Parkett verträgt nur wenig Feuchtigkeit. Zu nasses Wischen drückt Wasser in Fugen und Holzfasern. Das verursacht matte Stellen und Quellschäden. Wischen Sie daher nebelfeucht, also mit nur leicht angefeuchtetem Tuch oder Wischbezug, und halten Sie das Raumklima stabil. Trockene Heizungsluft und starke Temperaturschwankungen schaden dem Holz genauso wie Nässe. Lüften und Heizen sind dabei so wichtig wie die Wischtechnik.
Warum nebelfeucht wischen?
Nebelfeucht bedeutet, dass der Wischbezug keine sichtbaren Wassertropfen hinterlässt. Er ist so wenig feucht, dass er Staub aufnimmt, aber kein Wasser auf der Oberfläche stehen bleibt. Dadurch quillt die Deckschicht nicht auf und die Fugen füllen sich nicht mit Wasser. Beim nassen Wischen zieht Wasser in das Holz ein. Die einzelnen Stäbe dehnen sich aus, und es entstehen wellige Stellen oder aufgehellte, matte Flächen. Besonders anfällig sind die Fugen und die Kanten der Dielen, weil dort das Wasser am schnellsten eindringt.
Die richtige Wischtechnik
Bevor Sie wischen, entfernen Sie losen Schmutz mit einem Staubsauger oder einem trockenen Wischbezug. Sand und kleine Steinchen wirken beim Wischen wie Schleifpapier und hinterlassen feine Kratzer. Danach wischen Sie mit einem nebelfeuchten Bezug in Richtung der Maserung. Verwenden Sie lauwarmes Wasser, notfalls mit einem milden Parkettpflegemittel, das der Hersteller des Bodens freigibt. Spülen Sie den Bezug regelmäßig aus, damit Sie keinen Schmutz über den Boden verteilen. Ein Dampfreiniger gehört nicht auf Parkett. Der heiße Dampf dringt tief in das Holz ein und löst die Versiegelung oder das Öl an.
Raumklima für Parkett
Holz arbeitet: Es dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und zieht sich bei Trockenheit zusammen. Parkett mag deshalb ein Raumklima, das auch für Menschen angenehm ist: etwa 20 Grad Raumtemperatur und rund 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Im Winter sollte die Luftfeuchtigkeit nicht unter 30 Prozent fallen, im Sommer nicht über 65 Prozent steigen. Bei Fußbodenheizung darf die Oberflächentemperatur höchstens 26 Grad betragen. Sonst trocknet das Holz zu stark aus und bildet Risse. Wichtig ist, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst konstant bleiben. Starke Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit schaden dem Boden mehr als ein einzelner Feuchtewert, der kurz abweicht.
Stoßlüften im Winter
Im Winter reicht es nicht, das Fenster dauerhaft in Kippstellung zu lassen. Dabei kühlt die Raumluft aus, aber die feuchte Luft zieht nicht zuverlässig ab, und die Wände kühlen ab. Besser ist Stoßlüften: Öffnen Sie das Fenster für kurze Zeit weit, sodass die Luft komplett austauscht, und schließen Sie es danach wieder. Das senkt die Luftfeuchtigkeit, ohne dass der Raum zu stark auskühlt. In Schlafzimmern lüften Sie am besten vor dem Schlafengehen und morgens nach dem Aufstehen. Halten Sie die Tür zu kühleren Schlafzimmern dabei geschlossen. Wärmere und feuchtere Luft aus anderen Räumen kondensiert an den kühlen Oberflächen und kann Schimmel bilden.
Feuchtigkeitsquellen im Haushalt
Kochen, Waschen, Baden und Duschen setzen viel Feuchtigkeit frei, ebenso feuchte Wäsche, viele Pflanzen oder ein Aquarium. Diese Feuchtigkeit setzt sich an Fenstern und kalten Wänden ab und kann dort Schimmel bilden. Für das Parkett bedeutet das: Je mehr Feuchtigkeitsquellen in einem Raum arbeiten, desto regelmäßiger müssen Sie lüften. In der Küche reicht oft das Stoßlüften nach dem Kochen, im Bad nach dem Duschen. Wenn Sie Wäsche in der Wohnung trocknen, stellen Sie sie in einen Raum mit Fenster und lüften Sie dort häufiger. Ein Hygrometer zeigt die Luftfeuchtigkeit an. So müssen Sie nicht nach Gefühl entscheiden.