmen wieder hell. So verhindern Sie, dass sich der gelbe Belag festsetzt. Scharfe Mittel greifen die Kunststoffoberfläche an.

Warum Kunststoffrahmen vergilben

Mehrere Faktoren verursachen die Vergilbung. UV-Strahlung verändert die Kunststoffmoleküle an der Oberfläche. Zusätzlich setzen sich Nikotin, Fett, Staub und andere Partikel aus der Raumluft ab. Auch Temperaturunterschiede zwischen innen und außen fördern die Vergilbung. Bei älteren Fenstern entsteht die Vergilbung oft durch Materialalterung und Schmutzschicht. Nicht jede gelbe Schicht ist dauerhaft. Ein Teil lässt sich abwaschen, ein Teil sitzt tiefer im Material und bleibt sichtbar.

Mild und schonend reinigen

Für die regelmäßige Reinigung reichen warmes Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel. Tragen Sie die Lösung mit einem weichen Baumwolltuch auf. Wischen Sie den Rahmen ab und trocknen Sie ihn mit einem zweiten Tuch. Das entfernt Staub, Fett und leichte Ablagerungen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

Bei hartnäckigeren Verschmutzungen verwenden Sie einen milden Haushaltsreiniger. Achten Sie darauf, dass das Produkt für Kunststoff geeignet ist. Einige Reiniger enthalten Lösungsmittel oder Scheuerpartikel. Diese machen den Rahmen matt oder verursachen feine Risse. Testen Sie ein neues Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel an der Innenseite des Rahmens.

Scharfe Reiniger vermeiden

Scharfe Reiniger, Scheuermilch, Stahlwolle und aggressive Lösungsmittel schaden Kunststofffenstern. Sie zerkratzen die Oberfläche und entfernen die Schutzschicht. Danach setzt sich Schmutz schneller fest, und die nächste Vergilbung entsteht früher. Auch Hochdruckreiniger sind ungeeignet. Sie können Wasser in die Dichtungen pressen.

Pflege nach der Reinigung

Nach der Reinigung behandeln Sie die Rahmen mit einem Kunststoffpflegemittel. Solche Mittel bilden eine dünne Schutzschicht. Sie weist Schmutz ab und hält die Oberfläche geschmeidig. Tragen Sie das Pflegemittel dünn auf und polieren Sie es mit einem weichen Tuch. Pflegemittel ersetzen keine Reinigung, sondern ergänzen sie.

Regelmäßiges Putzen spart Ihnen später Arbeit. Wenn Sie die Rahmen alle paar Monate abwischen, setzt sich weniger Schmutz fest. Die Vergilbung bleibt dann oberflächlich. Bei normaler Belastung reicht eine gründliche Reinigung mit Pflege einmal im Jahr.

Lüften beugt Vergilbung vor

Kunststofffenster schließen sehr dicht. Das spart Energie, hat aber eine Nebenwirkung: Der Luftaustausch ist vier- bis neunmal geringer als bei älteren, undichten Fenstern. Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen und Atmen bleibt in der Wohnung. Die Luftfeuchtigkeit steigt. An kalten Stellen wie Fensterrahmen bildet sich Kondenswasser. Dieses Wasser zieht Schmutz an und fördert Schimmel.

Richtiges Lüften beugt dem vor. Öffnen Sie die Fenster mehrmals täglich für einige Minuten ganz, am besten als Stoßlüften mit Durchzug. Im Winter reichen fünf bis zehn Minuten, im Sommer etwas länger. Heizen Sie währenddessen normal weiter, damit die Wände nicht auskühlen. So sinkt die Luftfeuchtigkeit. Die Rahmen bleiben trocken, und Sie vermeiden Beschlag und Schimmel.

Auch die Raumluft selbst beeinflusst die Rahmen. Nikotin, Fettdämpfe und Staub setzen sich auf dem Kunststoff ab und verstärken die Vergilbung. Wer regelmäßig lüftet, hält die Konzentration dieser Stoffe niedrig und entlastet damit die Fensterrahmen.