Mikrofasertücher bestehen aus sehr feinen Kunststofffasern, meist aus Polyester und Polyamid. Die dünnen Fasern halten Staub, Schmutz und Flüssigkeiten fest, statt sie nur über die Oberfläche zu schieben. Auf Glas, Edelstahl und empfindlichen Möbeln reinigen sie gründlicher als Baumwolltücher.
Waschen Sie die Tücher getrennt in kühlem oder lauwarmem Wasser mit einem milden Waschmittel. Dann bleibt die Saugkraft erhalten. Weichspüler, Bleichmittel und hohe Hitze schädigen die Fasern und verkürzen die Lebensdauer. So nutzen Sie die Tücher lange und kaufen seltener neue.
Warum Weichspüler und Hitze der Saugkraft schaden
Weichspüler legt sich als dünner Film um die feinen Fasern. Dadurch verkleben sie und nehmen weniger Wasser auf. Das Tuch fühlt sich weicher an, verliert aber genau die Eigenschaft, für die es gedacht ist. Auch Bleichmittel greift das Material an und macht die Fasern spröde. Hohe Temperaturen im Waschgang, im Trockner oder beim Bügeln verformen die Kunststofffasern dauerhaft. Ein geschädigtes Tuch nimmt weniger Flüssigkeit auf und hinterlässt auf Glas und Spiegeln eher Schlieren.
Tücher vorbereiten und sortieren
Bevor die Tücher in die Maschine kommen, schütteln Sie groben Schmutz ab oder spülen Sie ihn unter fließendem Wasser aus. Tücher mit Öl, Politur oder starken Reinigungsmitteln waschen Sie getrennt von anderer Wäsche. Mikrofasertücher gehören nicht in die Wäsche mit Baumwollstoffen. Baumwolle gibt Fusseln ab. Die Fusseln setzen sich in den feinen Mikrofasern fest und verringern die Saugkraft. Sortieren Sie die Tücher außerdem nach Farben, damit dunkle Tücher nicht auf helle abfärben.
Waschen mit mildem Waschmittel
Waschen Sie Mikrofasertücher in kühlem oder lauwarmem Wasser mit einem milden Waschmittel. Ein Schonprogramm reicht, Vorwaschen ist nicht nötig. Lassen Sie den Weichspüler weg, auch wenn die Maschine ein Fach dafür hat. Verwenden Sie ein flüssiges, mildes Waschmittel, das sich bei niedrigen Temperaturen gut löst. Stark verschmutzte Tücher weichen Sie vorher kurz ein, statt die Temperatur zu erhöhen. Die Hinweise gelten für handelsübliche Mikrofasertücher. Bei Spezialtüchern, etwa für die Autopflege, haben die Angaben des Herstellers Vorrang.
Trocknen ohne hohe Hitze
Am schonendsten trocknen Mikrofasertücher an der Luft. Hängen Sie sie auf oder legen Sie sie flach auf einen Wäscheständer. Wenn Sie den Trockner nutzen, wählen Sie die niedrigste Hitzestufe. Hohe Hitze verformt die Kunststofffasern und reduziert die Saugkraft dauerhaft. Bügeln ist bei Mikrofasertüchern weder nötig noch sinnvoll. Die Hitze beschädigt die Fasern.
Wenn die Saugkraft nachlässt
Hat ein Tuch durch Weichspüler-Rückstände an Saugkraft verloren, entfernt ein erneuter Waschgang ohne Weichspüler die Rückstände teilweise. Waschen Sie das Tuch dazu mit einem milden Waschmittel und ohne jeden Zusatz. Ist die Faser dagegen durch Hitze oder Bleichmittel geschädigt, erholt sie sich nicht. Sie erkennen den Schaden daran, dass das Tuch Wasser abperlen lässt oder auf Glas Schlieren hinterlässt. Dann hilft nur ein neues Tuch.
Mikroplastik beim Waschen
Mikrofasertücher bestehen aus Kunststoff. Beim Waschen lösen sich winzige Faserteile, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Nutzen Sie die Tücher deshalb möglichst lange und waschen Sie sie nur, wenn sie wirklich schmutzig sind. Wer den Faserabrieb verringern möchte, wäscht die Tücher in einem Wäschenetz oder verwendet einen Filterbeutel, der die Fasern auffängt. Der Trockner belastet die Fasern mechanisch stärker als das Trocknen an der Luft. Wer die Tücher aufhängt, reduziert dadurch auch den Abrieb.