Im Schlaf gibt der Körper etwa einen halben Liter Flüssigkeit ab. Der größte Teil davon landet in der Matratze. Dort sammeln sich außerdem Schweiß, Hautschuppen, Staub und mit der Zeit Milben. Regelmäßige Pflege hält die Matratze hygienisch und verlängert ihre Lebensdauer. Zur Auffrischung genügen ein Staubsauger, Natron und etwas Zeit. Teure Geräte sind nicht nötig.
Warum die Matratze Pflege braucht
Mit der Zeit sammeln sich in einer Matratze Millionen von Milben, dazu Schweiß, Schmutz, Hautschuppen und Bakterien. Die Ausscheidungen der Milben lösen bei empfindlichen Menschen Allergien aus. Beschwerden an Augen und Nase sowie Niesen sind typisch. Wer die Matratze regelmäßig reinigt, entfernt diese Rückstände und reduziert die Belastung für Allergiker spürbar.
Monatlich absaugen
Bürsten Sie die Matratze einmal im Monat ab und saugen Sie sie anschließend gründlich mit dem Staubsauger ab. So entfernen Sie groben Schmutz, Staub und Hautschuppen von der Oberfläche. Verwenden Sie am besten die Polsterdüse und gehen Sie langsam über die gesamte Fläche, auch an den Seitenkanten entlang. Das Absaugen ist die wichtigste Routine, weil sie verhindert, dass sich Schmutz tief ins Material setzt.
Natron-Kur gegen Gerüche
Behandeln Sie die Matratze zwei- bis dreimal im Jahr mit Natron. Natron bindet Feuchtigkeit und neutralisiert Gerüche, ohne das Material anzugreifen. Streuen Sie eine dünne Schicht Natron gleichmäßig über die gesamte Matratze und lassen Sie das Natron mehrere Stunden einwirken, idealerweise über Nacht. Danach saugen Sie das Pulver gründlich wieder ab. Bei starken Gerüchen verlängern Sie die Einwirkzeit oder wiederholen die Behandlung nach einigen Tagen.
Flecken gezielt behandeln
Je früher Sie Flecken behandeln, desto besser. Frische Flecken tupfen Sie zunächst mit einem trockenen Tuch ab, um überschüssige Flüssigkeit aufzunehmen. Reiben Sie nicht, sonst drücken Sie den Fleck tiefer ins Material. Für hartnäckige Flecken verwenden Sie eine milde Lösung aus Wasser und etwas Zitronensäure oder ein sanftes Reinigungsmittel. Tragen Sie die Lösung sparsam auf und tupfen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab. Testen Sie die Lösung vorher an einer unauffälligen Stelle, damit sich das Material nicht verfärbt.
Trocknen und Lüften
Nach jeder feuchten Reinigung muss die Matratze vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder beziehen. Feuchtigkeit im Inneren begünstigt Schimmel und Milben. Stellen Sie die Matratze am besten aufrecht an einen gut belüfteten Ort oder legen Sie sie bei trockenem Wetter ans offene Fenster. Je nach Material und Luftfeuchtigkeit dauert das Trocknen mehrere Stunden bis zu einem Tag. Erst wenn sich die Oberfläche überall trocken anfühlt, kommt der Bezug zurück.