Von innen und außen saubere Küchengeräte halten länger und arbeiten effizienter. Ein gut zusammengestelltes Reinigungs-Set spart Zeit, schont die Materialien und verhindert teure Schäden durch ungeeignete Pflege.
Die Grundausstattung: Was wirklich in den Schrank gehört
Ein Reinigungs-Set für Küchengeräte muss nicht teuer sein, aber es braucht die richtigen Werkzeuge. Fünf Utensilien decken fast alle Fälle ab:
- Weiche Tücher aus Baumwolle oder Leder
- Ein weicher Schwamm
- Eine weiche Bürste mit mittleren Borsten
- Ein Baumwolltuch für das Trockenwischen
- Eine kleine Schüssel für Reinigungslösungen
Verwenden Sie keine Scheuerschwämme und Stahlwolle, auch wenn Fett hartnäckig sitzt. Die meisten Küchenoberflächen vertragen keine kratzenden Materialien. Edelstahl, Keramik und lackierte Flächen bekommen sonst feine Kratzer, die Schmutz noch schneller anhaften lassen. Weiche Tücher aus Baumwolle oder Mikrofaser und normale Küchenschwämme reichen für fast alle Arbeiten aus. Nach der feuchten Reinigung sollte die Stelle trockengewischt werden, vor allem bei Edelstahl, sonst bleiben Wasserflecken.
Milde Reinigungsmittel und Spezialreiniger
Milde Reinigungsmittel sind die sicherste Wahl für Küchengeräte. Scheuermilch und aggressive Lösungsmittel greifen empfindliche Oberflächen an, hinterlassen Kratzer oder lösen Beschichtungen ab. Für die meisten Arbeiten genügen warmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel und ein weiches Tuch.
Für spezielle Materialien gibt es eigene Produkte: Keramikfelder und Glaskeramik-Kochfelder reinigen Sie am besten mit einem Ceranfeld-Schaber und einem speziellen Pflegemittel, das fettige Rückstände löst, ohne die Oberfläche zu verkratzen. Edelstahlflächen behandeln Sie mit einem Edelstahlreiniger, der gleichzeitig vor neuen Fingerabdrücken schützt. Achten Sie darauf, ob das Mittel für den jeweiligen Gerätetyp zugelassen ist und ob es nach der Anwendung Rückstände hinterlässt. Bei Mischungen aus Edelstahl und Kunststoff, wie sie oft an Kaffeemaschinen oder Wasserkochern zu finden sind, verwenden Sie besser ein Allzweckmittel, das für beide Materialien geeignet ist.
Die Werkzeuge: Tücher, Schwämme, Bürsten
Weiche Tücher und Schwämme aus Baumwolle oder Leder sind die erste Wahl. Mikrofasertücher und Stahlwolle können feine Kratzer auf empfindlichen Oberflächen wie Edelstahl, Ceranfeldern oder lackierten Fronten hinterlassen. Nach der feuchten Reinigung wischen Sie die Stelle mit einem trockenen Tuch nach. Das verhindert Wasserflecken und Kalkränder.
Für die Zwischenräume von Geräten, etwa die Gummidichtungen von Kühlschrank und Backofen, eignen sich weiche Zahnbürsten oder spezielle Fugenbürsten. Hartnäckige Verkrustungen am Herd oder im Backofen lösen Sie mit einem Kunststoffschaber, der die Oberfläche nicht zerkratzt, statt mit Stahlwolle oder Scheuerschwämmen.
Reinigungszubehör für jede Oberfläche
Weiche Tücher und Schwämme
Mikrofasertücher sind für Küchengeräte ungeeignet, weil sie auf empfindlichen Oberflächen wie Edelstahl oder Glaskeramik feine Kratzer hinterlassen können. Greifen Sie stattdessen zu weichen Baumwolltüchern oder Ledertüchern, die Feuchtigkeit gut aufnehmen. Nach der feuchten Reinigung sollten Sie die Stelle trockenwischen, damit keine Kalkflecken oder Wasserstreifen entstehen. Für verschiedene Bereiche ist es sinnvoll, mehrere Tücher zu haben, etwa eines für die Außenseiten und eines für das Innere von Geräten. Ein Tuch für hartnäckige Flecken können Sie danach wegwerfen.
Schwämme und Bürsten richtig einsetzen
Nicht jeder Schwamm ist für jede Oberfläche geeignet. Die raue Seite eines Spülschwamms kann auf lackierten Flächen oder in der Spülmaschine Kratzer verursachen. Verwenden Sie für empfindliche Oberflächen ausschließlich die weiche Seite oder einen speziellen Mikrofaserschwamm ohne Scheuereffekt. Für Ecken und Fugen, etwa an der Backofentür oder zwischen den Spalten der Dunstabzugshaube, sind weiche Bürsten mit Naturborsten oder eine alte Zahnbürste ideal. Hartnäckige Verschmutzungen lösen Sie besser mit Einweichzeit und milder Seife als mit aggressivem Schrubben.
