Haushaltsführung bedeutet, die eigene Wohnung oder das eigene Haus zu organisieren. Dazu gehören Putzen, Aufräumen, Wäsche, Einkaufen und Finanzen. Wer zum ersten Mal einen eigenen Haushalt führt, hat viele Aufgaben gleichzeitig und fühlt sich schnell überfordert.
Wenige Routinen und ein einfaches Budget genügen. Ein normaler Ordnungsgrad reicht. Erledigen Sie täglich kleine Aufgaben, geben Sie jedem Gegenstand einen festen Platz und schreiben Sie Einnahmen und Ausgaben einmal auf. Dann halten Sie den Haushalt ohne Dauerstress in Ordnung.
Kleine Haushaltsaufgaben sofort erledigen
Der wichtigste Grundsatz lautet: Erledigen Sie kleine Aufgaben sofort. Machen Sie morgens das Bett, legen Sie Schmutzwäsche direkt in den Wäschekorb und stellen Sie benutzte Dinge an ihren Platz zurück. Zehn Minuten am Morgen reichen, um den Tag geordnet zu starten.
Diese täglichen Mini-Aufgaben verhindern, dass sich Arbeit ansammelt. Ein ungemachtes Bett verursacht keine zusätzlichen Aufgaben, aber das Zimmer sieht unordentlicher aus. Wenn Sie jeden Abend zehn Minuten aufräumen, bleibt die Wohnung unter der Woche weitgehend in Ordnung. Das große Putzen am Wochenende fällt dann kleiner aus.
Feste Plätze für jeden Gegenstand
Ordnung entsteht, wenn jeder Gegenstand einen festen Platz hat. Schlüssel, Fernbedienung, Post, Ladegeräte: Entscheiden Sie einmal, wo diese Dinge hingehören, und legen Sie sie nach der Benutzung dorthin zurück.
Diese Regel spart Zeit, weil Sie nichts mehr suchen müssen. Sie spart auch Energie. Das Aufräumen wird zur Gewohnheit, und Sie müssen nicht mehr jedes Mal neu entscheiden. Wer mehrere Personen im Haushalt hat, sollte die Plätze gemeinsam festlegen, damit alle wissen, wo was liegt.
Ein Wochenplan, der zu Ihnen passt
Ein fester Wochenrhythmus hilft, den Überblick zu behalten. Drei einfache Regeln haben sich bewährt: Gehen Sie nie leer durch die Wohnung, sondern nehmen Sie beim Raumwechsel etwas mit, das zurückgelegt werden muss. Erledigen Sie die große Grundreinigung immer am selben Wochentag. Und nehmen Sie sich pro Raum täglich fünf Minuten Zeit.
Passen Sie den Plan an Ihre Lebenssituation an. In einer Wohngemeinschaft verteilen Sie die Aufgaben auf alle Mitbewohner; in einer Familie beziehen Sie die Kinder mit ein. Ein Single-Haushalt braucht weniger feste Termine, profitiert aber von denselben Gewohnheiten.
Haushaltsbuch führen
Zur Haushaltsführung gehört auch der Überblick über das Geld. Führen Sie ein Haushaltsbuch und notieren Sie zuerst Ihre regelmäßigen Einnahmen: Gehalt, Kindergeld, Arbeitslosengeld oder andere feste Zahlungen. Unregelmäßige Beträge wie Geburtstagsgeschenke oder Weihnachtsgeld lassen Sie außen vor. Solche Beträge können Sie nicht planen.
Danach schreiben Sie die festen Ausgaben auf: Miete, Energie, Telefon und Mitgliedsbeiträge. Jahresbeiträge wie Versicherungen oder Kfz-Steuer rechnen Sie auf einen Monatsbetrag um und legen diesen Betrag als Rücklage beiseite. So vermeiden Sie, dass eine große Jahresrechnung den Monatshaushalt sprengt.
Ansprüche senken und Stress vermeiden
Ein Haushaltsratgeber aus dem Jahr 1955 riet der Hausfrau, den Ehemann nach der Arbeit mit einem Getränk, Hausschuhen, einem warmen Essen und einer perfekt aufgeräumten Wohnung zu empfangen. Dieses Ideal ist überholt und sollte niemanden mehr unter Druck setzen.
Der Satz "Das bisschen Haushalt macht sich von allein" stimmt auch nicht. Gerade mit Kindern entsteht ständig neue Unordnung. Die Arbeit hört nie auf. Deshalb dürfen Sie Ihre Ansprüche senken. Eine Wohnung kann ordentlich und sauber sein, ohne dass jede Fläche glänzt oder jeden Tag gewischt wird. Legen Sie fest, was Ihnen wirklich wichtig ist, und lassen Sie den Rest los.