Nach dem Backen bleiben auf Blech und Rost oft Fettspritzer, karamellisierter Zucker und hartnäckige Ränder zurück, die sich nicht mit einem feuchten Tuch abwischen lassen. Eingebranntes lösen Sie, indem Sie Blech oder Rost einweichen und dann mit warmem Wasser, Spülmittel oder Natron und der weichen Schwammseite bearbeiten. So entfernen Sie die Reste, ohne die Antihaftbeschichtung oder das Metall zu beschädigen.

Das Material des Blechs entscheidet, ob eine Methode funktioniert oder Schaden anrichtet. Antihaftbeschichtungen vertragen keine kratzenden Utensilien, Säure greift Aluminium an, und emaillierte Flächen brauchen eine sanfte Behandlung, damit die Glasur intakt bleibt.

Das Material bestimmt die Methode

Prüfen Sie, woraus Ihr Blech besteht, bevor Sie einweichen oder schrubben. Oft steht die Materialangabe auf der Unterseite oder auf dem Etikett; bei älteren Blechen hilft der Blick auf die Oberfläche.

  • Unbeschichtete Bleche aus Stahl oder Edelstahl sind robust und vertragen mehr Druck. Blanker Stahl rostet jedoch, wenn er zu lange nass bleibt.
  • Aluminium ist leicht und günstig. Säuren und stark alkalische Mittel greifen das weiche Metall an, grobe Scheuerschwämme hinterlassen Kratzer.
  • Emaillierte Bleche besitzen eine glasartige, glatte Oberfläche. Sie hält Säure aus, aber Stöße und harte Scheuermittel können die Glasur beschädigen.
  • Bleche mit Antihaftbeschichtung sind pflegeleicht, solange sie unversehrt sind. Metallschaber und Stahlwolle zerstören die Schicht; sobald sie verkratzt ist, bleibt Essen dort leichter kleben und die Beschichtung blättert mit der Zeit ab.

Wenn Sie unsicher sind, behandeln Sie das Blech vorsichtig: weicher Schwamm, mildes Mittel und wenig Druck. Damit richten Sie keinen Schaden an.

Erst einweichen, dann schrubben

Der wichtigste Schritt bei eingebrannten Resten ist das Einweichen. Warmes Wasser mit ein paar Spritzern Spülmittel weicht Fett und Krusten auf, sodass sie sich danach oft schon mit der weichen Schwammseite abreiben lassen. Legen Sie das Blech ins Spülbecken oder in eine große Schüssel und lassen Sie es eine halbe Stunde bis mehrere Stunden liegen; bei dicken, verkohlten Stellen funktioniert eine Nacht am besten.

Ofenroste passen selten ins Spülbecken. Legen Sie den Rost flach in die Badewanne, decken Sie ihn mit warmem Wasser ab und geben Sie etwas Spülmittel dazu. Nach ein paar Stunden weichen die Reste auf und lassen sich mit einem Schwamm von den Stangen ziehen.

Lassen Sie das Blech zuerst abkühlen. Ein heißes Blech gehört nicht in kaltes Wasser; der plötzliche Temperaturunterschied verzieht das Metall und lässt bei emaillierten Blechen die Glasur springen.

Natron, Soda und andere Hausmittel

Natron ist das vielseitigste Hausmittel für eingebrannte Stellen. Es entfettet und wirkt als leichtes Schleifmittel, wenn Sie es als Paste verwenden. Rühren Sie Natron mit etwas Wasser zu einer dickflüssigen Paste an, streichen Sie sie auf die Verkrustungen und lassen Sie sie einwirken. Je dicker die Kruste, desto länger. Danach reiben Sie die Stelle mit einem feuchten Schwamm ab. Auch Backpulver hilft, weil es Natron enthält. In Backpulver steckt Natron aber in geringerer Konzentration und zusammen mit Säure. Für die Paste ist reines Natron die bessere Wahl.

