In der Küche fallen Fettspritzer am Herd, Krümel auf der Arbeitsfläche und feuchte Flecken an der Spüle schneller auf als in anderen Räumen. Ein Putzplan teilt diese Aufgaben in tägliche, wöchentliche und monatliche Arbeiten ein. So sammelt sich nichts an und es droht keine große Putzaktion. Die Reihenfolge gibt der Plan vor; die Häufigkeit passen Sie an Ihren Haushalt und Ihr Sauberkeitsempfinden an.
So bauen Sie den Putzplan auf
Überlegen Sie zuerst, welche Arbeiten in Ihrer Küche regelmäßig anfallen. Das sind in den meisten Haushalten Kochen, Geschirr, Einkauf und Müll. Schreiben Sie diese Aufgaben auf und entscheiden Sie, wie viel Zeit Sie täglich und wöchentlich investieren möchten. Eine bewährte Methode ist die Wochenplanung am Sonntagabend: Notieren Sie die Küchenaufgaben der Folgewoche auf einer Liste und haken Sie sie ab, sobald sie erledigt sind. Aufgaben, die Sie gern aufschieben, stehen einzeln auf dem Zettel, damit Sie sie morgens oder abends direkt mit erledigen.
Die Putzmittel sollten dort liegen, wo sie gebraucht werden. Ein Schwamm, Spülmittel, ein Allzweckreiniger und ein weiches Tuch direkt an der Spüle machen den täglichen Abwischgang zur Sache von wenigen Minuten. Wenn Sie die Mittel erst aus einem anderen Raum holen müssen, lassen Sie den schnellen Abwischgang im Zweifel aus.
Diese drei Küchenbereiche verschmutzen am schnellsten
Die Arbeitsfläche neben dem Herd, die Spüle und der Fußboden davor verschmutzen am schnellsten. Dort landen Fett, Feuchtigkeit und Essensreste bei jeder Mahlzeit. Wer diese drei Bereiche regelmäßig sauber hält, hat den größten Teil der Küchenarbeit erledigt.
Reinigen Sie die Arbeitsfläche mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel. Wischen Sie dabei auch den Rand zur Wand hin, wo sich Krümel und Fett festsetzen. Die Spüle braucht mehr als einen schnellen Blick: Rand, Armatur und Abfluss nehmen Fett und Speisereste auf. Der Fußboden vor dem Herd wird beim Kochen häufig mit Fett bespritzt; hier hilft regelmäßiges Wischen.
Die tägliche Küchenroutine
Die täglichen Aufgaben halten die Küche benutzbar und verhindern, dass sich Schmutz festsetzt. Wischen Sie nach dem Kochen die Arbeitsflächen und das Kochfeld ab, sobald die Flächen abgekühlt sind. Frisches Fett geht mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel weg. Eingetrocknete Flecken brauchen später kräftigeres Schrubben.
Spülen Sie das Geschirr abends oder räumen Sie die Spülmaschine ein und aus. Lassen Sie kein Geschirr über Nacht im Spülbecken stehen. Fett setzt sich fest und es entstehen Gerüche. Wischen Sie die Spüle nach dem Spülen kurz trocken und nehmen Sie den Müll heraus, sobald er riecht oder voll ist. Was beim Kochen auf den Boden fällt, wischen Sie direkt auf. Die tägliche Routine ist damit in wenigen Minuten erledigt.
Die wöchentliche Küchenroutine
Einmal pro Woche geht der Putz über den sichtbaren Abwasch hinaus. Reinigen Sie die Spüle gründlich, auch den Abfluss und die Armatur. Wischen Sie die Schrankfronten, die direkt an der Arbeitsfläche liegen, und den Kühlschrankgriff ab. Dort sammeln sich Fettfilm und Handabdrücke. Wechseln Sie Schwamm und Spüllappen spätestens jetzt gegen frische aus. In einem feuchten Schwamm vermehren sich Bakterien schnell.
Wischen Sie den Fußboden feucht. Fegen Sie zuerst die Krümel weg oder saugen Sie den Boden, bevor Sie das Wischwasser aufnehmen. Wischen Sie dabei auch die Flächen hinter Spüle und Herd kurz ab, wenn dort Spritzer sichtbar sind. Werfen Sie Lebensmittel weg, die in der Kühlschranktür oder im Obstkorb liegen geblieben sind.
Die monatliche Küchenroutine
Monatlich kümmern Sie sich um die Stellen, die im Alltag unsichtbar bleiben. Räumen Sie den Kühlschrank aus und wischen Sie Fächer und Schubladen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel aus. Kontrollieren Sie dabei das Mindesthaltbarkeitsdatum und werfen Sie abgelaufene Reste weg. Reinigen Sie den Mülleimer gründlich mit warmem Wasser und einem milden Reiniger. Danach lassen Sie ihn offen trocknen.
Wischen Sie die übrigen Schrankfronten und die Sockelleiste ab. Dort setzt sich Staub mit Fett zu einem grauen Film. Reinigen Sie auch die Fliesen oder die Rückwand hinter Herd und Spüle mit einem Reiniger, der Fett löst. Diese Arbeiten dauern etwas länger, halten die Küche aber über die Wochen sichtbar frischer.
Typische Fehler beim Küchenputzen
Einige Gewohnheiten machen das Putzen unnötig aufwendig. Die häufigsten Fehler:
- Mit demselben Lappen wischen Sie die Spüle und danach die Arbeitsfläche. Keime und Fett wandern so von der Spüle auf die saubere Fläche. Nehmen Sie für die Spüle einen eigenen Lappen oder spülen Sie den Lappen zwischendurch aus.
- Sie putzen in der falschen Reihenfolge. Wer zuerst den Boden wischt und danach die Arbeitsflächen abwischt, verteilt Krümel und Staub auf dem sauberen Boden. Putzen Sie immer von oben nach unten.
- Sie sprühen den Reiniger auf und wischen sofort. Viele Reiniger brauchen eine kurze Einwirkzeit, um Fett zu lösen. Geben Sie dem Mittel einige Sekunden, bevor Sie wischen.
- Sie vergessen Abfluss und Armatur. Die Spüle sieht sauber aus, aber im Abfluss stecken Speisereste. Ein kurzes Auswischen mit Spülmittel beugt Gerüchen vor.
- Sie lassen Fett auf dem Herd eintrocknen. Frische Spritzer gehen mit einem feuchten Tuch weg. Eingetrocknetes Fett braucht viel mehr Kraft und Zeit.
Wenn Sie sich an die Reihenfolge halten und die täglichen Spritzer sofort wegwischen, sparen Sie sich das mühsame Schrubben am Wochenende.
Die minimale Version für stressige Wochen
In Wochen mit wenig Zeit gilt: Die tägliche Grundroutine bleibt, alles andere verschiebt sich. Das tägliche Minimum: Arbeitsfläche und Kochfeld abwischen, Spüle leeren und Müll herausnehmen, wenn er riecht oder voll ist.
Einmal pro Woche genügen in dieser Zeit die feuchte Bodenreinigung und das gründliche Auswischen der Spüle. Die monatlichen Aufgaben warten dann eine Woche länger, ohne dass die Küche unhygienisch wird. Entscheidend ist, dass Sie nach der stressigen Woche wieder in den normalen Rhythmus finden und die aufgeschobenen Aufgaben nachholen. Ein paar Krümel in einer Schublade sind kein Grund, die tägliche Routine zu streichen.