Ein Küchenabfalleimer, vor allem ein Bioeimer für organische Küchenabfälle, riecht schnell unangenehm. Der Geruch entsteht fast immer, wenn Feuchtigkeit und Wärme zusammenkommen: Lebensmittelreste rotten, Bakterien vermehren sich. Bei warmen Temperaturen kommen Fruchtfliegen und Maden dazu.
Gegen den Geruch helfen drei Schritte. Leeren Sie den Eimer regelmäßig und reinigen Sie ihn gründlich. Nach der Reinigung lassen Sie ihn vollständig trocknen. Wer diese Reihenfolge einhält und beim Befüllen ein paar Grundregeln beachtet, braucht keine chemischen Deodorants.
Warum der Eimer riecht
Organische Abfälle wie Gemüsereste, Obstschalen oder Kaffeesatz enthalten viel Wasser. In einem geschlossenen Eimer staut sich diese Feuchtigkeit, und die Wärme der Küche kommt hinzu. Bakterien und Pilze finden ideale Bedingungen und zersetzen die Abfälle. Dabei entstehen Schwefelverbindungen und andere Gase, die faulig riechen.
Tierkot, größere Mengen Flüssigkeit und gekochte Speisen gehören nicht in den Bioeimer. Besonders proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch- oder Wurstreste zersetzen sich schnell und riechen intensiver als pflanzliche Abfälle. Wer diese Fehler vermeidet, verringert die Geruchsbildung deutlich, bevor er den Eimer überhaupt reinigen muss.
Den Eimer regelmäßig leeren
Gerüche verhindern Sie am einfachsten, wenn Sie den Eimer nicht zu lange stehen lassen. Leeren Sie den Bioeimer in der Küche je nach Füllmenge alle zwei bis drei Tage, im Sommer häufiger. Warten Sie nicht, bis der Eimer voll ist, denn je länger die Abfälle bei Zimmertemperatur lagern, desto stärker wird der Geruch.
Leeren Sie den Eimer über der Biotonne oder dem Kompost und klopfen Sie ihn kurz aus, damit grobe Reste herausfallen. Prüfen Sie dann den Innenraum auf anhaftende Reste. Entfernen Sie diese am besten sofort, denn eingetrocknete Lebensmittelreste lassen sich später nur mit mehr Aufwand lösen.
Mit Spülmittel, Essig und Natron reinigen
Für die regelmäßige Reinigung brauchen Sie keine Spezialprodukte. Spülmittel, warmes Wasser und ein Schwamm reichen. Geben Sie einen Spritzer Spülmittel in den Eimer und füllen Sie etwas warmes Wasser dazu. Wischen Sie dann die Innenwände und den Boden gründlich aus. Achten Sie besonders auf den Rand und die Innenseite des Deckels, dort setzen sich oft Spritzer und ein Film ab.
Bei hartnäckigen Ablagerungen oder bereits entstandenem Geruch helfen zwei Hausmittel: Essig und Natron. Essig löst Fett und wirkt gegen Bakterien. Mischen Sie eine Tasse Essig mit einem Liter warmem Wasser und wischen Sie den Eimer damit aus. Lassen Sie die Lösung kurz einwirken, bevor Sie nachspülen. Natron eignet sich als sanftes Scheuermittel. Streuen Sie etwas Natron auf einen feuchten Schwamm und reiben Sie damit die Verschmutzungen ab. Das Pulver neutralisiert auch Gerüche. Danach spülen Sie den Eimer mit klarem Wasser aus.
Den Eimer nach der Reinigung trocknen
Der wichtigste Schritt nach der Reinigung ist das Trocknen, denn ein feuchter Eimer lässt neue Bakterien wachsen, die neue Gerüche erzeugen. Wischen Sie den Eimer nach dem Ausspülen mit einem trockenen Tuch aus und lassen Sie ihn anschließend bei geöffnetem Deckel an der Luft trocknen. Stellen Sie ihn dafür an einen gut belüfteten Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank oder in die Abstellkammer. Erst wenn der Innenraum vollständig trocken ist, sollten Sie den Eimer wieder benutzen.
Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie das Trocknen beschleunigen, indem Sie den Eimer mit einem sauberen Geschirrtuch ausreiben. Das Tuch nimmt die Restfeuchtigkeit auf. Danach sollte der Eimer noch kurz offen stehen bleiben, damit auch die letzten feuchten Stellen trocknen.
Gerüche schon beim Befüllen vermeiden
Neben der Reinigung hilft es, ein Stück Zeitungspapier oder eine Lage Küchenrolle auf den Boden des Eimers zu legen. Das Papier saugt überschüssige Feuchtigkeit auf und lässt sich beim Leeren einfach mitentsorgen. Bei Bioeimern mit Lochboden oder Siebeinsatz funktioniert das besonders gut, weil die Flüssigkeit nach unten ablaufen kann.
Halten Sie den Deckel des Eimers immer geschlossen, denn ein offener Eimer gibt Gerüche direkt an die Raumluft ab und lockt Fruchtfliegen an. Wenn Sie nasse Abfälle wie Melonenschalen oder Salatreste entsorgen, wickeln Sie sie kurz in Zeitungspapier ein. Das bindet die Feuchtigkeit und verlangsamt die Zersetzung.
Den Bioeimer häufiger leeren
Der Bioeimer unterscheidet sich vom normalen Küchenabfalleimer vor allem dadurch, wie Sie ihn benutzen. Darin sammeln Sie ausschließlich organische Abfälle, die besonders schnell verderben. Deshalb gelten für ihn strengere Regeln. Leeren Sie den Bioeimer am besten täglich oder jeden zweiten Tag, gerade im Sommer. Verwenden Sie einen Eimer mit Deckel und möglichst mit einem herausnehmbaren Innenbehälter. Den Innenbehälter können Sie bequem unter fließendem Wasser ausspülen, ohne den gesamten Eimer zu bewegen.
Reinigen Sie den Bioeimer genauso wie den normalen Mülleimer. Leeren Sie ihn zuerst aus und wischen Sie ihn mit Spülmittel und warmem Wasser aus. Danach behandeln Sie ihn mit Essigwasser nach und lassen ihn gründlich trocknen. Streuen Sie gegen Gerüche im Bioeimer eine dünne Schicht Natron auf den Boden, bevor Sie das Zeitungspapier einlegen. Das Natron nimmt Feuchtigkeit auf und neutralisiert Gerüche, während Sie den Eimer benutzen.