Jede Mahlzeit hinterlässt Küchenabfälle. Ob die Tonne stinkt oder sauber bleibt, hängt davon ab, wie die Abfälle im Haushalt landen. Wer nach festem System trennt, hält den Mülleimer länger frisch und sorgt dafür, dass Wertstoffe recycelt werden. Die wichtigste Regel: Der beste Abfall ist der, der gar nicht entsteht. Was sich nicht vermeiden lässt, gehört getrennt in die richtige Tonne.

Das 5-Kammer-System für den Haushalt

Im Haushalt lassen sich die fünf Abfallarten getrennt sammeln. Das System ordnet jede Art von Küchenabfall einer eigenen Tonne oder einem eigenen Behälter zu:

  • Restmüll für alles, was sich nicht verwerten lässt
  • Biomüll für organische Küchenabfälle
  • Papier und Pappe
  • Glasverpackungen
  • Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial

Das System funktioniert, weil es die Abfälle dorthin lenkt, wo sie verwertet werden. Glas kommt in den Glascontainer, Papier in die Papiertonne, Verpackungen in die Wertstofftonne oder den gelben Sack. Restmüll und Biomüll bleiben in der Küche. Wer diese fünf Kammern einmal eingerichtet hat, muss bei jeder Entsorgung nicht lange überlegen.

Was in die Biotonne gehört und was nicht

Die Biotonne nimmt organische Küchenabfälle auf: Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel und Speisereste in kleinen Mengen. Auch verwelkte Blumen und kleine Gartenabfälle sind erlaubt.

Nicht in die Biotonne gehören Haustierkot, Flüssigkeiten und große Mengen gekochtes Essen. Diese Abfälle stören die Verrottung oder machen die Tonne unnötig schwer und nass. Flüssigkeiten wie Suppen oder Soßen gehören in den Restmüll oder in den Abfluss, wenn sie keine festen Bestandteile enthalten. Große Mengen gekochter Speisen entsorgen Sie über den Restmüll.

Verpackungen und Glas richtig sortieren

Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial kommen in die Wertstofftonne oder den gelben Sack. Dazu zählen Joghurtbecher, Konservendosen, Getränkekartons und Folien. Die Verpackungen müssen leer sein. Sie müssen nicht ausgespült werden, aber grobe Reste sollten Sie entfernen.

Glasverpackungen gehören nach Farben getrennt in den Glascontainer. Weißglas, Braunglas und Grünglas haben jeweils eigene Container. Deckel aus Metall oder Kunststoff entfernen Sie vorher und entsorgen sie über die Wertstofftonne. Einige Kommunen sammeln Glas auch über die Wertstofftonne. Ein Blick auf die örtlichen Regelungen lohnt sich.

Biomüll-Gerüche im Sommer vermeiden

Im Sommer stinkt der Biomüll am meisten. Bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeit faulen organische Abfälle schnell. Obstfliegen, Maden und Bakterien vermehren sich dann rasant. So breitet sich ein übler Geruch in der ganzen Küche aus.

Ein einfacher Grundsatz hilft gegen die Gerüche: Je trockener der Biomüll, desto weniger stinkt er. Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier oder Küchenrolle, bevor Sie sie in den Eimer geben. Das Papier saugt Flüssigkeit auf und hält den Eimer trockener. Leeren Sie den Biomülleimer im Sommer täglich, auch wenn er noch nicht voll ist. Ein dicht schließender Deckel hält Fliegen fern.

Flüssige und klebrige Abfälle entsorgen

Flüssigkeiten und klebrige Abfälle verschmutzen den Mülleimer am meisten. Suppenreste, Joghurt und Soßenreste setzen sich am Boden fest und bilden einen Film. Dieser Film zieht Bakterien an. Lassen Sie flüssige Abfälle vor der Entsorgung abtropfen. Gießen Sie überschüssige Flüssigkeit ab, bevor der feste Rest in den Eimer kommt.

Klebrige Abfälle wie Honigreste oder Marmelade bleiben am Eimerrand kleben. Legen Sie Zeitungspapier auf den Boden des Eimers, bevor Sie den Beutel einsetzen. Das Papier fängt Tropfen auf und lässt sich beim Leeren einfach mit entsorgen. Alternativ hilft eine kleine Schale, die Sie regelmäßig auswaschen.

Mülleimer sauber halten

Ein sauberer Mülleimer riecht weniger und zieht keine Schädlinge an. Wischen Sie den Eimer regelmäßig mit warmem Wasser und etwas Spülmittel aus. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft eine Mischung aus Wasser und Essig. Lassen Sie sie einwirken und spülen Sie danach ab. Lassen Sie den Eimer nach dem Reinigen gut trocknen, bevor Sie einen neuen Beutel einsetzen.

Stellen Sie eine offene Schale mit Natron oder Backpulver in den Eimer. Das Pulver bindet Gerüche, ohne chemische Duftstoffe zu verteilen. Auch ein Stück Zeitungspapier am Boden des Eimers nimmt Feuchtigkeit auf und verhindert, dass sich Flüssigkeit am Boden sammelt.