Unter vielen Spülen stehen mehrere Reiniger: Glasreiniger, Badreiniger, Scheuermilch und Spezialmittel für jeden Fleck. Die meisten davon brauchen Sie selten.
Ein Allzweckreiniger, also ein flüssiges Reinigungsmittel für viele Oberflächen vom Küchenarbeitsplatz bis zum Boden, deckt zusammen mit Spülmittel und Scheuermittel fast alle Aufgaben ab. Ob Sie ein Spezialmittel brauchen, hängt von der Art des Schmutzes und der Oberfläche ab.
Drei Mittel reichen für fast alles
Monika Wittkowski vom DHB-Netzwerk Haushalt nennt eine einfache Grundausstattung: Spülmittel, Allzweckreiniger und Scheuermittel. Damit reinigen Sie alle Oberflächen im Haushalt. Das Spülmittel löst Fett an Geschirr und Arbeitsflächen. Der Allzweckreiniger reinigt Böden, Möbel und Fliesen im normalen Alltag. Das Scheuermittel verwenden Sie, wenn sich Schmutz festgesetzt hat und sich nicht mehr mit einem feuchten Tuch entfernen lässt.
Was ein Allzweckreiniger leistet
Stiftung Warentest hat 13 Allzweckreiniger geprüft. Die Mittel entfernen Fett und Staub zuverlässig, kommen aber bei Stärkeresten, Kalk und klebrigem Schmutz an ihre Grenzen. Ein Allzweckreiniger eignet sich also für die regelmäßige Reinigung im Alltag. Bei eingebrannten Rückständen am Herd oder Kalkablagerungen in der Dusche reicht er nicht aus.
Der Test zeigt außerdem, dass der Preis wenig über die Qualität aussagt. Das günstige Domol von Rossmann schnitt sowohl verdünnt als auch unverdünnt sehr gut ab, während Sagrotan deutlich schlechter abschnitt. Einige Mittel hinterließen auf Fliesen hartnäckige Fett-Staub-Rückstände, darunter Ajax und Ecover. Wer einen Allzweckreiniger kaufen möchte, kann also bedenkenlos zum günstigen Produkt greifen.
Wann Spezialmittel nötig sind
Spezialreiniger lohnen sich, wenn der Schmutz eine andere Behandlung braucht, als ein Allzweckreiniger bieten kann. Der häufigste Fall ist Kalk. Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt für hartnäckige Kalkringe in Dusche oder Badewanne sowie für Urinstein im WC ein saures Mittel wie Essig oder Zitronensäure. Diese Mittel lösen die mineralischen Ablagerungen, während ein Allzweckreiniger an Kalk kaum etwas ausrichtet.
Auch beim Fensterputzen brauchen Sie keinen Glasreiniger. Wasser mit einem Schuss Spülmittel oder Allzweckreiniger reicht dafür aus. Achten Sie darauf, sparsam zu dosieren: Zu viel Schaum hinterlässt Schlieren, weil sich Reinigungsrückstände auf dem Glas absetzen. Arbeiten Sie mit zwei Eimern, einem mit der Reinigungslösung und einem mit warmem, klarem Wasser zum Nachspülen.
Schmutz und Oberfläche bestimmen die Wahl
Die Entscheidung zwischen Allzweckreiniger, Scheuermittel und Spezialreiniger lässt sich auf eine einfache Regel bringen: Prüfen Sie zuerst die Art des Schmutzes, dann die Empfindlichkeit der Oberfläche. Für die gängigsten Fälle ergibt sich daraus:
- Fett, Staub und normale Verschmutzung: Allzweckreiniger
- Eingebrannte oder angetrocknete Rückstände: Scheuermittel, nur auf unempfindlichen Flächen
- Kalk und Urinstein: Essig oder Zitronensäure
- Fenster: Wasser mit etwas Spülmittel oder Allzweckreiniger
Ein Scheuermittel arbeitet mit Schleifpartikeln und entfernt dadurch auch hartnäckigen Schmutz. Diese Partikel können empfindliche Oberflächen zerkratzen. Auf Glas, lackierten Flächen und empfindlichen Kunststoffen sollten Sie deshalb kein Scheuermittel einsetzen. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Fläche das Mittel verträgt, testen Sie es zuerst an einer unauffälligen Stelle.