Gerüche im Kühlschrank entstehen durch verdorbene Lebensmittel, verschüttete Milch oder Schimmel an Dichtungen und Rückwand. Raumspray oder Natron überdecken den Geruch nur, beseitigen aber nicht die Ursache. Entfernen Sie zuerst die Quelle, reinigen Sie den Kühlschrank und beugen Sie dann neuen Gerüchen vor.
Wo Kühlschrankgerüche entstehen
Bakterien und Schimmelpilze zersetzen organisches Material und erzeugen so den Geruch. Typische Auslöser sind Fisch und Fleisch, die zu lange lagern, offene Käse- und Wurstwaren, verschüttete Milch und vergessene Reste. Auch Obst und Gemüse, das in einer Schublade durchweicht, bildet schnell einen süßlich-fauligen Geruch.
Viele Geruchsquellen liegen versteckt im Kühlschrank. Ein faules Stück Obst versteckt sich hinter einem Stapel Joghurtbecher, ein Rest Soße tropft unter eine Ablage, und im Kondenswasserkanal an der Rückwand sammelt sich über Wochen eine bräunliche Flüssigkeit. Auch die Türdichtung übersehen Sie oft: Dort setzt sich Schimmel fest, wenn Feuchtigkeit und Krümel zusammenkommen.
Die Geruchsquelle systematisch finden
Räumen Sie den Kühlschrank vollständig aus, bevor Sie nach der Quelle suchen. Nehmen Sie jedes Fach, jede Schublade und jede Ablage heraus. Prüfen Sie die Lebensmittel einzeln: Werfen Sie alles weg, was schleimig, schimmlig oder unangenehm riechend ist. Ein einzelner vergessener Joghurt kann einen ganzen Kühlschrank durchdringen.
Danach kontrollieren Sie die Stellen, die beim normalen Gebrauch nicht auffallen. Ziehen Sie die Gemüseschubladen heraus und schauen Sie in die Ecken darunter. Fühlen Sie die Rückwand ab, wo sich Kondenswasser sammelt. Öffnen Sie die Tür und prüfen Sie die Dichtung auf schwarze Flecken. Wenn Sie den Geruch nach dem Entfernen der verdächtigen Lebensmittel noch wahrnehmen, ist die Quelle meist in einem dieser Bereiche.
Gründlich reinigen und neutralisieren
Reinigen Sie alle herausgenommenen Teile mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel. Für hartnäckige Gerüche eignet sich eine Mischung aus Wasser und Essig, die Fette löst und Bakterien abtötet. Alternativ hilft eine Paste aus Natron, die Sie auf verschmutzte Stellen auftragen und anschließend gründlich abspülen. Nach der Reinigung wischen Sie alles mit klarem Wasser nach, damit keine Rückstände bleiben.
Die Rückwand und den Kondenswasserkanal reinigen Sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste. Die Türdichtung behandeln Sie separat mit einem Tuch und etwas Essigwasser, weil sich dort Schimmel festsetzt. Beachten Sie die Reinigungshinweise des Herstellers, denn einige Innenflächen vertragen keine aggressiven Mittel. Lassen Sie den Kühlschrank nach der Reinigung vollständig trocknen, bevor Sie die Lebensmittel zurückstellen. Feuchtigkeit ist der Nährboden für den nächsten Schimmel.
Gerüche dauerhaft vermeiden
Gerüche entstehen wieder, solange die Ursachen bleiben. Bewahren Sie Lebensmittel in geschlossenen Behältern oder gut verschlossenen Verpackungen auf, damit Fisch, Käse und Zwiebeln ihren Geruch nicht an andere Lebensmittel abgeben. Kontrollieren Sie den Inhalt regelmäßig und werfen Sie Reste weg, bevor sie verderben. Verschüttete Flüssigkeiten wischen Sie sofort auf, statt sie antrocknen zu lassen.
Auch die richtige Kühlung gehört zur Vorbeugung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass eine korrekte Kühltemperatur das Wachstum von Keimen verlangsamt. Stellen Sie den Kühlschrank so ein, dass die Lebensmittel kühl bleiben, und überladen Sie die Fächer nicht, damit die Luft zirkulieren kann. Eine offene Schale mit Natron oder Kaffeepulver bindet Gerüche zwischen den Reinigungen, ersetzt aber weder das Entsorgen verdorbener Lebensmittel noch die regelmäßige Reinigung.