Soda, also Waschsoda, ist stärker alkalisch als Natron und geht besonders hartnäckige Fettkrusten an. Lösen Sie einen Esslöffel Soda in warmem Wasser und weichen Sie das Blech darin ein. Auf Aluminium verzichten Sie auf Soda, weil die Lauge das Metall angreift.

Essig und Zitronensäure lösen angebrannte Soßenreste und Kalk. Sie sind für Edelstahl und Emaille geeignet. Auf Aluminium gehören sie nicht: Das saure Wasser verfärbt das Metall und greift es an. Wer Essig mit Natron mischt, bekommt viel Schaum, aber kaum bessere Reinigungswirkung, weil sich Säure und Natron gegenseitig neutralisieren. Nehmen Sie die Mittel getrennt.

Ein Spülmaschinentab in heißem Wasser weicht auch verkohlte Reste auf. Die Tabs enthalten starke alkalische Reiniger und eignen sich für Stahl, Edelstahl und Emaille. Nicht geeignet sind sie für Aluminium und für empfindliche Antihaftbeschichtungen.

Werkzeug nach Material wählen

Sobald das Einweichen gewirkt hat, braucht es meist nur noch wenig Schrubben. Heben Sie die aufgeweichte Kruste am Rand mit einem Kunststoffschaber an, statt mit Kraft zu schaben. Kunststoffschaber, wie sie für Glaskeramikfelder üblich sind, lösen Verkrustungen auf Emaille und Antihaftbeschichtung, ohne die Oberfläche zu ritzen.

Für Antihaftbeschichtungen und Aluminium verwenden Sie weiche Spülschwämme oder Mikrofasertücher. Stahlwolle und Topfkratzer sind nur für unbeschichtete Bleche aus Stahl und Edelstahl geeignet. Sie hinterlassen jedoch feine Kratzer, in denen später Schmutz hängen bleibt. Wer das Blech in gutem Zustand halten will, nimmt auch hier zuerst die weiche Seite.

Bei emaillierten Blechen reicht die weiche Schwammseite in der Regel aus. Für angetrocknete Ränder hilft der Kunststoffschaber; Scheuerschwämme mit harter Seite und metallische Topfkratzer richten mehr Schaden an als Nutzen.

Backofenreiniger für hartnäckige Krusten

Verkohlte Fettreste, gegen die Wasser und Natron nicht ankommen, löst ein Backofenreiniger. Die Sprays enthalten stark alkalische Inhaltsstoffe und müssen einige Zeit einwirken. Sie greifen Aluminium an und können Antihaftbeschichtungen zerstören; verwenden Sie sie daher nur auf Stahl, Edelstahl und Emaille. Tragen Sie Handschuhe, öffnen Sie das Fenster und halten Sie sich an die Einwirkzeit auf der Verpackung. Danach spülen Sie das Blech gründlich ab.

Auch wer einen Ofen mit Pyrolyse besitzt, also mit einer Selbstreinigungsfunktion, kann die Selbstreinigung für Bleche und Roste nutzen: Die hohe Temperatur verbrennt alle Rückstände zu Asche. Emaillierte Bleche und Roste aus Stahl vertragen das meist. Bleche mit Antihaftbeschichtung und Aluminiumbleche müssen Sie vorher herausnehmen, weil die Hitze die Beschichtung beziehungsweise das Metall beschädigt.

Nach der Reinigung trocknen und schützen

Trocknen Sie Blech und Roste sofort ab, sobald sie sauber sind. Auf blankem Stahl entsteht sonst schnell Rost. Bei unbeschichteten Blechen hält ein hauchdünner Film Speiseöl die Feuchtigkeit fern und schützt vor Rost; emaillierte und beschichtete Flächen brauchen das nicht.

Damit sich die Arbeit seltener wiederholt, legen Sie beim nächsten Backen ein Stück Backpapier oder eine Silikonmatte auf das Blech. Fett und Bratensaft, die darauf landen, brennen nicht in die Oberfläche ein und lassen sich mit dem Papier entsorgen.