Wenn Ihr beutelloser Staubsauger an Saugkraft verliert, ist meist der Filter verschmutzt. Der Staub sammelt sich in einem Behälter statt in einem Beutel. Der Filter zwischen Behälter und Motor hält feinen Staub aus der Abluft zurück. Verstopft er, sinkt die Saugkraft an der Düse spürbar.
Die richtige Reinigung hängt vom Filtertyp ab. Manche Filter sind waschbare Dauerfilter (Permanentfilter), andere sind Einwegfilter. Die Bedienungsanleitung Ihres Geräts nennt den passenden Weg. Grundsätzlich gilt: Filter regelmäßig prüfen, schonend reinigen, vollständig trocknen lassen und rechtzeitig ersetzen.
Warum der Filter die Saugkraft bestimmt
Der Motor eines beutellosen Staubsaugers saugt die Luft durch den Schmutzbehälter und durch den Filter, bevor sie wieder ausgestoßen wird. Der Filter hält feinen Staub zurück, der sonst in den Motor gelangen und ihn beschädigen würde. Je dichter der Filter mit Staub ist, desto schwerer kommt die Luft hindurch. Dadurch sinkt die Saugleistung deutlich, obwohl der Motor normal läuft. Ein stark verstopfter Filter macht den Staubsauger nahezu unbrauchbar.
Ein verstopfter Filter hat weitere Folgen. Der Staubsauger riecht muffig und stößt feinen Staub aus, weil die Luft nicht mehr richtig gefiltert wird. Manche Geräte fangen an zu schnurren, wenn der Motor gegen den verstopften Filter arbeiten muss. Für Allergiker und empfindliche Nasen ist ein voller Filter besonders unangenehm, weil Staubpartikel und Allergene durch die schlechte Filterung wieder in die Raumluft gelangen.
Welcher Filter steckt in Ihrem Gerät?
Prüfen Sie vor der Reinigung, welcher Filter in Ihrem Gerät steckt. Viele beutellose Staubsauger haben zwei Filter: einen gröberen Filter zum Schutz des Motors und einen feinen Auslassfilter. Häufig kommen Schaumstofffilter, Filzfilter oder gefaltete Filtervliese vor. Ob ein Filter waschbar ist, erkennen Sie an der Bedienungsanleitung oder an einem Symbol auf dem Filter selbst. Wenn Sie unsicher sind, behandeln Sie den Filter als nicht waschbar.
Ein Sonderfall ist der HEPA-Filter. HEPA steht für „High Efficiency Particulate Air“. Solche Filter halten nach DIN EN 60312 einen sehr hohen Anteil feiner Staubpartikel zurück. Sie sind besonders für Allergiker gedacht. Auch HEPA-Filter gibt es als waschbare Dauerfilter und als Einwegfilter. Nur wenn die Anleitung es ausdrücklich erlaubt, dürfen Sie einen HEPA-Filter nass reinigen.
Filter ausbauen und ausklopfen
Bevor Sie den Filter anfassen, schalten Sie den Staubsauger aus und ziehen Sie den Netzstecker. Dann entnehmen Sie den Filter so, wie es die Anleitung für Ihr Modell beschreibt. Bei den meisten Geräten sitzt der Filter im oder am Schmutzbehälter oder hinter einer Klappe am Gehäuse.
So geht die trockene Vorreinigung:
- Klopfen Sie den Filter im Freien über einem Mülleimer aus, damit grober Staub herausfällt.
- Bürsten Sie gefaltete Filter mit einer weichen Bürste ab, um Staub aus den Falten zu lösen.
- Setzen Sie den Filter erst wieder ein, wenn er sauber und trocken ist.
Bei Einwegfiltern reicht dieses Ausklopfen oft für mehrere Einsätze. Sie müssen nicht nach jeder Benutzung gewechselt werden, sondern erst, wenn sie sichtbar verschlissen sind oder die Anleitung einen Wechsel vorschreibt. Setzen Sie den Staubsauger niemals ohne Filter in Betrieb. Ohne Filter gelangt Staub direkt in den Motor, und feiner Schmutz wird ungefiltert in den Raum geblasen.
Waschbare Filter unter Wasser reinigen
Wenn die Anleitung den Filter als waschbar bezeichnet, spülen Sie ihn unter lauwarmem, fließendem Wasser aus. Halten Sie die verschmutzte Seite nach unten, damit der Staub mit dem Wasser abläuft. Verwenden Sie keine scharfen Reinigungsmittel. Ein Spritzer mildes Spülmittel ist nur dann in Ordnung, wenn die Anleitung es erlaubt, denn Rückstände setzen den Filter schneller wieder zu.
Drücken Sie den Filter nach dem Spülen vorsichtig aus, aber wringen Sie ihn nicht. Starkes Auswringen zerreißt das Filtermaterial oder verformt es. Gefaltete HEPA-Filter sollten Sie nicht mit einer Bürste bearbeiten, weil die empfindlichen Falten beschädigt werden können.
Die Waschmaschine ist nur eine Option, wenn die Bedienungsanleitung sie ausdrücklich für Ihren Filter freigibt. Viele Filter verziehen sich in der Maschine oder verlieren ihre Form. Ein verformter Filter passt nicht mehr dicht in das Gehäuse. Dann zieht der Staubsauger Luft am Filter vorbei, und die Saugleistung leidet erneut.
Filter vollständig trocknen lassen
Ein nasser oder feuchter Filter gehört nicht zurück in den Staubsauger. Feuchtes Filtermaterial verklumpt den nächsten Staub, den der Sauger aufnimmt, und bietet Bakterien und Schimmel einen Nährboden. Setzen Sie den Filter erst ein, wenn er vollständig trocken ist, sonst gelangt Feuchtigkeit in den Motor.
Legen Sie den gereinigten Filter an einen trockenen, staubarmen Ort und lassen Sie ihn vollständig trocknen. Das dauert je nach Filtertyp und Raumtemperatur unterschiedlich lange. Planen Sie lieber etwas mehr Zeit ein. Trocknen Sie den Filter nicht mit dem Föhn und legen Sie ihn nicht auf die Heizung. Hitze verformt das Filtermaterial, sodass der Filter nicht mehr dicht sitzt.
Wann der Filter ersetzt werden muss
Auch ein waschbarer Dauerfilter nutzt sich mit der Zeit ab. Reinigen allein hilft dann nicht mehr. Tauschen Sie den Filter aus, wenn:
- die Saugleistung auch nach gründlicher Reinigung schwach bleibt,
- der Filter eingerissen, verformt oder an den Kanten ausgefranst ist,
- der Staubsauger trotz sauberem Behälter und Filter muffig riecht.
Einwegfilter ersetzen Sie nach den Intervallen in der Bedienungsanleitung oder sobald sie abgenutzt sind. Auch ein waschbarer HEPA-Filter verliert mit der Zeit seine Filterwirkung, selbst wenn er äußerlich intakt aussieht. Die Anleitung Ihres Geräts nennt das Wechselintervall. Wenn dort kein Intervall steht, orientieren Sie sich an den genannten Verschleißzeichen.