Der Backofenrost ist das Metallgitter, auf dem Backbleche und Auflaufformen im Ofen stehen. Beim Backen brennen Fett, Bratensaft und Krümel zu einer harten Kruste ein, die ein Schwamm allein nicht löst. Schrubben müssen Sie trotzdem nicht: Nehmen Sie den Rost heraus, weichen Sie ihn in heißem Wasser ein und behandeln Sie ihn mit einfachen Hausmitteln. Die Zutaten dafür stehen in fast jeder Küche bereit.

Den Rost in heißem Wasser einweichen

Der wichtigste Schritt ist das Einweichen. Lassen Sie den Rost nach dem Backen vollständig abkühlen. Legen Sie ihn in die Spüle oder die Badewanne und füllen Sie so heißes Wasser ein, bis das Gitter vollständig bedeckt ist. Geben Sie einen kräftigen Schuss Spülmittel dazu. Nach einigen Stunden, am besten über Nacht, hat das Wasser die Fettschicht aufgeweicht. Die Reste wischen Sie mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste ab, ohne Druck auszuüben.

Legen Sie ein Geschirrtuch oder eine Gummimatte auf den Boden der Spüle oder der Badewanne, damit der Rost keine Kratzer hinterlässt. Wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist, geben Sie etwas Zitronensaft dazu. Die Säure löst auch den Kalk, der sich zusammen mit dem Fett auf dem Rost abgesetzt hat.

Backpulver und Natron als Paste

Wenn das Einweichen allein nicht reicht, rühren Sie eine Paste aus Backpulver an. Mischen Sie drei Esslöffel Backpulver, also etwa ein bis zwei Päckchen, mit vier bis sechs Esslöffeln Wasser zu einer cremigen Paste. Streichen Sie die Paste auf alle verschmutzten Stellen des Rosts und lassen Sie sie ein bis zwei Stunden einwirken. Bei sehr hartnäckigen Krusten lassen Sie die Paste über Nacht einwirken. Das Backpulver weicht die Verkrustung auf. Die feinen Gasblasen, die beim Kontakt mit Wasser entstehen, lockern die Fettschicht vom Metall. Danach spülen Sie den Rost mit klarem Wasser ab.

Natron wirkt ähnlich und ist etwas kräftiger. Natron ist das reine Natriumhydrogencarbonat, Backpulver enthält zusätzlich Säure und Stärke. Verwenden Sie Natron in derselben Menge: Rühren Sie drei Esslöffel Natron mit vier bis sechs Esslöffeln Wasser an und streichen Sie die Paste auf den Rost. Beide Mittel greifen das Metall nicht an.

Essig und Zitrone gegen Fett

Essig löst Fett und eignet sich auch zum Einweichen. Geben Sie etwas Essigessenz in das heiße Einweichwasser und legen Sie den Rost für eine Stunde hinein. Danach wischen Sie die Fettreste mit einem Schwamm ab. Der Essiggeruch verschwindet, sobald Sie den Rost mit klarem Wasser abspülen.

Zitronensaft schneidet Fett ebenfalls und hinterlässt einen frischen Geruch. Geben Sie den Saft einer Zitrone in das Einweichwasser oder rühren Sie mit Natron eine Paste an. Kombinieren Sie Natron mit Zitronensaft oder Essig, schäumt die Mischung auf: Die Säure reagiert mit dem Natron und lockert die Kruste. Das hilft bei sehr hartnäckigen, eingebrannten Stellen.

Materialien und Trocknung beachten

Nicht jeder Rost verträgt jede Methode. Roste mit Emaille- oder Antihaftbeschichtung reagieren empfindlich auf Scheuermittel und kratzende Schwämme. Verwenden Sie dafür nur weiche Tücher und milde Spülmittel. Stahlwolle beschädigt die Beschichtung dauerhaft.

Gusseiserne Roste rosten, wenn sie lange im Wasser stehen. Reinigen Sie sie mit einem feuchten Tuch und trocknen Sie sie sofort ab. Wenn sich Flugrost gebildet hat, reiben Sie ihn mit einem Tuch und etwas Öl ab. Viele Backöfen haben heute Roste aus Edelstahl oder verchromtem Stahl, die das Einweichen gut vertragen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, welches Material in Ihrem Gerät verbaut ist.

Nach dem Reinigen spülen Sie den Rost gründlich ab und trocknen Sie ihn mit einem Tuch. Rückstände von Backpulver, Natron oder Essig verbrennen beim nächsten Backen und erzeugen einen unangenehmen Geruch. Ein trockener Rost ist sofort wieder einsatzbereit.