Wenn Sie einen Blog oder Onlineshop für Haushalt, Reinigung, Gerätepflege und Lagerung betreiben, müssen Sie wissen, welche Suchbegriffe Ihre Leser eingeben. Bei der Keyword-Recherche sammeln Sie Suchbegriffe, prüfen die Nachfrage und vergleichen, welche Inhalte Wettbewerber anbieten. Tools wie Keywordtool.io und kostenlose Keyword-Generatoren liefern die Rohdaten. Der Vergleich mit den Wettbewerbern, die Content-Gap-Analyse, zeigt, wo Ihnen eigene Artikel fehlen.
Eine Content-Lücke ist ein Suchbegriff, für den andere ranken, Sie aber keinen passenden Beitrag haben. Die Tools liefern nur die Daten; den Vergleich mit den Wettbewerbern machen Sie selbst. Für die Haushaltsnische reichen ein Autovervollständigungs-Tool, ein kostenloser Generator und eine strukturierte Vorlage.
Suchbegriffe mit Tools finden
Keywordtool.io sammelt Suchvorschläge aus der Autovervollständigung von Google, YouTube, Bing, Amazon und Instagram. Die Autovervollständigung zeigt, was andere Nutzer häufig in das Suchfeld tippen. So erhalten Sie reale Formulierungen statt einzelner Stichwörter. Für einen Haushaltsblog heißt das: Sie sehen, ob Nutzer nach "Backofen reinigen" oder "Backofen mit Natron reinigen" suchen. Diese Wortwahl übernehmen Sie in Ihre Artikel.
Daneben gibt es kostenlose Keyword-Generatoren. Sie liefern für Google, Bing, YouTube und Amazon hunderte Suchideen. Für jeden Begriff zeigen sie das monatliche Suchvolumen und einen Keyword-Schwierigkeitswert. Der Schwierigkeitswert schätzt, wie stark der Wettbewerb um einen Begriff ist. Für die Haushaltsnische ist das nützlich, weil viele alltägliche Suchbegriffe wenig Konkurrenz haben, aber regelmäßig eingegeben werden. Prüfen Sie bei solchen Generatoren, welche Datenquelle sie verwenden und ob die Zahlen aktuell sind. Die Angaben weichen je nach Anbieter ab.
Content-Lücken aufdecken
Eine Content-Lücke entsteht, wenn Wettbewerber für Suchbegriffe ranken, für die Sie keinen passenden Beitrag haben. Um diese Lücken zu finden, vergleichen Sie Ihre eigenen Keywords mit denen von zwei oder drei Konkurrenten. Ein kostenloses Word-Dokument mit fünf ausgearbeiteten Beispielen zeigt, wie dieser Vergleich in der Praxis aussieht. Jedes Beispiel enthält den Wettbewerbsvergleich, die entdeckte Lücke, die getroffene Entscheidung und die veröffentlichte Seite, die die Lücke geschlossen hat.
Das Dokument umfasst etwa fünf Seiten und lässt sich ohne Registrierung sofort herunterladen. Die Anleitung empfiehlt, zuerst das Beispiel zu lesen, das am ehesten zu Ihrem Geschäft passt. Danach übertragen Sie diese Logik auf Ihre Keyword-Exporte. Die Zahlen in den Beispielen sind illustrativ. Ersetzen Sie sie vor der Umsetzung durch eigene Werte.
Keyword-Listen vorbereiten
Bevor Sie die Vorlage nutzen, brauchen Sie zwei Datensätze: Ihre eigenen Keywords und die der Wettbewerber. Ihre eigenen Suchbegriffe exportieren Sie aus der Google Search Console. Sie zeigt, mit welchen Suchanfragen Ihre Seiten gefunden werden. Für die Wettbewerber nutzen Sie ein Keyword-Tool, das die rankenden Begriffe einer Domain ausgibt. Alternativ prüfen Sie manuell, welche Seiten bei typischen Suchanfragen weit oben stehen.
Sortieren Sie beide Listen nach Relevanz für Ihr Thema. Ein Artikel über "Geschirrspüler reinigen" ist für einen Haushaltsblog wertvoller als ein Treffer zu einem Gerät, das Sie gar nicht behandeln. Markieren Sie in der Wettbewerberliste alle Begriffe, die in Ihrer eigenen Liste fehlen. Diese Differenz ist Ihre Content-Lücke.
Beispiel für den Haushaltsbereich
Übertragen Sie das Muster aus dem Beispiel eines Software-Anbieters auf die Haushaltsnische: In dem Beispiel fand ein Projektmanagement-Tool heraus, dass Wettbewerber Suchanfragen wie "X mit Y verbinden" besetzen. Angenommen, Sie betreiben einen Blog über Reinigung und Gerätepflege. Ihre Wettbewerber ranken für "Waschmaschine entkalken", "Backofen reinigen" und "Kühlschrank abtauen". In Ihrer eigenen Liste fehlt dagegen der Bereich Lagerung, etwa "Vorratsdosen richtig lagern" oder "Küchengeräte platzsparend aufbewahren".
Entscheiden Sie nach drei Kriterien: Passt der Begriff zu Ihrem Publikum, können Sie das Thema mit eigener Erfahrung oder verlässlichen Quellen belegen, und ist der Aufwand überschaubar? Wenn Ihre Leser vor allem an Gerätepflege interessiert sind, kümmern Sie sich zuerst um die Lücke bei der Pflege, danach um die bei der Lagerung. Achten Sie bei Artikeln zur Gerätepflege darauf, die Herstellerhinweise des jeweiligen Geräts zu berücksichtigen. Reinigungsempfehlungen gelten nicht für jedes Modell gleich. Die Zahlen aus den Vorlagenbeispielen ersetzen Sie durch eigene Suchvolumen, bevor Sie einen Artikel planen.