Beutellose Staubsauger sammeln Staub und Schmutz in einem Behälter. Den müssen Sie regelmäßig leeren und reinigen. Wer Behälter und Filter pflegt, hält die Saugleistung stabil und verlängert die Lebensdauer des Geräts. Alles, was mit Wasser gereinigt wurde, muss vor dem Wiedereinsetzen vollständig trocken sein.
Warum Reinigung die Saugleistung erhält
Ein verstopfter Behälter und verschmutzte Filter lassen die Saugleistung spürbar nachlassen. Der Motor muss dann härter arbeiten, um dieselbe Luftmenge zu bewegen. Das belastet das Gerät auf Dauer. Wer den Behälter nach dem Saugen oder spätestens bei der Füllmarke leert, hält den Luftstrom frei und schont den Motor.
Dazu kommt die Hygiene: Beutellose Geräte setzen beim Leeren Staub frei. Ein sauberer Filter bindet Feinstaub besser. Gerade in Haushalten mit Allergikern sollten Sie den Staub nicht zu lange im Behälter lassen.
Behälter leeren und ausspülen
Leeren Sie den Behälter über dem Mülleimer und klopfen Sie grobe Rückstände heraus. Danach spülen Sie den Behälter mit klarem Wasser aus. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft lauwarmes Wasser mit etwas Spülmittel, aber nur, wenn die Modellanleitung das erlaubt. Einige Behälter vertragen Spülmittel nicht, weil Rückstände später beim Saugen aufsteigen können.
Trocknen Sie den Behälter vollständig, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Als Faustregel gelten mehrere Stunden bei Zimmertemperatur. Feuchte Rückstände im Behälter können Schimmel bilden. Gelangt Feuchtigkeit in die Elektronik, kann sie im schlimmsten Fall den Motor beschädigen.
Waschbare und nicht waschbare Filter
Filter sind nicht gleich Filter, und die Reinigungsmethode hängt vom Typ ab. Die Modellanleitung gibt vor, ob ein Filter waschbar ist oder nicht. Grundsätzlich gilt:
- Waschbare Filter bestehen meist aus Schaumstoff oder Vlies und lassen sich unter fließendem Wasser ausspülen.
- Nicht waschbare Filter sind oft Papierfilter oder Kartuschenfilter. Sie werden ausgeklopft oder mit einer weichen Bürste gereinigt und bei starker Verschmutzung ersetzt.
- HEPA-Filter gibt es in beiden Varianten. Ein HEPA-Filter hält sehr feine Partikel zurück. Ob Ihr HEPA-Filter waschbar ist, steht in der Anleitung. Bei vielen Modellen raten die Hersteller von der Nassreinigung ab, weil Wasser die feinen Fasern beschädigen kann.
Wenn Sie einen nicht waschbaren Filter mit Wasser reinigen, riskieren Sie, dass er seine Filterwirkung verliert oder das Gerät beschädigt wird. Im Zweifel gilt: ausklopfen oder ersetzen, statt zu waschen.
Trocknung als zentrale Sicherheitsregel
Die vollständige Trocknung ist der wichtigste Schritt bei der Reinigung eines beutellosen Staubsaugers. Ein Behälter oder Filter, der nur oberflächlich trocken ist, gibt beim nächsten Saugen Feuchtigkeit an den Luftstrom ab. Das Wasser erreicht den Motor und die Elektronik. Das kann zu Kurzschlüssen oder Korrosion führen.
Legen Sie Behälter und gewaschene Filter getrennt auf, damit die Luft von allen Seiten an sie herankommt. Ein Heizkörper oder ein sonniger Platz beschleunigt die Trocknung, aber direkte Hitze kann Kunststoffteile verformen. Zimmertemperatur und genügend Wartezeit sind der sichere Weg. Erst wenn sich auch Ecken und Falten trocken anfühlen, setzen Sie die Teile wieder ein.
Düse, Rohr und Auslassfilter nicht vergessen
Behälter und Hauptfilter sind nicht die einzigen Stellen, an denen sich Schmutz sammelt. In der Bodendüse verfangen sich Haare und Fäden, die Sie regelmäßig entfernen sollten, weil sie die Bürstenwalze blockieren. Das Saugrohr verstopft gelegentlich mit größeren Teilen, dann lässt sich der Schmutz mit einem langen Gegenstand oder durch Ausklopfen lösen.
Der Auslassfilter sitzt am Ende des Luftwegs und hält Feinstaub zurück, der durch den Hauptfilter gelangt ist. Auch er muss je nach Modell gereinigt oder ausgetauscht werden. Die Modellanleitung nennt die Intervalle und die passende Methode. Wer den Auslassfilter vernachlässigt, merkt das an einem schwächeren Luftstrom und daran, dass das Gerät lauter wird.
Modellanleitung hat Vorrang
Alle allgemeinen Reinigungsregeln gelten nur, solange die Herstellerangaben nichts anderes vorschreiben. Manche Geräte haben Filter, die Sie nie mit Wasser reinigen dürfen, andere haben Behälter, die nicht für Spülmittel geeignet sind. Die Anleitung Ihres Modells nennt die genauen Intervalle, die waschbaren Teile und die Trocknungszeiten. Wenn sich Anleitung und allgemeine Empfehlung widersprechen, folgen Sie der Anleitung, denn sie ist auf Ihr Gerät abgestimmt.