Reinigungsmittel: was Sie wirklich brauchen
Sie müssen nicht viele Spezialmittel kaufen. Die Grundausstattung reicht für fast alle Reinigungsarbeiten aus: mildes Spülmittel, Natron, Essig oder Zitronensäure, ein fettlösendes Reinigungsmittel für die Dunstabzugshaube und ein Glasreiniger für Edelstahl- oder Glaskeramikflächen. Scheuermilch und chlorhaltige Reiniger haben in der Küche nichts verloren, weil sie die meisten Oberflächen angreifen. Wenn Sie Keramik- oder Edelstahlteile reinigen, verwenden Sie die dafür vorgesehenen Spezialreiniger, die auf das Material abgestimmt sind und keine Rückstände hinterlassen.
Das Gerät vor der Reinigung vorbereiten
Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie das Gerät vom Strom trennen und abkühlen lassen. Das gilt vor allem für Backofen, Herd und Geschirrspüler. Bei fest eingebauten Geräten wie dem Geschirrspüler reicht es in der Regel, den Stecker zu ziehen oder den Sicherungsschalter zu betätigen. Entfernen Sie grobe Essensreste und lose Partikel, bevor Sie mit einem feuchten Tuch arbeiten. So vermeiden Sie, dass Schmutz in Ritzen geschoben wird und sich dort festsetzt.
Spezialfall Kühlschrank
Kein Küchengerät muss so häufig von innen gereinigt werden wie der Kühlschrank. Räumen Sie ihn zunächst vollständig aus und lagern Sie die Lebensmittel zwischenzeitlich in einer Kühlbox. Entfernen Sie die herausnehmbaren Einlegeböden und Schubladen und spülen Sie sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Wischen Sie das Innere des Kühlschranks mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel aus und trocknen Sie es anschließend. Ein offenes Schälchen mit Natron, einige Tage im leeren Kühlschrank platziert, neutralisiert unangenehme Gerüche.
Für die Rückseite des Kühlschranks, also den Kompressor und die Lüftungsschlitze, lohnt sich eine jährliche Reinigung mit dem Staubsauger: Mit einem Bürstenaufsatz entfernen Sie Staub und Flusen, die das Gerät unnötig arbeiten lassen. Das verbessert die Energieeffizienz und verlängert die Lebensdauer. Ziehen Sie vorher unbedingt den Netzstecker.
Spezielle Pflege für Geschirrspüler und Backofen
Der Geschirrspüler hat einen eigenen Wartungsbedarf: Den Filter sollten Sie regelmäßig entnehmen und mit Wasser und milder Seife reinigen. Lassen Sie ihn danach vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Ein verstopfter Filter führt dazu, dass Speisereste nicht ablaufen und sich Gerüche bilden. Auch die Sprüharme können sich mit Ablagerungen zusetzen; Sie können sie vorsichtig unter fließendem Wasser ausspülen und mit einem dünnen Draht die Düsen frei machen, falls nötig.
Beim Backofen geht es vor allem um eingebrannte Fettreste. Ziehen Sie immer erst die Reinigungsanleitung des Herstellers zu Rate, denn manche Modelle haben Spezialbeschichtungen, die sich bei falscher Pflege zersetzen können. Lassen Sie eine milde Lösung aus Natron und Wasser auf den verschmutzten Flächen einwirken. Sie löst viele Rückstände, ohne die Oberfläche zu zerkratzen. Wischen Sie danach mit einem feuchten Tuch nach.
Die richtige Reihenfolge bei der Küchenreinigung
Wenn Sie mehrere Geräte auf einmal reinigen möchten, erledigen Sie zuerst die trockenen Arbeiten wie das Auswischen von Krümeln und das Ausräumen der Geräte, danach die feuchte Reinigung und zum Schluss das Trockenwischen und Polieren. Entfernen Sie Flecken sofort, je früher Sie sie behandeln, desto leichter gehen sie weg. Das gilt besonders für eingebrannte Speisereste auf dem Herd oder an der Dunstabzugshaube. Wer hier regelmäßig mit einem milden Reiniger und einem weichen Tuch arbeitet, verhindert, dass sich hartnäckige Krusten überhaupt erst bilden.
Sinnvolle Ergänzungen für Ihr Reinigungs-Set
Neben Tüchern, Schwämmen und Reinigungsmitteln gibt es ein paar Werkzeuge, die die Arbeit erleichtern: eine weiche Bürste mit langen Borsten für Ritzen und Scharniere, ein Holzspatel oder Kunststoffschaber für eingebrannte Rückstände auf Glaskeramik, und ein Baumwolltuch für die Trockenreinigung von Innenräumen wie dem Kühlschrank oder der Mikrowelle. Wenn Sie in einem Haushalt mit empfindlichen Oberflächen leben, lohnt sich auch ein spezielles Reinigungsmittel für Edelstahl, das Schlieren und Fingerabdrücke verhindert.