Wenn die Spülmaschine muffig riecht, liegen meist feuchte Speisereste, Fett und Seifenablagerungen im Innenraum. Die häufigste Ursache ist das Sieb am Boden des Spülraums. Dort faulen Essensreste zwischen zwei Spülgängen.

Meist reicht es, das Sieb und die Gummidichtungen gründlich zu reinigen. Riecht die Maschine danach weiter, liegt das Problem im Ablauf oder in den Sprüharmen.

Typische Geruchsquellen

Nach jedem Spülgang bleiben feine Speisereste, Fett und Kalk in der Spülmaschine zurück. Bakterien und Schimmelpilze zersetzen diese Reste in der feuchten, warmen Umgebung. Deshalb riecht die Maschine beim nächsten Öffnen unangenehm. Das Material sammelt sich vor allem an diesen Stellen:

  • das Sieb am Boden des Spülraums
  • die Gummidichtungen entlang der Tür
  • der Ablaufbereich hinter dem Sieb, in dem Wasser stehen bleiben kann
  • die Düsen der Sprüharme

Der Geruch wird besonders stark, wenn die Tür nach dem Spülen längere Zeit geschlossen bleibt und die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Lassen Sie die Tür nach dem Programm einen Spalt offen. Dann trocknen die Flächen ab und Bakterien vermehren sich weniger.

Das Sieb ist meist der Übeltäter

Das Sieb sitzt am Boden des Spülraums, bei vielen Geräten unter dem unteren Sprüharm. Es fängt Essensreste auf, damit sie nicht im Spülwasser kreisen und sich auf dem Geschirr verteilen. Was dort hängen bleibt, liegt nach dem Programm in einer feuchten Mulde und beginnt bei geschlossener Tür zu gammeln. Ein verstopftes oder dauerhaft verschmutztes Sieb lässt das Wasser langsamer abfließen und verursacht Ablagerungen im Ablauf.

So reinigen Sie das Sieb richtig:

  • Entfernen Sie den unteren Geschirrkorb und drehen Sie den unteren Sprüharm heraus, falls er über dem Sieb sitzt.
  • Drehen Sie die Siebeinheit gegen den Uhrzeigersinn und heben Sie sie heraus. Je nach Modell besteht sie aus einem groben und einem feinen Sieb.
  • Spülen Sie alle Teile unter fließendem warmen Wasser ab. Festsitzende Reste lösen Sie mit einer weichen Bürste oder der Rückseite eines Schwamms.
  • Setzen Sie das Sieb trocken wieder ein und drehen Sie es fest, damit Speisereste nicht seitlich vorbeispülen.

Reinigen Sie das Sieb alle zwei bis vier Wochen. Einmal im Monat reicht, wenn Sie grobe Essensreste vor dem Einräumen vom Geschirr streifen und keine stark verschmutzten Töpfe einstellen.

Dichtungen und Türfalz sauber halten

Die Gummidichtungen an der Tür und die Führung des unteren Geschirrkorbs fangen Fett und Essensspritzer auf. In den Falten der Dichtung bilden sich mit der Zeit schwarze Beläge, die muffig riechen. Wischen Sie die Dichtungen regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab, am besten mit warmem Wasser und etwas Spülmittel.

Wenn sich dunkle Beläge gebildet haben, entfernen Sie sie vorsichtig mit einem weichen Schwamm. Scheuermittel und harte Bürsten beschädigen das Gummi. Dann schließt die Tür nicht mehr dicht und Wasser kann austreten. Stark chlorhaltige Reiniger sollten Sie an den Dichtungen nicht dauerhaft einsetzen, weil sie das Material angreifen.

Ablauf prüfen, wenn das Sieb nicht reicht

Wenn Sie Sieb und Dichtungen gereinigt haben und der Geruch trotzdem bleibt, liegt die Ursache wahrscheinlich im Ablauf. Kontrollieren Sie zuerst, ob nach einem Spülgang Wasser unter dem Sieb stehen bleibt. Bleibt dort deutlich Wasser stehen, ist vermutlich die Laugenpumpe verstopft, also die Pumpe, die das Wasser abpumpt. Möglich ist auch, dass sich im Ablaufschlauch Fett und Ablagerungen gesammelt haben.

Prüfen Sie dann den Anschluss des Ablaufschlauchs am Siphon, also am Geruchsverschluss unter der Spüle. Dort setzen sich Fettreste ab, wenn das Schmutzwasser in das Abflussrohr drückt. Lösen Sie die Verbindung vorsichtig und sehen Sie nach. Kontrollieren Sie auch, ob ein dünner Schlauchanschluss oder ein Belüfter verstopft ist.

Hilft das nicht, starten Sie einen leeren Spülgang mit hoher Temperatur und einem handelsüblichen Maschinenreiniger. Diese Pulver oder Tabs lösen Fett und Kalk im gesamten Innenraum, auch in Leitungen und Pumpen, die Sie von außen nicht erreichen. Verwenden Sie keinen Essig als Hausmittel. Die Säure greift Gummidichtungen und andere Dichtungsteile auf Dauer an.

Sprüharme auf verstopfte Düsen prüfen

Wenn das Geschirr nach dem Spülen nicht sauber wird oder der Geruch bleibt, obwohl Sieb und Ablauf sauber sind, kontrollieren Sie die Sprüharme. In den kleinen Düsen verfangen sich manchmal Grannen, Obstkerne oder Papierstückchen. Ein betroffener Sprüharm verteilt das Wasser schlechter. Dann werden Reste nicht abgespült und verrotten im Innenraum.

Die Sprüharme lassen sich bei den meisten Geräten durch eine Vierteldrehung oder eine Entriegelung abnehmen. Spülen Sie sie unter dem Wasserhahn aus und reinigen Sie jede Düse mit einer Nähnadel oder einer dünnen Büroklammer. Lassen Sie danach einige Sekunden Wasser durch den Arm laufen und setzen Sie ihn wieder ein. Der Arm muss sich danach leichtgängig drehen lassen.

Gerüche langfristig vermeiden

Mit ein paar Gewohnheiten bleibt die Maschine dauerhaft geruchsfrei:

  • Lassen Sie die Tür nach dem Spülgang einen Spalt offen, damit Feuchtigkeit entweicht.
  • Entfernen Sie grobe Speisereste mit einer Serviette oder dem Besteck, bevor Sie das Geschirr einräumen. Sie brauchen das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vorzuspülen. So sparen Sie Wasser.
  • Lassen Sie die Maschine nicht tagelang unbenutzt stehen. Nach einem Urlaub starten Sie vor der ersten Benutzung einen leeren Heißspülgang.
  • Fahren Sie gelegentlich ein Programm mit höherer Temperatur. Sparprogramme mit niedrigen Temperaturen lösen Fett schlechter und hinterlassen mehr Rückstände in der Maschine.
  • Leeren Sie die Maschine zeitnah nach Programmende, damit das Geschirr nicht in der feuchten Wärme nachdunstet.

Wer das Sieb regelmäßig reinigt und die Tür offen lässt, beugt den meisten Gerüchen vor. Ein Maschinenreiniger einmal pro Monat entfernt zusätzlich Ablagerungen in Leitungen und am Heizstab.