Ein verstopfter Filter ist die häufigste Ursache für nachlassende Saugkraft. Wenn der Staubsauger Staub und Geruch aus der Ausblasöffnung in den Raum bläst, liegt es meist am Filter, nicht am Gerät.
Für Allergiker ist das ein Problem: Ein HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) hält mindestens 99,95 % aller Partikel von 0,3 bis 10 Mikrometern zurück, darunter Hausstaub, Milbenkot, Pollen und Bakterien. Das funktioniert aber nur, wenn der Filter sauber und trocken ist.
Wann ist eine Filterreinigung nötig?
Ein voller oder verklebter Filter lässt die Saugkraft spürbar nachlassen. Reinigen Sie einen wiederverwendbaren HEPA-Filter etwa alle vier bis sechs Wochen, bei Haustieren oder stark beanspruchten Teppichböden häufiger. Das typische Anzeichen: Der Motor dreht hörbar höher und die Saugleistung an der Düse lässt nach. Dann ist der Filter fällig.
So reinigen Sie den Filter
Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, prüfen Sie die Angaben des Herstellers. Manche HEPA-Filter sind nicht waschbar und müssen ersetzt werden. Bei waschbaren Filtern gehen Sie so vor:
- Filter ausbauen: Schalten Sie den Staubsauger aus und ziehen Sie den Stecker. Entnehmen Sie den Filter wie in der Bedienungsanleitung beschrieben.
- Groben Staub entfernen: Klopfen Sie den Filter über dem Papierkorb aus oder bürsten Sie ihn mit einer weichen Bürste ab. So entfernen Sie den groben Staub, bevor Sie den Filter nass machen.
- Unter lauwarmem Wasser ausspülen: Halten Sie den Filter mit der verschmutzten Seite nach unten unter fließendes, lauwarmes Wasser. Die Strömung trägt die Partikel heraus, ohne sie tiefer in das Filtermaterial zu drücken. Drehen Sie den Filter dabei vorsichtig.
- Nicht reiben: Verwenden Sie keine Bürste, keinen Schwamm und kein Reinigungsmittel. Seife, Spülmittel oder Allzweckreiniger zerstören die empfindliche Filterstruktur und lassen den Filter schneller verkleben.
- Gründlich nachspülen: Spülen Sie so lange, bis das ablaufende Wasser klar ist, denn Rückstände im Filtermaterial verringern die Filterwirkung.
Filter trocknen
Ein feuchter Filter ist gefährlicher als ein schmutziger. Wird er zu früh eingesetzt, bleibt Feuchtigkeit im Filtermaterial zurück. Dort entstehen Schimmel und gesundheitsschädliche Rückstände, ausgerechnet im Gerät, das die Raumluft reinigen soll.
So trocknen Sie den Filter richtig
- Trocknungsdauer: Rechnen Sie mit einigen Stunden. Manche Hersteller empfehlen, den Filter länger trocknen zu lassen.
- Ort: Legen Sie den Filter an einen trockenen, staubarmen, gut belüfteten Ort, zum Beispiel auf ein Handtuch auf der Arbeitsplatte oder auf dem Balkon ohne direkte Sonneneinstrahlung.
- Raumtemperatur: Trocknen Sie bei normaler Zimmertemperatur. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, Heizkörper und Föhn, denn Wärme verformt das Filtermaterial und zerstört die Filterstruktur.
- Geduld: Ein vollständig getrockneter Filter ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass er wieder funktioniert. Je nach Filtertyp dauert das unterschiedlich lange.
Nicht mit Hitze trocknen: Hitze verformt das Filtermaterial und zerstört die feine Filterstruktur. Lassen Sie den Filter deshalb ausreichend lange an der Luft trocknen.
Warum der Filter trocken sein muss
Ein nasser Filter führt zu schlechter Saugleistung. Wird ein feuchter Filter wieder eingesetzt, sammelt sich im Gerät Feuchtigkeit. Das ist ein idealer Nährboden für Schimmel. Beim nächsten Saugen bläst der Staubsauger Schimmelsporen in die Raumluft. Das ist nicht nur für Allergiker ein Problem. Ein feuchter Filter verklebt außerdem mit Staub und wird dadurch schneller unbrauchbar. Setzen Sie den Filter deshalb erst wieder ein, wenn er sich vollständig trocken anfühlt, auch im Inneren.
Typische Fehler bei der Filterreinigung
Den Filter zu früh einbauen: Ein feuchter Filter zieht beim nächsten Saugen Staub an, verklebt und verliert seine Saugleistung. Zudem kann im Gerät Schimmel entstehen. Warten Sie, bis der Filter vollständig trocken ist.
Den Filter nicht in die Waschmaschine oder den Geschirrspüler geben. Beide Geräte setzen den Filter mechanischen Belastungen und Reinigungschemikalien aus. Das Filtermaterial wird beschädigt oder verformt. Der Staubsauger bläst später Staub wieder in die Luft, statt ihn festzuhalten.
Der Filter ist nicht sofort wieder einsatzbereit. Planen Sie die Trocknung ein. Wenn Sie den Staubsauger täglich brauchen, lohnt sich ein Zweitfilter: Sie reinigen den einen, während der andere im Einsatz bleibt. Bei den meisten Staubsaugern lässt sich der Hauptfilter leicht wechseln. Der Preis eines Ersatzfilters hängt vom Modell ab.
Filter nach dem Trocknen prüfen
Bevor der Filter zurück ins Gerät kommt, prüfen Sie ihn auf Beschädigungen. Ist das Material eingerissen oder verbogen, lohnt sich das Reinigen nicht mehr, weil ein beschädigter Filter Staub nicht mehr zuverlässig zurückhalten kann. Setzen Sie den trockenen Filter wieder ein und achten Sie darauf, dass er richtig sitzt: Ein lose sitzender Filter lässt Staub an ihm vorbeiströmen, der dann direkt in den Motor und in die Raumluft gelangt.
Trocknungszeit abwarten oder Zweitfilter nutzen
Wer den Staubsaugerfilter regelmäßig reinigt und vollständig trocknen lässt, hält die Saugleistung stabil. In Haushalten mit Allergikern ist ein intakter HEPA-Filter die Voraussetzung dafür, dass Staub, Milbeneier und Pollen im Gerät bleiben und nicht in die Raumluft gelangen. Spülen Sie den Filter nach der Reinigung gründlich aus, lassen Sie ihn vollständig trocknen und setzen Sie ihn erst dann wieder ein.
Wer das nicht abwarten möchte, kann auf einen zweiten Filter zurückgreifen: Reinigen Sie den ersten, während der zweite im Gerät steckt. So bleibt der Staubsauger ohne Unterbrechung einsatzbereit. Jeder Filter bekommt die Trocknungszeit, die er braucht.