Kaffeemaschinen, Dampfgarer, Wasserkocher und Reinigungsgeräte wie Dampfreiniger oder Bodenwischer arbeiten nur zuverlässig, wenn Sie sie regelmäßig pflegen. Drei vermeidbare Fehler verursachen die meisten Schäden: zu spätes Reinigen, falsches Entkalken und unsachgemäßes Lagern. Wer diese Fehler vermeidet, verlängert die Lebensdauer und spart sich Reparaturen oder vorzeitige Neuanschaffungen.

Reinigen nach jedem Gebrauch

Der häufigste Fehler ist, Reinigungsmaschinen und Kaffeemaschinen nach dem Gebrauch einfach stehen zu lassen. Schmutz, Kaffeeöle und Feuchtigkeit setzen sich in Filtern, Schläuchen und Düsen ab. Mit der Zeit verstopfen diese Bauteile. Die Leistung sinkt, und im schlimmsten Fall entstehen Schäden, die eine Reparatur nötig machen.

Reinigen Sie die Maschine nach jedem Einsatz. Bei einer Kaffeemaschine spülen Sie den Siebträger oder die Brühgruppe aus, also die Teile, die mit dem Kaffeemehl in Kontakt kommen. Leeren Sie den Wassertank, wenn das Gerät längere Zeit nicht benutzt wird. Bei Reinigungsgeräten wie Dampfreinigern lassen Sie nach der Arbeit das Restwasser ab und spülen die Düsen kurz durch. Prüfen und reinigen Sie Filter, Schläuche und Düsen zusätzlich regelmäßig gründlich, nicht nur oberflächlich.

Entkalken nicht aufschieben

Viele Geräte zeigen auf dem Display eine Erinnerung zum Entkalken. Wer erst auf diese Meldung wartet, hat den Zeitpunkt bereits verpasst. Kalk setzt sich unsichtbar in den Leitungen ab, lange bevor das Gerät eine Warnung ausgibt. Die Folgen zeigen sich dann im Betrieb: Der Kaffee oder das Wasser läuft nur noch lauwarm, die Pumpe wird hörbar lauter und der Kaffee schmeckt bitter und flach, weil die Temperatur nicht mehr stimmt.

Entkalken Sie deshalb vorbeugend, je nach Wasserhärte an Ihrem Wohnort. Bei hartem Wasser ist eine Entkalkung etwa einmal pro Monat sinnvoll, bei weichem Wasser reichen größere Abstände. Sie können die Wasserhärte bei Ihrem örtlichen Wasserwerk erfragen oder mit einem einfachen Teststreifen aus dem Drogeriemarkt selbst bestimmen.

Essig und Zitrone weglassen

Ein weit verbreiteter Fehler ist das Entkalken mit Hausmitteln wie Essig oder Zitronensäure. Essig greift die Dichtungen in den Geräten an und macht sie mit der Zeit spröde. Zitronensäure bildet bei Hitze Calciumcitrat, das sich als unlösliche Ablagerung in den Leitungen festsetzen kann. Beide Mittel richten also mehr Schaden an, als sie verhindern.

Verwenden Sie stattdessen spezielle Entkalker, die auf die Materialien der Geräte abgestimmt sind. Diese Mittel lösen Kalk zuverlässig und greifen Dichtungen, Schläuche und Metallteile nicht an. Die Hersteller der Geräte geben in der Bedienungsanleitung an, welche Entkalker geeignet sind. Halten Sie sich daran, auch wenn ein günstigeres Universalprodukt verlockend erscheint.

Entkalker richtig dosieren

Auch mit dem richtigen Entkalker können Sie Schaden anrichten, wenn die Dosierung nicht stimmt. Eine zu starke Lösung greift Schläuche und Metallteile an. Eine zu schwache Lösung entfernt den Kalk nicht vollständig und lässt Rückstände zurück, die sich weiter ansammeln.

Die sicherste Variante sind fertig dosierte Entkalker, etwa in Flüssigform mit Messbecher oder als Tabletten. Wenn Sie ein Konzentrat verwenden, messen Sie die Menge genau nach Anleitung ab und mischen Sie nicht auf gut Glück. Entkalken ist nicht dasselbe wie Reinigen. Entkalker entfernt Kalk, aber keine Kaffeeöle oder Fettreste. Für die Reinigung brauchen Sie separate Reinigungsmittel, sonst bleibt die Maschine trotz Entkalkung innerlich verschmutzt.

Vor der Lagerung vollständig trocknen

Wer Geräte über einen längeren Zeitraum einlagert, etwa eine Kaffeemaschine im Sommerhaus oder einen Dampfreiniger im Keller, stellt sie häufig feucht weg; Restwasser in Tanks, Schläuchen oder Düsen führt dann zu Schimmelbildung und unangenehmen Gerüchen. Bei Metallteilen kann Feuchtigkeit außerdem Korrosion verursachen.

Trocknen Sie alle abnehmbaren Teile nach der Reinigung gründlich ab und lassen Sie sie an der Luft vollständig trocknen, bevor Sie das Gerät zusammenbauen und einlagern. Lassen Sie Wassertanks leer und offen stehen, damit keine Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt. Auch der Innenraum von Geräten sollte trocken sein, bevor Sie sie verschließen oder in einen Schrank stellen.

Kühl und trocken lagern

Der Lagerort entscheidet darüber, ob ein Gerät die Pause unbeschadet übersteht. Feuchte Kellerräume und ungedämmte Garagen sind ungeeignet, weil die Luftfeuchtigkeit in das Gerät zieht und Kondenswasser bildet. Auch direkte Sonneneinstrahlung und große Temperaturschwankungen setzen Kunststoffteilen und Dichtungen zu.

Lagern Sie Geräte an einem kühlen, trockenen Ort mit möglichst konstanter Temperatur. Ein Schrank in der Wohnung oder ein trockener Abstellraum eignet sich besser als ein Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie das Gerät in der Originalverpackung aufbewahren, legen Sie gegebenenfalls ein Trocknungsmittel wie Silicagel dazu, das überschüssige Feuchtigkeit bindet. Kontrollieren Sie eingelagerte Geräte gelegentlich auf Feuchtigkeit oder Schimmel, bevor Sie sie wieder in Betrieb nehmen.