Türdichtungen aus Gummi oder Kunststoff an Kühlschrank, Waschmaschine und Fenstern halten Zugluft, Feuchtigkeit und Kälte draußen. Ohne regelmäßige Pflege werden sie spröde, verlieren ihre Elastizität und dichten nicht mehr richtig ab.
Die Reinigung ist einfach und braucht keine Spezialmittel. Je milder das Reinigungsmittel, desto besser für das Material. Aggressive Chemikalien greifen die Dichtung an und beschädigen sie dauerhaft.
Warum Dichtungen spröde werden
Dichtungen altern nicht nur durch Zeit, sondern vor allem durch falsche Pflege. Fett, Staub und Seifenreste setzen sich in den Rillen der Gummilippen ab. Diese Rückstände ziehen Schmutz an und bilden mit der Zeit eine harte Kruste. Wenn Sie dann mit einem scharfen Reiniger oder einer harten Bürste vorgehen, entfernen Sie den Schmutz, aber auch die Weichmacher aus dem Gummi. Das Material verliert seine Flexibilität, bekommt Risse und dichtet nicht mehr ab. Bei der Waschmaschine führt das zu Feuchtigkeit im Raum, beim Kühlschrank zu höherem Stromverbrauch und bei Fenstern zu Zugluft und Kondenswasser.
Spülmittel, Wasser und Schwamm
Für die normale Reinigung genügen drei Dinge: lauwarmes Wasser, ein Spülmittel und ein weicher Schwamm oder ein Mikrofasertuch. Geben Sie einen Spritzer Spülmittel in eine Schüssel mit Wasser, sodass sich eine leicht schäumende Lösung bildet. Stark verdünntes Spülmittel reicht für staubige oder leicht verschmutzte Dichtungen. Bei hartnäckigen Ablagerungen lassen Sie die Lösung kurz einwirken und wischen dann mit dem Schwamm nach. Verwenden Sie keine Scheuerschwämme, Stahlwolle oder harte Bürsten, denn die ritzen die Oberfläche an. An diesen Kratzern setzt sich später wieder Schmutz fest.
Kühlschrankdichtung reinigen
Die Dichtung am Kühlschrank bekommt am meisten Fett und Essensreste ab. Räumen Sie zuerst die Türfächer aus, damit Sie die Dichtung gut erreichen. Ziehen Sie die Dichtung vorsichtig mit der Hand von der Tür ab, wenn sie sich lösen lässt. Bei vielen Modellen sitzt sie nur in einer Nut und lässt sich zum Reinigen abziehen. Notieren Sie sich vorher, wie sie eingehängt war, damit Sie sie später wieder richtig anbringen. Wischen Sie die Dichtung mit dem feuchten Spültuch ab und achten Sie besonders auf die Falten und Ecken, in denen sich Krümel sammeln. Anschließend mit einem trockenen Tuch nachwischen, denn stehendes Wasser auf der Dichtung begünstigt Schimmel. Wenn die Dichtung sehr verschmutzt ist, wiederholen Sie den Vorgang mit frischer Spüllösung.
Waschmaschinendichtung reinigen
Die Gummidichtung an der Waschmaschinentür ist ein klassischer Ort für Schimmel und muffige Gerüche, weil dort nach jedem Waschgang Feuchtigkeit stehen bleibt. Nach dem Waschen wischen Sie die Dichtung kurz mit einem trockenen Tuch aus und lassen die Tür einen Spalt offen, damit sie trocknen kann. Für die gründliche Reinigung ziehen Sie die äußere Lippe der Dichtung zurück und wischen die Mulde dahinter aus. Dort sammeln sich Haare, Münzen und Waschmittelreste. Verwenden Sie auch hier die milde Spüllösung. Bei Schimmelbefall hilft eine Mischung aus Wasser und etwas Essigessenz, aber testen Sie das an einer unauffälligen Stelle, denn Essig kann manche Gummiarten angreifen. Spülen Sie die Dichtung danach mit klarem Wasser nach, damit keine Säurereste zurückbleiben.
Fensterdichtungen reinigen
Fensterdichtungen sind meist weniger fettig, aber sie bekommen Staub und Pollen ab. Wischen Sie die Gummilippen am Fensterrahmen einfach mit dem feuchten Spültuch ab. Bei doppelt verglasten Fenstern sitzen die Dichtungen in den Rahmenprofilen. Nutzen Sie einen schmalen Schwamm oder ein Essstäbchen, um das Tuch in die Rillen zu führen. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit zwischen Dichtung und Rahmen stehen bleibt, denn das kann im Winter zu Eisbildung führen. Nach der Reinigung reiben Sie die Dichtungen trocken und prüfen nebenbei, ob sie noch gleichmäßig am Rahmen anliegen. Wenn Sie einen Spalt sehen, durch den es zieht, müssen Sie die Dichtung möglicherweise austauschen.
Aggressive Reiniger vermeiden
Verzichten Sie auf aggressive Reiniger wie Chlorbleiche, Backofenreiniger, Scheuermilch oder Lösungsmittel. Diese Substanzen lösen chemische Reaktionen im Gummi aus und verändern das Material. Die Dichtung wird hart, bekommt Risse oder verfärbt sich. Auch Hochdruckreiniger und Dampfstrahler sind ungeeignet, denn Hitze und Druck schädigen die Oberfläche. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Reiniger geeignet ist, testen Sie ihn zuerst an einer versteckten Stelle der Dichtung und warten Sie einen Tag ab. Zeigt das Gummi keine Verfärbung oder Aufweichung, können Sie den Reiniger verwenden.
Dichtungen pflegen
Nach dem Reinigen und Trocknen können Sie die Dichtung mit einem Pflegemittel behandeln, damit sie geschmeidig bleibt. Manche Hersteller bieten spezielle Gummipflegeprodukte oder Silikonsprays an. Tragen Sie das Mittel dünn auf und wischen Sie überschüssiges Produkt ab, denn zu viel Pflege zieht Staub an. Bei Fensterdichtungen reicht meist eine Pflege pro Jahr. Bei der Waschmaschine können Sie die Dichtung nach jeder gründlichen Reinigung behandeln. Wenn Sie keine Pflegeprodukte zur Hand haben, genügt es, die Dichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen und trocken zu reiben. Das verhindert, dass sie spröde wird.