Haushaltsbuch-Apps erfassen Einnahmen und Ausgaben, ordnen sie Kategorien wie Miete, Lebensmittel oder Freizeit zu und zeigen am Monatsende, wohin das Geld geflossen ist. Wenn Sie die App regelmäßig nutzen, sehen Sie, wo Sie sparen können. So vermeiden Sie, dass das Konto vor dem Monatsende leer ist.
Die Tests der Stiftung Warentest liefern den wichtigsten Anhaltspunkt für die Auswahl: Im Oktober 2023 kürte sie Finanzguru unter 13 Haushaltsbuch-Apps zum Testsieger. Klären Sie vor der Entscheidung, ob die kostenlose Version genügt oder ob sich ein Abo lohnt.
Was Haushaltsbuch-Apps leisten
Haushaltsbuch-Apps ersetzen das klassische Notizbuch, in das man jeden Einkauf einträgt. Sie erfassen Einnahmen und Ausgaben, sortieren die Posten automatisch in Kategorien und rechnen zusammen, was am Ende des Monats übrig bleibt. Viele Apps zeigen außerdem, wie sich die Ausgaben über Wochen und Monate entwickeln, und warnen, wenn ein Budgetposten fast ausgeschöpft ist. So helfen sie beim Sparen und verhindern unangenehme Überraschungen auf dem Konto.
Der wichtigste Unterschied zwischen den Apps liegt in der Art der Datenerfassung. Manche Programme verknüpfen sich direkt mit dem Bankkonto und übernehmen Umsätze automatisch; die automatische Variante spart Zeit, verlangt aber Zugriff auf Ihre Kontodaten. Andere verlangen, dass Sie jede Ausgabe selbst eintragen; die manuelle Variante ist aufwendiger, funktioniert aber ohne Bankzugang.
Was die Tests der Stiftung Warentest zeigen
Die Stiftung Warentest hat Haushaltsbuch-Apps mehrfach geprüft. Die Testberichte unterscheiden sich jedoch im Umfang. Ein Bericht nennt acht getestete Apps für Android und fünf für iOS. Ein anderer Test aus dem Oktober 2023 umfasste 13 Haushaltsbuch-Apps; in diesem Test setzte sich Finanzguru an die Spitze. Die Grundversionen der getesteten Apps sind kostenlos. Die Vollversionen kosten Geld, mit einer Ausnahme.
Bei der Einordnung der Ergebnisse hilft ein Blick auf das Testdatum. App-Hersteller ändern Funktionen, Preise und Datenweitergabe regelmäßig. Ein Testsieger von 2023 kann heute anders abschneiden, wenn sich die App seitdem verändert hat. Die Testergebnisse sind also eine Momentaufnahme.
Finanzguru überzeugt in der Gratisversion
Finanzguru schneidet auch in der kostenlosen Version sehr gut ab. Die automatische Kontoverknüpfung ist dort enthalten, während Konkurrenten diese Funktion häufig erst in der Bezahlversion freischalten. Wenn Sie Finanzguru kostenlos nutzen, bekommen Sie die zentrale Funktion ohne Zusatzkosten.
Die Bezahlversion Finanzguru Plus kostet eine monatliche Gebühr und beginnt mit einer siebentägigen kostenlosen Testphase. Sie bietet unter anderem einen Rückblick auf mehr als drei Monate und eine Exportfunktion. Beides ist praktisch, aber kein Muss. Wenn Sie nur den aktuellen Monat im Blick behalten wollen, reicht die kostenlose Version.
Wann sich ein Abo lohnt
Ob sich ein Abo lohnt, hängt davon ab, welche Funktionen Sie wirklich nutzen. Ein Vergleich von Haushaltsbuch-Apps hebt vier Apps hervor, die bereits in der kostenlosen Version überzeugen. Wenn Sie keine monatliche Gebühr zahlen möchten, finden Sie brauchbare Alternativen.
Die Bezahlversionen lohnen sich vor allem dann, wenn Sie bestimmte Funktionen brauchen: einen langen Rückblick auf vergangene Monate, Exporte für die Steuererklärung oder die Verwaltung mehrerer Konten und Verträge. Wenn Sie nur wissen wollen, was am Monatsende übrig bleibt, brauchen Sie dafür kein Abo.
So wählen Sie die passende App
Prüfen Sie vor dem Download, ob die App die Bank unterstützt, bei der Sie Ihr Konto führen. Die automatische Kontoverknüpfung funktioniert nur, wenn die App die richtige Verbindung zur Bank hat.
Klären Sie außerdem, was mit Ihren Bankdaten passiert. Eine App, die Kontozugriff erhält, verarbeitet sensible Daten. Die Datenschutzerklärung sollte klar sagen, welche Daten gespeichert und ob sie an Dritte weitergegeben werden.
Überlegen Sie, ob Sie die automatische Erfassung oder die manuelle Eingabe bevorzugen. Wenn Sie jede Ausgabe selbst eintragen, behalten Sie die Kontrolle und müssen keinem Drittanbieter Kontozugriff geben. Wenn Sie das Eintragen als lästig empfinden, wählen Sie eine App mit Kontoverknüpfung.
Achten Sie schließlich auf die Exportfunktion. Wenn Sie die Daten für die Steuererklärung oder eine eigene Übersicht brauchen, sollten Sie eine App wählen, die einen Export ermöglicht. In der kostenlosen Version von Finanzguru fehlt diese Funktion, in der Bezahlversion ist sie enthalten.