Wenn in der Mikrowelle etwas anbrennt oder Sie stark riechende Speisen erhitzen, bleiben Geruch und Fettspritzer im Innenraum zurück. Beim nächsten Erhitzen werden die Fettreste erneut aufgeheizt. Dadurch wird der Geruch stärker. Gehen Sie in zwei Schritten vor: Lüften Sie die Mikrowelle zuerst gründlich, dann lösen Sie die Rückstände. Wer beides richtig macht, hält das Gerät hygienisch sauber und verhindert, dass Essensgerüche in die Küche und in Textilien ziehen.
Warum die Mikrowelle riecht
Die Hauptursache sind Speisereste und Fettspritzer. Sie setzen sich an Decke, Wänden und Drehteller fest und verbrennen beim nächsten Erhitzen. Dabei entsteht der Geruch. Außerdem vermehren sich in feuchten Essensresten Bakterien und Keime, wenn die Mikrowelle längere Zeit nicht gereinigt wird. Deshalb gilt: Entfernen Sie Spritzer und größere Verschmutzungen sofort, bevor sie einbrennen und sich festsetzen.
Angebranntes Zubehör verursacht häufig starke Gerüche. Ein Kirschkernkissen zum Beispiel verbrennt, wenn Sie es auf zu hoher Stufe erhitzen. Es verbreitet dann einen beißenden Geruch, der sich im gesamten Innenraum festsetzt.
Erst lüften, dann reinigen
Wenn etwas in der Mikrowelle verbrannt ist, öffnen Sie zuerst die Mikrowellentür und das Küchenfenster weit. Der verbrannte Geruch verflüchtigt sich nur, wenn die Luft zirkuliert. Lassen Sie die Tür einige Zeit offen, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Danach verwenden Sie einen handelsüblichen Mikrowellenreiniger oder ein Hausmittel.
Reinigen mit Essig oder Backpulver
Essigessenz und Backpulver lösen Fett und neutralisieren Gerüche. Sie müssen also keine chemischen Reiniger in dem Gerät verwenden, in dem später Essen erhitzt wird. Prüfen Sie vorher die Hinweise des Herstellers. Nicht jede Innenbeschichtung verträgt säurehaltige Mittel. Stellen Sie eine hitzebeständige Schüssel mit Wasser und einem Schuss Essigessenz in die Mikrowelle und erhitzen Sie sie, bis der Dampf die Wände beschlägt. Der Dampf weicht eingebrannte Spritzer auf. Lassen Sie die Schüssel danach kurz stehen, damit der Dampf einwirkt. Wischen Sie den Innenraum mit einem feuchten Tuch aus. Wischen Sie anschließend mit klarem Wasser nach, damit kein Essiggeruch zurückbleibt.
Backpulver hilft bei hartnäckigen Verschmutzungen. Mischen Sie es mit etwas Wasser zu einer Paste. Streichen Sie die Paste auf die verschmutzten Stellen. Lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie alles gründlich ab. Achten Sie darauf, dass keine Rückstände in Ritzen oder am Drehteller bleiben.
Wie oft reinigen?
Bei täglicher Nutzung reicht eine gründliche Reinigung alle ein bis zwei Wochen. Bei seltener Nutzung reinigen Sie die Mikrowelle im Rahmen der allgemeinen Küchenreinigung mit, je nachdem, wie stark sie verschmutzt ist. Entfernen Sie Spritzer und Essensreste sofort. Dann entsteht kein eingebrannter Belag.
Eine Abdeckung über dem Essen verhindert die meisten Spritzer. Decken Sie Teller oder Schüsseln mit einem Spritzschutz oder einem Teller ab. So bleiben die Wände sauber und das Essen erhitzt sich gleichmäßiger, weil die Feuchtigkeit im Gefäß bleibt.
Essensgerüche weglüften
Wenn Sie die Tür öffnen, verteilen sich Essensgerüche in der ganzen Küche. Ohne ausreichende Belüftung setzen sie sich in Vorhängen, Polstern und Kleidung fest. Eine Dunstabzugshaube zieht Kochgerüche nach dem Braten, Frittieren oder Kochen ab. Am zuverlässigsten ist eine Abluftlösung, die die belastete Luft direkt nach außen führt. Umlufthauben filtern die Luft und führen sie zurück in den Raum. Sie entfernen Gerüche weniger vollständig.
Ohne Dunstabzugshaube öffnen Sie nach dem Erhitzen oder Kochen die Fenster weit und lassen Sie einen Durchzug entstehen. Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern über einige Minuten vertreibt Gerüche schneller als ein dauerhaft gekipptes Fenster, weil dabei die gesamte Raumluft ausgetauscht wird. Drehen Sie die Heizung währenddessen herunter, damit die kalte Luft nicht unnötig Energie kostet.