In fast jeder Küche füllen ungenutzte Dinge die Schränke: abgelaufene Gewürze, doppelte Schneidebretter, Küchengeräte, die nur einmal benutzt wurden. Wer ausmistet, gewinnt Platz und sieht wieder, was wirklich da ist.

Das größte Hindernis ist die Gewohnheit: Wer zu lange auf dieselben Regale blickt, sieht nicht mehr, was darin steht. Deshalb hilft es, systematisch vorzugehen: Nehmen Sie alles heraus, prüfen Sie jeden Gegenstand, entscheiden Sie, was bleibt, und stellen Sie nur das zurück, was Sie behalten möchten.

Warum das Ausmisten so schwer fällt

Die Küche ist der Mittelpunkt vieler Haushalte. Hier wird gegessen, geredet, gelacht, manchmal auch gestritten. Ein überfüllter Schrank macht diesen Raum weniger einladend, auch wenn die Unordnung hinter geschlossenen Türen verschwindet. Wer sich von überflüssigen Dingen trennt, gewinnt Stauraum und fühlt sich in der Küche wohler. Marie Kondo beschreibt, dass aufgeräumter Wohnraum das emotionale Wohlbefinden verbessert. Ausmisten wirkt dann wie eine kleine Auszeit für den Kopf.

Ein häufiger Fehler ist, nur die abgelaufenen Lebensmittel zu entsorgen und dann nicht zu wissen, wie es weitergeht. Gewürze, die schon lange ihr Aroma verloren haben, übersieht man leicht, weil sie noch benutzbar aussehen. Wer den Schrank wirklich leerer bekommen will, muss auch Geschirr, Geräte und Helfer prüfen.

Ungenutztes erkennen

Räumen Sie einen Schrank nach dem anderen vollständig aus und legen Sie alles auf die Arbeitsfläche; erst dann sehen Sie, wie viel sich angesammelt hat und welche Dinge doppelt oder dreifach vorhanden sind.

Bei jedem Gegenstand stellen Sie sich drei Fragen:

  • Wann habe ich das zuletzt benutzt? Liegt etwas seit Monaten unangetastet im Schrank, wird es auch künftig nicht gebraucht.
  • Würde ich es heute noch kaufen? Wenn Sie die Frage mit Nein beantworten, können Sie das Teil abgeben.
  • Gibt es etwas, das dieselbe Aufgabe übernimmt? Nur wer regelmäßig für viele Menschen kocht, braucht doppelte Pfannen, zweite Siebe oder mehrere Teigschaber.

Bei Geräten hilft eine weitere Frage: Kann ein einfacheres Werkzeug dieselbe Arbeit erledigen? Ein Standmixer, der nur für einen bestimmten Smoothie benutzt wurde, kann durch ein scharfes Messer und ein Schneidebrett ersetzt werden. Kaputte oder stark abgenutzte Dinge gehören in den Müll, nicht zurück in den Schrank.

Diese Küchenhelfer dürfen bleiben

Grundausstattung, die Sie mehrmals pro Woche verwenden, hat ihren Platz sicher. Dazu gehören ein gutes Kochmesser, ein Schneidebrett, Töpfe und Pfannen in passender Größe, ein Holzlöffel, ein Sieb, Messbecher und eine Küchenwaage. Diese Dinge brauchen Sie fast jeden Tag, also sollten sie griffbereit liegen.

Mehrzweckgeräte verdienen ihren Stauraum eher als Geräte mit einer einzigen Funktion. Ein Küchenmaschinenaufsatz, der nur einmal im Jahr benutzt wird, blockiert Platz, den Sie für Alltägliches brauchen. Entscheiden Sie sich bei solchen Teilen bewusst: Ein Gerät, das nicht regelmäßig genutzt wird, zieht aus. Qualität ist wichtiger als Menge. Ein einziges hochwertiges Messer ersetzt einen Besteckkasten voller billiger Spezialklingen, die ohnehin selten scharf sind.

Ordnung aufbauen, die hält

Nach dem Ausmisten bekommt jedes Ding einen festen Platz, der zur Nutzung passt. Tägliche Helfer wie Teller, Tassen und Pfannen kommen in Schränke auf Augenhöhe oder direkt neben den Herd. Selten Genutztes, etwa die große Auflaufform oder der Fonduetopf, kommt nach oben oder nach hinten.

Gruppieren Sie zusammengehörende Dinge: Backzutaten und Backformen stehen zusammen, Gewürze in der Nähe des Herds, Vorratsdosen an einem Ort. So finden Sie alles wieder, ohne zu suchen.

Kaufen Sie Ordnungshelfer erst, wenn Sie ausgemistet haben. Wer zuerst Körbe und Einsätze besorgt, schafft oft nur neue Fächer für Dinge, die eigentlich rausgehören. Wenn der Schrank ausgedünnt ist, sehen Sie genau, welche Aufteilung fehlt.

Damit die Ordnung hält, muss was neu dazukommt ein altes Teil verdrängen. Wer diese Regel beim Einkauf mitdenkt, verhindert, dass sich die Schränke in ein paar Monaten wieder füllen.