Beim Kochen zieht die Dunstabzugshaube Wasserdampf und Fettpartikel aus der Luft. Ein herausnehmbarer Metallfilter fängt den Großteil des Fetts ab, bevor die Luft durch den Motor und das Abluftsystem weiterzieht. Wird der Filter nie gereinigt, sinkt die Saugleistung, der Motor läuft hörbar lauter und Küchengerüche bleiben länger in der Wohnung hängen. Dagegen hilft eine feste Routine: Metallfilter alle zwei bis vier Wochen reinigen, das Gehäuse regelmäßig abwischen und Filter, die sich nicht mehr reinigen lassen, rechtzeitig ersetzen.

Ziehen Sie vor jeder Reinigung den Netzstecker der Haube oder schalten Sie den zugehörigen Sicherungsautomaten ab. Das gilt für den Filter genauso wie für das Gehäuse. Sonst geraten Sie beim Hantieren an der Haube mit feuchten Händen an elektrische Bauteile.

Warum der Fettfilter wichtig ist

Der Fettfilter sitzt direkt unterhalb der Ansaugöffnung und hält Fett, Krümel und Dampfbestandteile zurück, die sonst das Innere der Haube verschmutzen würden. Je mehr Fett sich in den Maschen sammelt, desto schwerer kommt die Luft hindurch. Der Motor muss dann mehr Kraft aufwenden, fördert weniger Luft und wird dabei lauter. Zusätzlich geben die fettigen Filterflächen mit der Zeit selbst Gerüche ab, die zurück in die Küche strömen.

Sinkt die Saugleistung spürbar oder braucht die Küche nach dem Braten auffällig lange, bis sie geruchsfrei ist, prüfen Sie zuerst den Fettfilter, bevor Sie am Motor oder an der Abluft suchen.

Metallfilter richtig reinigen

Reinigen Sie den Metallfilter je nach Kochgewohnheiten alle zwei bis vier Wochen. Wer viel brät oder frittiert, wählt das kürzere Intervall, wer selten kocht, kommt mit dem längeren hin. So gehen Sie vor:

  1. Ziehen Sie den Netzstecker.
  2. Nehmen Sie den Filter ab. Bei den meisten Hauben sitzt er in einer Führung und lässt sich nach vorn herausziehen oder mit einem kleinen Rasthebel lösen.
  3. Legen Sie den Filter in heißes Wasser mit etwas fettlösendem Spülmittel und lassen Sie ihn bei starker Verschmutzung eine Weile einweichen.
  4. Reinigen Sie die Maschen mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm.
  5. Spülen Sie den Filter ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.

Einige Hersteller erlauben die Reinigung im Geschirrspüler, andere raten davon ab, weil das aggressive Spülprogramm die Metalloberfläche angreifen kann. Prüfen Sie die Anleitung Ihrer Haube. Beim Wiedereinsetzen achten Sie darauf, dass der Filter sauber in der Führung sitzt und einrastet.

Gehäuse und Bedienfeld pflegen

Auch das Gehäuse bekommt einen feinen Fettfilm ab, besonders rund um die Filteröffnung und am Bedienfeld. Wischen Sie diese Flächen regelmäßig mit einem weichen Tuch ab, das Sie in warmem Wasser mit etwas Spülmittel oder einem milden Allzweckreiniger angefeuchtet haben. Sprühen Sie Reinigungsmittel nie direkt auf die Haube, sondern auf das Tuch, damit keine Flüssigkeit in Bedienelemente oder Öffnungen läuft.

Aggressive Scheuermittel, Stahlwolle und scharfe Reiniger beschädigen die Oberfläche. Auf lackierten und matten Flächen bleiben sonst Kratzer und Schlieren zurück, auf dem Bedienfeld können Bedruckungen oder Symbole abgetragen werden. Wischen Sie nach der Reinigung mit einem trockenen Tuch nach und reinigen Sie auch die Unterseite der Haube, denn dort setzt sich der meiste Fettdunst ab.

Gerüche in der Küche reduzieren

Bleiben nach dem Kochen Gerüche in der Küche hängen, hat das meist eine von drei Ursachen: einen vollen Fettfilter, Fettablagerungen im Gehäuse oder einen verbrauchten Aktivkohlefilter. Fettablagerungen im Gehäuse riechen mit der Zeit selbst und geben den Geruch an die durchströmende Luft zurück.

Bei Hauben mit Umluftbetrieb strömt die Luft nicht nach draußen, sondern wird durch einen Aktivkohlefilter geleitet, der Geruchsstoffe bindet, bevor die Luft zurück in die Küche gelangt. Dieser Filter lässt sich nicht waschen. Feuchte Reinigung zerstört die Fähigkeit der Kohle, Gerüche aufzunehmen. Deshalb muss er je nach Herstellerangabe ersetzt oder regeneriert werden. Wann das nötig ist, steht in der Anleitung. Als Orientierung dienen Kochhäufigkeit und Bratanteil.

Bei Hauben mit Abluftbetrieb prüfen Sie zusätzlich den Abluftschlauch. Ist die Leitung gequetscht oder das Gitter an der Außenwand verstopft, hilft das beste Gebläse nicht, weil die verbrauchte Luft keinen Weg nach draußen findet.

Wann Sie Filter ersetzen müssen

Den Metallfilter müssen Sie in der Regel nicht ersetzen, solange er sich gut reinigen lässt und keine Schäden hat. Wechseln Sie ihn, wenn das Gitter Löcher oder Risse bekommt, die Maschen dauerhaft verformt sind oder hartnäckige Fettrückstände auch nach dem Einweichen nicht verschwinden. Ein beschädigter Filter lässt Fett am Motor vorbei und verschmutzt das Innere der Haube. Achten Sie beim Kauf auf das passende Maß oder die Modellnummer Ihrer Haube.

Anders sieht es beim Aktivkohlefilter aus. Er verliert mit der Zeit die Fähigkeit, Gerüche zu binden. Er muss in dem vom Hersteller vorgegebenen Intervall ersetzt oder nach Vorgabe regeneriert werden. Bleiben Gerüche trotz sauberem Metallfilter und abgewischtem Gehäuse hartnäckig in der Küche, ist der Austausch des Aktivkohlefilters der nächste Schritt.