Ordnung im Haushalt entsteht durch feste Plätze und einfache Routinen. Teure Möbel oder große Umbauten sind dafür nicht nötig. Hacks sind einfache Alltagsmethoden: Sie helfen beim Aussortieren, geben jedem Gegenstand einen Stammplatz und machen das Aufräumen kurz und überschaubar. Sie können einzelne Methoden übernehmen oder mehrere kombinieren.

1. Ein Zimmer pro Durchgang

Aufräumen wirkt aussichtslos, wenn Sie gleichzeitig Küche, Wohnzimmer und Flur im Kopf haben. Nehmen Sie sich stattdessen einen Raum oder sogar nur eine Fläche vor, etwa den Küchentisch oder ein Regalbrett. Der sichtbare Fortschritt motiviert, und Sie beenden die Einheit, bevor Sie müde werden. Ein Raum gilt als fertig, wenn jeder Gegenstand einen Platz hat und die Flächen frei sind.

2. Kleinkram konsequent aussortieren

Kleinteile wie Stifte, Kabel, Kosmetikproben und Schrauben sammeln sich in Schubladen an, ohne dass Sie es bemerken. Nehmen Sie jede Schublade einzeln heraus und legen Sie den Inhalt auf den Tisch. Entscheiden Sie für jedes Teil, ob es einen konkreten Verwendungszweck hat; was Sie im letzten Jahr nicht angefasst haben, kommt in die Spendenkiste oder den Müll. Bei Kabeln hilft die Frage, ob Sie das passende Gerät noch besitzen.

3. Nach Thema lagern, nicht nach Raum

Batterien liegen oft in der Küche, im Büro und im Werkzeugkasten verteilt. Wenn Sie thematisch sortieren, legen Sie alle Batterien in eine Box, alle Geschenkbänder in eine andere und alle Reinigungsmittel an einen festen Platz. Sie finden Dinge schneller wieder, weil Sie nicht mehr raten müssen, wo etwas liegt. Wichtig ist, dass die thematische Box dort steht, wo Sie den Inhalt am häufigsten brauchen.

4. Die 15-15-15-Methode

Die 15-15-15-Methode teilt das Aufräumen in drei Runden zu je 15 Minuten mit klaren Aufgaben. Räumen Sie in der ersten Runde Dinge weg, die offen herumliegen. Sortieren Sie in der zweiten Runde, was keinen festen Platz hat. Bringen Sie in der dritten Runde die aussortierten Dinge an ihren Zielort, etwa in die Spendenkiste oder den Keller. Nach den drei Runden ist sichtbar etwas geschafft, ohne dass der ganze Nachmittag verloren ist.

5. Fester Platz für Schlüssel, Jacken und Schuhe

Schlüssel, Geldbörse, Post und Sonnenbrille landen täglich auf dem ersten freien Fleck. Legen Sie in der Nähe der Wohnungstür eine kleine Ablage oder ein Tablett fest, das nur für diese Dinge reserviert ist. Auch für Jacken, Taschen und Schuhe braucht es einen festen Haken beziehungsweise ein festes Fach. Wenn der Platz einmal vergeben ist, gehört jeder Gegenstand dorthin zurück. Das spart morgens die Sucherei.

6. Wände und Türen als Stauraum nutzen

Wenn Sie wenig Stellfläche haben, können Sie Wände und Innenseiten von Schranktüren nutzen. Haken an der Innenseite der Putzschranktür halten Besen und Handfeger, eine Leiste mit Haken im Flur nimmt Jacken und Taschen auf. Achten Sie bei selbstklebenden Haken auf die angegebene Tragkraft und die Beschaffenheit der Wand. Schwere Gegenstände gehören in die Wand gedübelt, nicht auf Klebehaken.

7. Boxen erst nach dem Sortieren

Sortieren Sie zuerst aus und legen Sie dann fest, welche Kategorien eine Box bekommen, denn nur wenn der Inhalt überschaubar bleibt, wirken Körbe und Boxen ordentlich. Eine beschriftete Box für Ladekabel ist hilfreich, eine Box mit dem Aufdruck „Verschiedenes" verschiebt das Problem nur. Beschriften Sie die Boxen so, dass auch andere Haushaltsmitglieder wissen, was hineingehört.

8. Die Ein-Minuten-Regel

Alles, was weniger als eine Minute dauert, machen Sie sofort. Das kann die Tasse in die Spülmaschine sein, die Jacke an den Haken oder die Post in den Ablagekorb. So sammeln sich kleine Aufgaben nicht über den Tag an. Was länger dauert, notieren Sie oder planen Sie fest ein, damit es nicht vergessen geht.

9. Abends fünf Minuten zurücksetzen

Ein kurzes Abendritual hält die Wohnung dauerhaft aufgeräumt. Räumen Sie in fünf Minuten die Küchenarbeitsfläche frei, legen Sie Zeitungen zurück und stellen Sie Schuhe ins Regal. Am nächsten Morgen starten Sie in eine aufgeräumte Wohnung, ohne dass Sie dafür Zeit einplanen müssen. Der Aufwand ist gering.

10. Vorräte sichtbar und griffbereit lagern

In Vorratsschränken verschwinden Lebensmittel schnell hinter anderen und werden vergessen. Stellen Sie neue Einkäufe nach hinten und ältere Packungen nach vorne, damit Sie die älteren zuerst verbrauchen. Gläser und Dosen, die durchsichtig sind oder klare Etiketten haben, zeigen auf einen Blick, was vorhanden ist. Das reduziert Doppelkäufe und verdorbene Ware.