Eine Heißluftfritteuse ist ein kleiner Umluftherd. Sie erhitzt Luft in einem engen Garraum und verteilt sie mit einem Gebläse. Dadurch werden Pommes, Gemüse und Geflügel mit wenig Öl knusprig. Viele Küchen nutzen das Gerät als Ersatz für Backofen und Fritteuse.
Beim Garen schleudert der Luftstrom feine Fettröpfchen durch den Garraum. Gleichzeitig tritt feuchter, riechender Dampf aus. Reinigen Sie den Korb regelmäßig und lüften Sie den Dampf gezielt ab. So schützen Sie die Antihaftbeschichtung und halten die Küchenluft frisch.
Warum sich Fett festsetzt
Der Ventilator bewegt die heiße Luft schnell durch den Garraum. Dabei reißen Fetttröpfchen aus dem Gargut mit. Sie prallen gegen den Heizstab, die Korbwände und die Rückwand und trocknen dort an. Wenn Sie das Gerät erneut benutzen, erhitzt sich diese Schicht wieder und wird mit der Zeit zäh und dunkel. Entfernen Sie Fettreste deshalb nach jedem Gebrauch. Frisches Fett löst sich mit warmem Wasser und Spülmittel in wenigen Minuten. Eingebrannte Schichten brauchen Einweichzeit und weiche Hilfsmittel. Wenn Sie sie entfernen, steigt das Risiko, die Beschichtung mit rauen Schwämmen oder Metall zu beschädigen.
Korb und Einsatz reinigen
Nehmen Sie Korb und Einsatz nach dem Garen heraus und lassen Sie sie abkühlen. Schrecken Sie heiße Teile nicht mit kaltem Wasser ab. Der Temperaturschock belastet die Antihaftschicht und kann den Korb verformen. Waschen Sie die Teile mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm. Bei hartnäckigem Fett legen Sie den Korb einige Minuten in warmes Spülwasser und wischen Sie ihn danach ab. Silikonschaber und Bürsten mit Kunststoffborsten erreichen auch die Ecken am Boden.
Wenn Korb und Einsatz laut Bedienungsanleitung spülmaschinenfest sind, dürfen Sie die Spülmaschine nutzen. Trotzdem ist Handwäsche schonender, weil die Spülmaschine mit kräftigeren Reinigern und hohem Wasserdruck arbeitet. Lassen Sie die Teile nach der Reinigung vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen. Wenn Sie sie feucht einsetzen, entstehen beim nächsten Einschalten muffige Gerüche.
Heizstab und Gehäuse reinigen
Das Unterteil mit Heizstab und Gebläse gehört nie ins Wasser. Wischen Sie das Gehäuse mit einem gut ausgewrungenen, feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab, damit keine Flüssigkeit in die Elektronik läuft. Den Heizstab reinigen Sie nur, wenn er kalt ist. Lockere Rückstände entfernen Sie mit einer weichen Bürste oder einem Backpinsel. Festgebranntes Fett weichen Sie mit einem warmen, feuchten Tuch auf. Wiederholen Sie das, bis sich die Schicht löst.
Verzichten Sie auf Backofenspray und andere starke Reinigungsmittel für die beschichteten Teile. Sie lösen zwar Fett, greifen aber auch die Antihaftschicht an. Wenn das Fett sehr hartnäckig ist, legen Sie das warme Tuch mehrfach auf und lassen Sie es jeweils kurz einwirken, statt mit aggressiven Mitteln zu arbeiten.
Kratzer auf der Beschichtung vermeiden
Die Antihaftbeschichtung ist dünn und besteht meist aus PTFE, einem Kunststoff, der unter dem Markennamen Teflon bekannt ist. Sie verträgt normale Küchenhitze, aber keine Metallschaber, Topfkratzer oder Scheuerschwämme. Hat die Schicht erst einmal Kratzer, setzt sich dort Fett fest. Speisen bleiben kleben und die Schicht kann abblättern. Verwenden Sie in der Heißluftfritteuse deshalb nur Holz, Silikon oder Kunststoff. Gabeln, Messer und Metallzangen haben im Korb nichts zu suchen, auch nicht beim Wenden. Beim Abwaschen greifen Sie zu weichen Schwämmen und Kunststoffbürsten.
Wenn Fett nach dem Einweichen immer noch klebt, hilft ein Brei aus Natron und Wasser. Streichen Sie ihn dünn auf, lassen Sie ihn kurz wirken und spülen Sie ihn gründlich ab. Reiben Sie dabei nicht. Lagern Sie den Korb mit einem Geschirrtuch zwischen den Teilen, damit er im Schrank nicht an anderen Töpfen scheuert.
Küchendampf beim Garen ableiten
Beim Garen gibt das Gargut Wasserdampf ab, zusammen mit Fett und Geruchsstoffen. Der Dampf setzt sich an Fenstern, Fliesen und Schrankfronten ab. In Textilien wie Vorhängen und Sitzpolstern bleiben die Gerüche hängen. Stellen Sie die Dunstabzugshaube an, bevor Sie das Gerät einschalten, und lassen Sie sie noch einige Minuten nach dem Garen laufen. So bleibt weniger Dampf und Geruch in der Küche. Wenn keine Haube vorhanden ist, stellen Sie die Fritteuse möglichst nah ans Fenster und öffnen Sie es einen Spalt, bevor Sie starten.
Bei sehr fettigem Gargut kann es im Gerät rauchen. Senken Sie dann die Temperatur und sorgen Sie für zusätzlichen Luftzug. Stellen Sie das Gerät so auf, dass der Dampf nicht dauerhaft gegen einen Oberschrank zieht. Feuchtigkeit und Fett setzen sich sonst an der Front ab.
Im Winter richtig stoßlüften
Ein dauerhaft gekipptes Fenster lüftet im Winter zu langsam. Die Luft tauscht sich kaum aus, während die Wände über Stunden auskühlen. Schneller und sparsamer arbeitet das Stoßlüften. Öffnen Sie dafür das Fenster voll. Am besten öffnen Sie auch ein Fenster auf der gegenüberliegenden Seite oder die Wohnungstür, sodass Durchzug entsteht. Nach wenigen Minuten schließen Sie es wieder. Die feuchte Küchenluft ist dann draußen. Die Wände haben keine Zeit auszukühlen.
Bildet sich nach dem Frittieren Kondenswasser an den Fensterscheiben, ist das ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit. Lüften Sie dann erneut. Wenn Ihre Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb arbeitet, filtert sie Fett und einen Teil der Gerüche. Die Feuchtigkeit bleibt jedoch im Raum. Auch dann müssen Sie regelmäßig stoßlüften.