Bleibt das Geschirr trotz sauberer Maschine mit Essensresten belegt oder fühlen sich Gläser nach dem Spülgang körnig an, steckt meist der Spülmaschinenfilter dahinter, nicht das Reinigungsmittel. Der Filter sitzt im Boden des Spülraums, fängt Speisereste ab und schützt die Pumpe vor Partikeln. Ist er zugesetzt, schwimmen die Reste durch die Maschine und landen wieder auf dem Geschirr.

Ein kleiner Handgriff hilft: Filter ausbauen, abspülen, bei Bedarf bürsten und korrekt wieder einsetzen. Wann die Reinigung fällig ist, zeigen Warnzeichen, nicht ein starres Datum.

Warnzeichen erkennen

Drei Signale weisen auf einen verschmutzten Filter hin:

  • Im Spülraum oder am Geschirr sind nach dem Programm sichtbare Lebensmittelreste.
  • Das Geschirr fühlt sich nach dem Spülen körnig oder leicht schmutzig an.
  • Die Reinigungsleistung lässt spürbar nach, zum Beispiel bleibt an Tellern oder Tassen Speisereste haften.

Wenn eines dieser Zeichen auftritt, warten Sie nicht auf den nächsten planmäßigen Termin. Ein zugesetzter Filter schränkt den Wasserfluss ein, die Sprüharme drehen sich schwächer, und der Schmutz verteilt sich in der Maschine. In einigen Fällen entstehen dort auch unangenehme Gerüche, weil Ablagerungen dauerhaft feucht bleiben. Die Reinigung dauert nur wenige Minuten.

Die zwei Filtertypen

Bevor Sie den Filter ausbauen, prüfen Sie in der Bedienungsanleitung, welche Bauart Ihr Gerät hat.

Ein selbstreinigender Filter hat ein kleines Mahlwerk, das Speisereste zerkleinert und mit dem Wasser in den Abfluss spült. So bilden sich kaum Ablagerungen. Der Nachteil dieser Bauart ist der Geräuschpegel: Durch das Mahlen arbeitet die Maschine deutlich lauter. Die Wartung beschränkt sich meist darauf, grobe Fremdkörper wie Scherben oder Kerne zu entfernen.

Ein manueller Filter besteht dagegen aus einem Maschengitter oder Sieb, das Speisereste zurückhält. Diese Reste sammeln sich dort und müssen selbst entfernt werden. Wenn Sie einen manuellen Filter haben, gehört die Reinigung zu den regelmäßigen Hausarbeiten. Kontrollieren Sie das feine Sieb mindestens einmal im Monat, bei starker Nutzung häufiger.

Spülmaschinenfilter ausbauen

Die meisten Spülmaschinen haben den Filter unter dem unteren Sprüharm im Boden des Spülraums. Bei vielen Modellen besteht der Filter aus mehreren Teilen: einem zylindrischen Sieb und einer flachen Abdeckung. Diese Teile lassen sich in der Regel leicht trennen. Gehen Sie so vor:

  1. Schalten Sie die Spülmaschine ab und warten Sie nach einem heißen Programm kurz, damit Sie sich nicht verbrühen.
  2. Nehmen Sie den unteren Sprüharm ab. Er rastet meist über eine kleine Schraube oder eine Drehverriegelung ein und lässt sich nach einer Vierteldrehung abziehen.
  3. Drehen Sie den Filter gegen den Uhrzeigersinn oder drücken Sie die Entriegelungslaschen. Danach heben Sie den Filter gerade nach oben heraus.
  4. Zerlegen Sie die ineinandergesteckten Filterteile. Merken Sie sich die Reihenfolge, da Sie sie später wieder zusammensetzen müssen.

Falls Sie unsicher sind, hilft ein Blick in die Anleitung. Der Ausbau ist weder fummelig noch riskant, solange keine Gewalt angewendet wird.

Filter abspülen und bürsten

Halten Sie die Filterteile unter fließend warmes Wasser. Das entfernt bereits die losen Speisereste. Bei Ablagerungen im feinen Maschengitter hilft eine weiche Bürste, zum Beispiel eine Kunststoffbürste oder eine alte Zahnbürste. Bürsten Sie dabei vom Sieb weg, damit der Schmutz nicht noch fester in die Maschen gedrückt wird.

Festsitzende Fettrückstände lösen Sie mit warmem Wasser und etwas mildem Spülmittel. Verzichten Sie auf Stahlwolle, scharfe Messer oder schleifende Reinigungspulver. Sie beschädigen das feine Maschengitter, und ein zerkratzter Filter kann Verunreinigungen künftig weniger zuverlässig abhalten. Nach dem Bürsten spülen Sie alle Teile noch einmal gründlich ab, bis das Wasser klar abläuft.

Filter richtig einsetzen

Der häufigste Fehler beim Filter ist der falsche Wiedereinbau, nicht das Auslassen der Reinigung. Ein loses oder unsauber sitzendes Sieb hinterlässt Spalte, durch die ungefiltertes Wasser samt Speiseresten an der Pumpe vorbeifließt. Das Ergebnis gleicht einer verschmutzten Maschine, obwohl der Filter selbst sauber ist.

Setzen Sie die Filterteile in der Reihenfolge zusammen, die Sie sich gemerkt haben. Drücken Sie den Filter in seine Öffnung, bis er bündig mit dem Maschinenboden abschließt. Bei Modellen mit Bajonettverschluss drehen Sie ihn im Uhrzeigersinn, bis er hörbar einrastet. Prüfen Sie mit der Hand, ob er fest sitzt und sich nicht seitlich anheben lässt. Anschließend setzen Sie den unteren Sprüharm wieder ein.

Ein zusätzlicher Test: Lassen Sie ein kurzes Programm ohne Geschirr laufen. Wenn Sie danach keine Speisereste im Spülraum finden, sitzt der Filter richtig. Manche Geräte zeigen an, dass der Filter verriegelt ist, wenn sich der Sprüharm wieder normal dreht.

So oft reinigen ohne Warnzeichen

Wenn Sie die Reinigung nicht am Warnzeichen festmachen wollen, richtet sich der Abstand danach, wie Sie das Geschirr vorbehandeln. Wer Teller und Tassen vor dem Einräumen unter fließendem Wasser vorspült, hält den Filter mit etwa einer Reinigung pro Jahr sauber. Wer Essensreste nur abkratzt und grobe Reste im Mülleimer entsorgt, sollte etwa zweimal im Jahr den Filter reinigen. Das gilt vor allem für Maschinen mit manuellem Filter.

Bei Geräten mit manuellem Sieb ist zusätzlich ein monatlicher Blick sinnvoll, weil sich dort Reste ansammeln können, bevor sie sichtbar das Spülergebnis stören. Heben Sie einfach die Abdeckung an und prüfen Sie, ob sich Speisereste im Sieb sammeln. Liegt nichts im Sieb, genügt kurzes Abspülen. Selbstreinigende Filter brauchen diese Routine nicht.