Bleiben Gläser und Teller nach dem Spülgang schmutzig, sind meist die Sprüharme verstopft. Diese rotierenden Stäbe im Innenraum der Spülmaschine verteilen das Wasser über kleine Düsen auf das Geschirr. Verstopfen die Düsen mit Kalk, Fett oder Speiseresten, erreicht das Wasser nicht mehr alle Bereiche. Das Geschirr wird ungleichmäßig sauber.
Meist reicht es, die Sprüharme auszubauen, durchzuspülen und die Düsen vorsichtig freizulegen. In vielen Fällen ist das Problem damit behoben, ohne dass ein Reparaturdienst nötig ist.
Wann die Sprüharme schuld sind
Die Sichtprüfung ist der erste Schritt und dauert nur wenige Minuten. Öffnen Sie die Spülmaschine und ziehen Sie die unteren und oberen Körbe heraus. Drehen Sie die Sprüharme von Hand. Wenn sie sich schwergängig drehen oder gar nicht bewegen, ist das ein Zeichen für eine Verstopfung oder eine blockierte Lagerung. Schauen Sie sich die Düsen genau an: Kleine Löcher entlang des Arms sollten frei sein. Halten Sie die Sprüharme gegen das Licht. So sehen Sie, ob einzelne Düsen zugeklebt sind. Auch Ablagerungen an der Unterseite der Arme, wo das Wasser austritt, sind ein deutliches Zeichen.
Ein schmutziger Streifen auf Tellern oder Gläsern ist ein typisches Zeichen. Er tritt genau dort auf, wo der Wasserstrahl fehlt. Werden nur bestimmte Bereiche sauber und andere nicht, sind die Düsen dort die wahrscheinlichste Ursache. Prüfen Sie auch, ob der Sprüharm beim Spülen rotiert. Sehen Sie während eines kurzen Spülgangs durch das Bullauge. Steht der Arm still, tritt das Wasser nicht mit genug Druck aus oder die Lager sind blockiert.
Sprüharme sicher ausbauen
Der Ausbau ist bei fast allen Modellen ähnlich. Nehmen Sie trotzdem die Bedienungsanleitung zur Hand, weil die Befestigung je nach Hersteller unterschiedlich ist. Bei den meisten Spülmaschinen sitzt der untere Sprüharm auf einem zentralen Stutzen. Eine Überwurfmutter oder eine Rastscheibe hält ihn. Drehen Sie die Mutter gegen den Uhrzeigersinn, oder drücken Sie die Rastnase, während Sie den Arm nach oben ziehen. Der obere Sprüharm hängt oft an einem Rohr. Sie können ihn durch Drehen oder Lösen einer Klammer abnehmen.
Ziehen Sie vor dem Ausbau den Netzstecker oder schalten Sie die Sicherung ab. So bewegt sich der Arm nicht und es tritt kein Wasser aus, falls Sie versehentlich einen Schalter betätigen. Legen Sie die Teile auf ein Handtuch. So verlieren Sie keine kleinen Dichtungen und Muttern. Notieren Sie die Reihenfolge der Teile oder fotografieren Sie sie mit dem Handy. So wissen Sie später, wie alles wieder zusammengebaut wird.
Lässt sich der Sprüharm nicht lösen, üben Sie keinen starken Druck aus. Bei vielen Geräten sitzt der Arm auf einem Gewinde, das sich durch Kalk festgesetzt hat. Sprühen Sie etwas Essig oder Entkalker auf die Verbindungsstelle, warten Sie zehn Minuten und versuchen Sie es erneut. Sonst brechen Kunststoffteile, die Sie teuer ersetzen müssen.
Düsen durchspülen und vorsichtig freilegen
Nach dem Ausbau spülen Sie den Sprüharm unter fließendem warmem Wasser von beiden Seiten ab. Drehen Sie den Arm dabei, damit das Wasser durch alle Düsen fließt. Bei hartnäckigen Ablagerungen legen Sie den Arm für eine halbe Stunde in warmes Wasser mit etwas Spülmittel oder Essig. Das löst Fett und Kalk und greift das Kunststoffmaterial nicht an.
Um die Düsen freizulegen, nehmen Sie ein dünnes, stumpfes Werkzeug. Gut geeignet sind ein Zahnstocher, ein Holzspieß oder eine gerade gebogene Büroklammer. Führen Sie das Werkzeug vorsichtig in jede Düse ein und bewegen Sie es hin und her, bis der Widerstand nachlässt. Verwenden Sie keine spitzen Metallgegenstände wie Nadeln oder Schraubendreher. Sie können die Düsenränder aufkratzen. Beschädigte Düsen verändern den Strahl und verschlechtern das Spülergebnis dauerhaft.
Nach dem Reinigen spülen Sie den Arm erneut gründlich durch. Halten Sie ihn unter Wasser und prüfen Sie, ob aus jeder Düse ein gleichmäßiger Strahl kommt. Sind einzelne Löcher weiterhin blockiert, wiederholen Sie die Prozedur mit etwas mehr Einwirkzeit. Reinigen Sie auch die Lagerstelle, auf der der Arm sitzt. Entfernen Sie Ablagerungen mit einem feuchten Tuch. So dreht sich der Arm nach dem Wiedereinbau leicht.
Weitere Ursachen für schmutziges Geschirr
Nicht jedes schlechte Spülergebnis kommt von den Sprüharmen. Sind die Arme sauber und bleibt das Geschirr trotzdem schmutzig, prüfen Sie weitere Punkte, bevor Sie Teile austauschen. Das Sieb am Boden der Spülmaschine ist eine häufige Fehlerquelle: Ist es mit Speiseresten verstopft, zirkuliert das Wasser nicht richtig. Nehmen Sie das Sieb heraus, spülen Sie es unter fließendem Wasser ab und setzen Sie es wieder ein.
Auch die Beladung spielt eine Rolle. Blockieren Teller oder Töpfe die Sprüharme oder überlappen sie sich, erreicht das Wasser nicht alle Flächen. Stellen Sie großes Geschirr so ein, dass es die Rotation der Arme nicht behindert, und lassen Sie zwischen den Tellern etwas Abstand. Stellen Sie Besteck mit den Griffen nach unten in den Korb. So verkeilen sich keine Löffel ineinander.
Auch die Wasserhärte und die Reinigermenge spielen eine Rolle. Bei sehr hartem Wasser bildet sich Kalk auf dem Geschirr. Er sieht aus wie ein weißer Film. Erhöhen Sie die Enthärtungsstufe am Gerät oder geben Sie mehr Klarspüler hinzu. Ist das Spülmittel alt oder falsch dosiert, bleibt Fett auf dem Geschirr zurück. Verwenden Sie die vom Hersteller empfohlene Menge und prüfen Sie, ob die Klarspülkammer gefüllt ist.