Der Geruch von Knoblauch oder altem Pausenbrot bleibt in einer Kunststoff-Brotdose auch nach mehrfachem Spülen. Fettreste in feinen Kratzern sind der Grund dafür. In den Kratzern siedeln sich Bakterien an.

Zeitungspapier, Backpulver und Essig befreien die Dose wieder vom Geruch, ohne das Material anzugreifen. Reinigen Sie die Dose vorher gründlich. Bei empfindlichen Oberflächen verwenden Sie milde Mittel.

Warum Kunststoff Gerüche bindet

Kunststoff ist nicht so glatt, wie er sich anfühlt. Beim Schneiden, Spülen und täglichen Gebrauch entstehen feine, kaum sichtbare Kratzer. Dort dringt Fett aus Käse, Wurst oder Essensresten ein. Bakterien zersetzen es. Die Abbauprodukte riechen, und normales Spülen holt sie nicht aus den Kratzern. Deshalb gehen Sie in zwei Schritten vor: zuerst die Fettreste lösen, dann den Geruch binden.

Zuerst die Dose gründlich reinigen

Bevor Sie ein Hausmittel einsetzen, spülen Sie die Dose gründlich mit warmem Wasser und mildem Spülmittel aus. Fettreste sind die Grundlage des Geruchs. Bleiben sie zurück, wirken Papier, Pulver und Essig nur halb. Nehmen Sie den Dichtungsring heraus, falls Ihre Dose einen hat, und reinigen Sie ihn separat. Dort sitzt häufig der stärkste Geruch. Bei zähen Resten lassen Sie die Dose einige Minuten einweichen, dann lösen Sie die Reste mit einem weichen Schwamm.

Geruch mit Hausmitteln lösen

Die drei Hausmittel wirken unterschiedlich und eignen sich für die meisten Brotdosen.

Zeitungspapier zieht Feuchtigkeit und Geruch

Legen Sie zerknülltes Zeitungspapier in die saubere Dose, schließen Sie den Deckel und lassen Sie die Dose einige Stunden stehen, zum Beispiel über Nacht. Das Papier saugt Feuchtigkeit und riechende Stoffe auf. Danach werfen Sie das Papier weg und wischen die Dose trocken aus. Wer keine Zeitung bekommt, nimmt Küchenpapier.

Backpulver bindet Gerüche

Das Natron im Backpulver nimmt Gerüche auf. Streuen Sie eine dünne Schicht Backpulver auf den Boden der Dose, schließen Sie sie und lassen Sie das Pulver einwirken. Danach spülen Sie die Dose mit Wasser aus, damit keine weißen Rückstände an der nächsten Mahlzeit kleben.

Essig neutralisiert strengen Geruch

Essig hilft besonders bei hartnäckigen Gerüchen nach Zwiebeln oder Fisch. Füllen Sie eine Mischung aus Essig und Wasser in die Dose, bis der Boden gerade bedeckt ist, und lassen Sie sie kurz stehen. Danach spülen Sie gründlich mit klarem Wasser nach, sonst schmeckt das nächste Butterbrot nach Essig. Bei Metall-Brotdosen verdünnen Sie die Mischung stärker und lassen die Lösung nur kurz einwirken, damit die Säure die Oberfläche nicht angreift. Bei Kunststoff reicht es meist, die Innenseite mit einem weichen Tuch auszuwischen.

Was die gängigen Materialien vertragen

Kunststoff ist leichter und günstiger als Edelstahl, nimmt aber Gerüche auf und zerkratzt mit der Zeit. Bestimmte Kunststoffe können Chemikalien enthalten und bei beschädigter Oberfläche Mikroplastik an das Essen abgeben. Achten Sie bei Kunststoff-Brotdosen deshalb auf die Innenfläche. Ist sie rau oder zeigt Risse, lohnt sich eine neue Dose, weil die geschädigte Fläche Gerüche stärker festhält.

Edelstahl ist robuster und langlebiger. Er nimmt kaum Gerüche an, lässt sich leicht reinigen, gilt als gesundheitlich unbedenklich und ist gut recycelbar. Eine Edelstahl-Brotdose ist die erste Wahl, wenn Sie regelmäßig stark riechende Speisen wie Curry, Thunfisch oder Knoblauch mitnehmen.

Silikon-Brotdosen nehmen ähnlich wie Kunststoff Gerüche an. Für sie gelten die gleichen Grundregeln: erst reinigen, dann ein Hausmittel einwirken lassen. Prüfen Sie vorher die Herstellerhinweise: Viele Silikonbehälter vertragen die Spülmaschine.

Worauf Sie verzichten sollten

Kochendes Wasser verformt manche Kunststoffe und kann Dichtungen beschädigen. Scheuermittel und harte Schwämme zerkratzen die Innenseite. In den Kratzern bleibt der nächste Geruch noch stärker hängen. Aggressive Reiniger wie Chlorbleiche können die Oberfläche anätzen und Rückstände hinterlassen, die später im Essen landen. Ist die Dose spülmaschinenfest, können Sie sie in die Maschine geben. Prüfen Sie vorher das Symbol auf dem Boden. Die Hausmittel ersetzen keine regelmäßige Reinigung, sie ergänzen sie.