Die meisten Heißluftfritteusen haben einen Korb und einen Einsatz mit Antihaftbeschichtung. Diese dünne Schicht verhindert, dass Pommes, Nuggets und Gemüse festkleben, und macht das Reinigen leichter. Scheuerschwämme und aggressive Reiniger beschädigen die Beschichtung. Mit passenden Utensilien und in der richtigen Reihenfolge lösen Sie Fett und angebrannte Reste, ohne Kratzer zu hinterlassen.
Warum die Antihaftbeschichtung Kratzer bekommt
Die Antihaftbeschichtung ist eine dünne Schicht. Wenn Sie falsch reinigen, beschädigen Sie die Beschichtung schnell. Metallschwämme, Stahlwolle und scheuernde Reinigungscremes ritzen die Oberfläche. Wenn die Beschichtung erst einmal Kratzer hat, bleiben Speisereste leichter hängen, und Fett setzt sich in den feinen Rillen fest. Dort brennt es beim nächsten Gebrauch an und lässt sich nur noch mit mehr Kraft entfernen. Dann schrubben Sie stärker, und die Beschichtung nutzt sich weiter ab.
Reinigen Sie die Heizwendel im Inneren des Geräts nicht mit harten Gegenständen. Die Wendel hat keine Antihaftschicht, und Schäden lassen sich nicht reparieren. Fett an der Wendel lösen Sie mit einem weichen Tuch, sobald das Gerät abgekühlt ist.
Welche Utensilien verkratzen die Beschichtung nicht?
Für die Reinigung ohne Kratzer brauchen Sie keine Spezialprodukte. Ein weicher Schwamm, ein Spültuch oder eine Bürste mit Nylonborsten reichen aus. Verwenden Sie bei einem Spülschwamm die weiche Seite. Die raue Seite ist für viele Beschichtungen zu aggressiv. Festsitzende Reste lösen Sie mit einem Holz- oder Silikonspatel, indem Sie vorsichtig unter die Rückstände fahren.
Verzichten Sie auf Stahlwolle, Metallschwämme, Topfkratzer und Scheuermilch. Auch Backofenspray und stark alkalische Reiniger können die Beschichtung angreifen und gehören deshalb nicht in den Korb. Wenn der Hersteller Korb und Einsatz als spülmaschinengeeignet angibt, können Sie diese Teile in die Spülmaschine geben. Handspülen ist jedoch schonender für die Beschichtung.
Schritt für Schritt ohne Kratzer reinigen
Reinigen Sie Korb und Einsatz nach jedem Gebrauch, solange Fett und Speisereste noch nicht angetrocknet sind. So bleibt der Aufwand gering, und die Beschichtung wird nicht angegriffen.
- Ziehen Sie den Netzstecker und lassen Sie das Gerät abkühlen, bis es nur noch handwarm ist.
- Nehmen Sie Korb und Einsatz heraus und schütten Sie grobe Reste in den Müll. Wischen Sie lose Krümel mit einem Papiertuch ab.
- Sprühen Sie einen fettlösenden Reiniger gleichmäßig auf die verschmutzten Flächen oder verteilen Sie ihn mit einem weichen Schwamm. Lassen Sie ihn fünf bis zehn Minuten einwirken.
- Wischen Sie den gelösten Schmutz mit warmem Wasser und einem weichen Tuch ab.
- Trocknen Sie alle Teile gründlich, bevor Sie sie zurück in das Gerät setzen.
Das Gehäuse reinigen Sie nur außen mit einem feuchten Tuch. Tauchen Sie das Gerät niemals in Wasser, und spritzen Sie kein Wasser in die Öffnungen, in denen die Heizwendel sitzt. Angebrannte Reste an der Wendel entfernen Sie mit einem weichen Tuch und etwas fettlösendem Reiniger, sobald das Gerät handwarm ist.
Ein warmes Wasserbad löst angebrannte Stellen im Korb, ohne die Beschichtung anzugreifen. Legen Sie den Korb einige Minuten in warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Danach wischen Sie den Belag mit einem weichen Schwamm ab. Eine Paste aus Natron und Wasser ist eine milde Alternative zu Scheuermilch. Tragen Sie sie auf, lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie mit der weichen Schwammseite ab. Spülen Sie anschließend gründlich nach.
Lüften und Vorheizen erleichtern die Reinigung
Wie viel Fett sich in der Fritteuse festsetzt, hängt auch davon ab, wo das Gerät steht und wie Sie es nutzen. Stellen Sie die Heißluftfritteuse so auf, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben und rundherum etwas Abstand zu Wand und Schränken besteht. Wenn die warme Luft ungehindert abziehen kann, schlägt sich weniger Fett auf dem Gehäuse nieder. In einer kleinen Küche öffnen Sie beim Frittieren von fettigem Essen das Fenster oder schalten den Dunstabzug ein. Die Fettpartikel, die sonst in der Luft schweben, setzen sich auf Arbeitsflächen, Schränken und dem Gehäuse ab und bilden einen klebrigen Film.
Auch die eingestellte Temperatur beeinflusst, wie stark die Fritteuse verschmutzt. Heizen Sie das Gerät vor, wenn der Hersteller es empfiehlt. In einem vorgeheizten Gerät garen Pommes und panierte Stücke schneller und gleichmäßiger, und das Fett hat weniger Zeit, am Korb festzubacken. Füllen Sie den Korb außerdem nicht bis zum Rand. Wenn die Stücke übereinanderliegen, zirkuliert die heiße Luft schlecht. Das Gargut wird ungleichmäßig braun, und austretendes Fett spritzt stärker.
Warten Sie nach dem Gebrauch, bis das Gerät auf handwarme Temperatur abgekühlt ist, und reinigen Sie es dann. In diesem Zustand ist das Fett noch weich genug, um es mit einem weichen Tuch abzuwischen. Das Gerät ist dann nicht mehr heiß genug, um Verbrennungen zu verursachen. Wenn Sie die Fritteuse dagegen über Stunden auskühlen lassen, wird das Fett hart und haftet fester. Heizen Sie das Gerät nicht leer auf, um angebranntes Fett zu verbrennen. Dabei entsteht Rauch, und die hohe Hitze belastet die Beschichtung zusätzlich.