In jeder Küche fallen täglich Gemüsereste, Verpackungen, leere Gläser und Essensreste an. Wer die Abfälle getrennt sammelt, hält die Küche aufgeräumter, reduziert Gerüche und macht das Wiederverwerten der Wertstoffe möglich.

Die Grundregel: Trennen Sie Bioabfall, Verpackungen und Restmüll. Behandeln Sie Biomüll so, dass er nicht anfängt zu riechen.

Drei Behälter richtig aufstellen

Stellen Sie die Behälter dorthin, wo die Abfälle anfallen. In den meisten Küchen reichen drei Behälter: einer für Bioabfall, einer für Verpackungen und einer für Restmüll. Glas bringen Sie zum Glascontainer. Wenn Sie eine neue Küche planen, können Sie Einbausysteme wählen, die direkt in den Unterschrank passen. Sie sparen Platz und verstecken die Behälter. In einer bestehenden Küche genügen freistehende Eimer mit Deckel oder Einsätze für die Schublade.

Bioabfall trocken halten

Der Biomüll ist die häufigste Geruchsquelle in der Küche. Feuchte Abfälle wie Gemüsereste, Obstschalen und Kaffeesatz gären nach kurzer Zeit und ziehen Fruchtfliegen an. Die wirksamste Gegenmaßnahme ist einfach: Legen Sie Zeitungspapier oder Küchenkrepp auf den Boden des Behälters. Das Papier saugt Feuchtigkeit auf und verhindert, dass sich Flüssigkeit am Boden sammelt.

In den Bioabfall gehören Gemüse- und Obstabfälle, Kaffeesatz samt Filter, Teebeutel, Eierschalen, Brotreste und verwelkte Blumen. Fleisch- und Wurstreste sowie gekochte Speisereste vergären schnell und riechen stark; viele Kommunen nehmen sie deshalb nicht an. Die genauen Regeln legt Ihr Entsorger fest; Sie finden sie auf seiner Website.

Gelben Sack richtig befüllen

In den Gelben Sack gehören nur leere und ausgeleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe oder Glas bestehen. Dazu zählen Aluminium- und Weißblechdeckel, Medikamentenblister, Butterfolie, Joghurtbecher, Plastiktüten, Getränkekartons und Konservendosen. Ausspülen müssen Sie die Verpackungen nicht, aber ganz leer sollten sie sein. Ein Joghurtbecher mit Löffelresten fängt nach einigen Tagen ebenfalls an zu riechen.

Besteht eine Verpackung aus mehreren Materialien, trennen Sie die Teile, etwa den Deckel vom Becher. Papier und Pappe gehören in die Papiertonne, nicht in den Gelben Sack.

Was in den Restmüll gehört

In den Restmüll kommt alles, was sich nicht recyceln lässt: Staubsaugerbeutel, Hygieneartikel, kaputte Keramik, Zigarettenkippen und stark verschmutzte Verpackungen. Je weniger hier landet, desto besser, denn Restmüll wird verbrannt. Achten Sie darauf, dass keine Wertstoffe wie Glas, Papier oder Verpackungen darin landen.

Küchengerüche vermeiden

Mit ein paar Gewohnheiten bleibt die Küche geruchsarm:

  • Leeren Sie den Biomüll mindestens jeden zweiten Tag, bei warmem Wetter täglich.
  • Waschen Sie die Behälter regelmäßig mit warmem Wasser und Spülmittel aus.
  • Halten Sie die Deckel geschlossen, aber nicht luftdicht, sonst entweicht der Geruch beim Öffnen schlagartig.
  • Legen Sie Zeitungspapier oder Küchenkrepp in den Bioeimer, damit er trocken bleibt.
  • Lassen Sie Obstschalen und Gemüsereste nicht offen liegen, sonst kommen Fruchtfliegen.

Ein kleiner Eimer mit Deckel auf der Arbeitsplatte ist praktisch für die täglichen Reste. Leeren Sie ihn aber abends, damit er über Nacht nicht riecht.